Wie heiß wird es in Kornwestheims Schulen und Kitas? Stadt misst nach und gründet Task Force

Wie heiß wird es auf Schulhöfen und in Kindergärten tatsächlich? Nach den jüngsten Hitzeperioden will die Stadt Kornwestheim darauf konkrete Antworten finden. Eine neue Task Force soll Maßnahmen für Schulen, Kitas und andere öffentliche Einrichtungen entwickeln. Erste Temperaturmessungen laufen bereits – allerdings trifft der Handlungsbedarf auf eine angespannte Haushaltslage.

Von der Redaktion (lb) – 22.10 Uhr

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Kornwestheim. Die vergangenen heißen Tage haben in Kornwestheim Konsequenzen. Oberbürgermeister Nico Lauxmann (CDU) hat eine fachbereichsübergreifende Task Force „Hitzeschutz & Klimaanpassung“ eingerichtet. Wie die Stadt mitteilt, soll die Arbeitsgruppe untersuchen, wie Schulen, Kindertagesstätten und andere öffentliche Einrichtungen besser auf zunehmend heiße Perioden vorbereitet werden können.

Dabei bleibt es zunächst nicht bei Besprechungen. Mitarbeiter der Stadt haben während der jüngsten Hitze bereits mit Wärmebildkameras unterschiedliche Oberflächen auf Schulhöfen untersucht. In Kindergärten wurden zudem Temperatur-Datenlogger ausgelegt.

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Die Messungen sollen zeigen, wo die Belastung besonders groß ist und an welchen Stellen Maßnahmen am dringendsten notwendig sind.

Erst messen, dann entscheiden

Federführend ist die Stabsstelle Umwelt- und Klimaschutz. Beteiligt sind außerdem Mitarbeiter aus den Bereichen Kinder, Jugend und Bildung, Hochbau und Gebäudetechnik, der Personalrat, die Freiwillige Feuerwehr sowie die drei Dezernenten der Stadt.

Auf Grundlage der erhobenen Daten soll ein Maßnahmenkatalog entstehen. Dieser soll sowohl kurzfristig umsetzbare Lösungen als auch längerfristige bauliche oder strukturelle Veränderungen enthalten.

Welche konkreten Maßnahmen umgesetzt werden könnten, nennt die Stadt bislang allerdings noch nicht. Damit ist derzeit auch offen, ob es beispielsweise zusätzliche Verschattung, bauliche Veränderungen, Begrünung oder andere Formen des Hitzeschutzes geben wird.

Haushaltslage setzt Grenzen

Genau an diesem Punkt wird die Aufgabe schwieriger. Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass Kornwestheim gleichzeitig sparen muss. Die angespannte Haushaltslage und der bereits laufende Konsolidierungsprozess könnten den Spielraum für Investitionen begrenzen.

Damit dürfte in den kommenden Monaten nicht nur die Frage eine Rolle spielen, welche Maßnahmen sinnvoll wären, sondern auch, welche davon finanziert und zuerst umgesetzt werden können.

Stadtverwaltung und Gemeinderat sollen deshalb Prioritäten setzen und abwägen, welche Projekte kurzfristig möglich sind und welche zunächst zurückgestellt werden müssen.

Sobald konkrete Entscheidungen gefallen sind, will die Stadt über die geplanten Maßnahmen informieren.