
Was tun, wenn Strom und Kommunikation zugleich ausfallen? Für den Fall eines großflächigen Blackouts setzt der Landkreis Ludwigsburg auf ein Netzwerk aus sogenannten Katastrophenschutz-Leuchttürmen. Feuerwehrhäuser sollen dann zu festen Anlaufstellen werden – für Notrufe, Informationen und Orientierung in einer Ausnahmesituation.
Von Lea Brandt – 08.27 Uhr
Ludwigsburg. Was passiert, wenn plötzlich alles stillsteht – kein Licht, kein Handyempfang, keine Verbindung zur Außenwelt? Der Landkreis Ludwigsburg hat sich für den Ernstfall gewappnet und setzt im Krisenfall auf sogenannte Katastrophenschutz-Leuchttürme. Sie sollen der Bevölkerung Orientierung und Hilfe bieten, wenn die Stromversorgung großflächig zusammenbricht.
Feuerwehrhäuser als sichere Anlaufstellen
Im Mittelpunkt des Konzepts stehen die Feuerwehrhäuser im gesamten Landkreis. Dank ihrer Notstromversorgung bleiben sie auch bei einem Blackout funktionsfähig und beleuchtet – sichtbar wie ein Leuchtturm in der Dunkelheit.
„Durch ihre Notstromversorgung bleiben die Feuerwehrhäuser auch während eines Blackouts beleuchtet und deutlich erkennbar“, heißt es aus dem Landratsamt. Ein eigens entwickeltes Hinweisschild kennzeichnet die jeweiligen Standorte und hilft Bürgerinnen und Bürgern, im Notfall den nächstgelegenen Leuchtturm zu finden.
Notrufe, Hilfe und Koordination vor Ort
An den Feuerwehrhäusern nehmen Einsatzkräfte Notrufe entgegen und leiten sie an die zuständigen Stellen weiter. Gleichzeitig dienen die Leuchttürme als Anlaufstelle für Menschen, die Hilfe benötigen oder selbst Unterstützung anbieten möchten.
Wichtig sei, so das Landratsamt, dass Zufahrten und Zugänge zu den Feuerwehrhäusern jederzeit freigehalten werden, damit Einsatzfahrzeuge ungehindert agieren können.
Information auch ohne Strom
Neben der Notrufaufnahme erfüllen die Leuchttürme eine zweite zentrale Funktion: Sie dienen als Informationspunkte für die Bevölkerung.
„Wir werden von diesen Leuchttürmen aus die Bürgerinnen und Bürger darüber informieren, wie es weitergeht, woher sie weitere Informationen bekommen können und wie sich der Stromausfall über die nächste Zeit entwickelt“, erklärt Kreisbrandmeister Andy Dorroch. So soll auch in einer Ausnahmesituation sichergestellt werden, dass die Menschen im Landkreis gut informiert bleiben.
Landkreis sieht sich vorbereitet
Mit dem Leuchtturm-Konzept will der Landkreis Ludwigsburg zeigen, dass er auf Szenarien wie länger anhaltende Stromausfälle oder Kommunikationsstörungen vorbereitet ist. Ziel sei es, die Verbindung zwischen Bevölkerung und Einsatzkräften auch unter Extrembedingungen aufrechtzuerhalten – und im Krisenfall Sicherheit und Orientierung zu geben.



