Wie ein Altbau in Ludwigsburgs Oststadt in nur 22 Werktagen saniert wurde

Ein Wohnhaus aus dem Jahr 1930 ist in der Ludwigsburger Oststadt innerhalb von 22 Werktagen energetisch saniert worden. Möglich wurde die kurze Bauphase durch eine detaillierte Vorbereitung und eng aufeinander abgestimmte Handwerksarbeiten. Die Stadt unterstützte das Pilotprojekt mit 25.000 Euro aus Landesmitteln.

Von der Redaktion (lb) – 13.38 Uhr

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Ludwigsburg. Wo energetische Komplettsanierungen häufig monatelange Baustellen bedeuten, war die eigentliche Arbeit an einem Wohnhaus in der Ludwigsburger Oststadt nach 22 Werktagen abgeschlossen. Wie die Stadt Ludwigsburg mitteilt, handelt es sich um den ersten sogenannten Sanierungssprint im Stadtgebiet.

Das Gebäude aus dem Jahr 1930 war Anfang des Jahres von Marileen und Patrik Horner gekauft worden. Gemeinsam mit dem Energieberater und Bauphysiker Maximilian Chamaoun entschieden sie sich für das Verfahren. Das Land Baden-Württemberg förderte das Pilotprojekt mit 25.000 Euro, die von der Stadt bereitgestellt wurden.

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Lange Vorbereitung für eine kurze Baustelle

Die Bauzeit von 22 Werktagen bedeutet allerdings nicht, dass das gesamte Vorhaben innerhalb weniger Wochen geplant und umgesetzt wurde. Vor dem eigentlichen Baustart erarbeitete Chamaoun einen detaillierten Ablaufplan.

Die Einsätze der beteiligten Handwerksbetriebe, Materiallieferungen und einzelnen Arbeitsschritte wurden so aufeinander abgestimmt, dass die Gewerke während der Bauphase nach einem festen Takt arbeiten konnten. Nach Angaben der Stadt kam es dabei zu keinen Verzögerungen.

„Wenn alle Beteiligten eng zusammenarbeiten und die Abläufe gut vorbereitet sind, profitieren Bauherrschaft, Handwerk und Klima gleichermaßen“, erklärte Chamaoun, der das Projekt als Sanierungssprint-Koordinator begleitete.

Die Stadt will mit dem Pilotprojekt zeigen, dass zumindest die eigentliche Bauphase einer energetischen Sanierung deutlich verkürzt werden kann.

„Das beweist anschaulich, dass eine Sanierung nicht zwangsläufig mit einer monatelangen Baustelle verbunden sein muss“, sagte Baubürgermeisterin Andrea Schwarz.

Bei einem Sanierungssprint kann die Gebäudehülle einschließlich Dach, Fassade, Fenstern, Kellerdecke und Kellerwänden energetisch überarbeitet werden. Das Konzept sieht darüber hinaus eine Photovoltaikanlage und eine vollständig mit erneuerbaren Energien betriebene Heizung vor.

Wie hoch die Gesamtkosten des Projekts waren, teilte die Stadt nicht mit.  Welche dieser Arbeiten an dem Wohnhaus in der Oststadt tatsächlich ausgeführt wurden, geht aus der Mitteilung ebenfalls nicht hervor.

Für vergleichbare Vorhaben sollen möglichst erfahrene Handwerksbetriebe aus der Region eingesetzt werden. Die Stadt verweist dabei unter anderem auf das „Qualitätsnetzwerk Bauen“ der Energieagentur Kreis Ludwigsburg.