
Die Sondierungsgespräche zwischen Grünen und CDU im Südwesten stoßen auf Zustimmung aus der Wirtschaft. Das Handwerk fordert schnelle Entscheidungen und klare Impulse für Betriebe, Ausbildung und Bürokratieabbau.
Von der Redaktion – 11.08 Uhr
Stuttgart. Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben Grüne und CDU erste Sondierungsgespräche vereinbart. Unterstützung kommt aus der Wirtschaft: Der baden-württembergische Handwerkstag begrüßt den Schritt und sieht darin ein wichtiges Signal für die Betriebe im Land.
Die Spitzenorganisation der rund 140.000 Handwerksbetriebe verbindet mit den Gesprächen konkrete Erwartungen. Handwerkspräsident Rainer Reichhold erklärte, die Verabredung zu Gesprächen zwischen Cem Özdemir, Manuel Hagel und ihren engsten Kreisen nähre die Hoffnungen der Wirtschaft. „Wir haben wenig Zeit, das Land auf Vordermann zu bringen“, sagte Reichhold.
Aus Sicht des Handwerks kommt es nun vor allem auf Tempo und klare Prioritäten an. Bürokratieabbau, Rückenwind für den Mittelstand und stärkere Impulse für die berufliche Bildung seien zentrale Themen, die schnell angegangen werden müssten.
Bereits unmittelbar nach der Wahl hatte das Handwerk gefordert, dass die künftige Regierung ein Baden-Württemberg ohne „Bremsklötze“ schaffen müsse. Nun sieht man einen ersten Fortschritt: „Gut, dass nun der erste weggeräumt wurde, nämlich die Sprachlosigkeit zwischen den beiden Wahlsiegern“, so Reichhold.
Das Handwerk setzt auf zügige Verhandlungen und signalisiert Unterstützung: Man hoffe auf eine kurze Sondierungsphase und baldige Koalitionsgespräche.

