Wohnungen werden wieder teurer: Ludwigsburgs Immobilienpreise ziehen an

Nach ruhigeren Jahren kommt wieder Bewegung in den Immobilienmarkt. In Ludwigsburg sind Eigentumswohnungen 2025 teurer geworden. Gebrauchte Wohnungen legten im Durchschnitt um sieben Prozent zu, Neubauten um 3,3 Prozent. Gleichzeitig wurden in Ludwigsburg, Remseck und Freiberg mehr Kaufverträge registriert.

Von Lea Brandt – 14.01 Uhr

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Ludwigsburg. Wer 2025 in Ludwigsburg eine Eigentumswohnung kaufen wollte, musste wieder tiefer in die Tasche greifen. Nach Angaben des gemeinsamen Gutachterausschusses für Ludwigsburg, Remseck am Neckar und Freiberg am Neckar stiegen die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen in Ludwigsburg im Durchschnitt um sieben Prozent. Neubauwohnungen verteuerten sich um 3,3 Prozent.

Das geht aus dem neuen Grundstücksmarktbericht 2026 hervor. Grundlage sind nicht Angebotspreise aus Immobilienportalen, sondern tatsächlich abgeschlossene Kaufverträge. Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses wertete dafür alle Immobilienkäufe aus, die 2025 in Ludwigsburg, Remseck und Freiberg abgeschlossen wurden.

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Mehr Kaufverträge als im Vorjahr

Insgesamt wurden rund 1.630 Kaufverträge ausgewertet. Das waren etwa zehn Prozent mehr als im Jahr 2024. Nach Einschätzung des Gutachterausschusses hat sich der Markt insgesamt verstetigt. Bei Häusern gab es im Durchschnitt kaum Veränderungen, bei Eigentumswohnungen gingen die Preise dagegen wieder nach oben.

Für eine neu gebaute Eigentumswohnung wurden in Ludwigsburg durchschnittlich rund 6.500 Euro je Quadratmeter Wohnfläche bezahlt. Der höchste erfasste Kaufpreis lag bei 7.720 Euro je Quadratmeter.

In Remseck blieb das Preisniveau bei neuen und gebrauchten Eigentumswohnungen im Mittel unverändert. Eine Neubauwohnung kostete dort durchschnittlich rund 6.200 Euro je Quadratmeter. In Freiberg stiegen die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen um rund zwei Prozent. Für Neubauwohnungen gab es dort zu wenige Verkäufe, um eine belastbare Preisentwicklung berechnen zu können.

Häusermarkt bleibt weitgehend stabil

Auf dem Markt für Ein- und Zweifamilienhäuser blieb das Preisniveau nach Angaben des Gutachterausschusses im Durchschnitt nahezu unverändert. Bei Reihenhäusern wurden die Verkäufe aus allen drei Städten zusammen ausgewertet. Je nach Baujahr lagen die durchschnittlichen Quadratmeterpreise zwischen rund 3.600 Euro für Gebäude aus den Jahren 1971 bis 1980 und rund 5.300 Euro für Neubauten aus den Jahren 2021 bis 2025.

Die Preisspannen zeigen, wie unterschiedlich der Markt bleibt. Je nach Baujahr und Gebäudeart reichten die ausgewerteten Preise von rund 250.000 Euro für Reihenhäuser oder Doppelhaushälften aus den Jahren 1965 bis 1970 bis zu rund 1,9 Millionen Euro für freistehende Ein- oder Zweifamilienhäuser aus den Jahren 2001 bis 2010.

Einen einheitlichen Durchschnittspreis für gebrauchte Eigentumswohnungen nennt der Gutachterausschuss bewusst nicht. Die Preise unterscheiden sich je nach Baujahr so stark, dass ein Gesamtwert nach Einschätzung der Fachleute wenig aussagekräftig wäre.

Bodenrichtwerte bleiben unverändert

Die Bodenrichtwerte zum Stichtag 1. Januar 2025 gelten unverändert weiter. Neue Bodenrichtwerte werden nach Angaben der Stadt wieder zum Stichtag 1. Januar 2027 ermittelt und im Grundstücksmarktbericht 2027 veröffentlicht.

Der Grundstücksmarktbericht enthält neben den Marktdaten auch Informationen zur Wertermittlung, Bodenrichtwerte und weitere Daten, die unter anderem für Immobilienbewertungen und steuerliche Zwecke genutzt werden.

Der Bericht steht auf der Internetseite der Stadt Ludwigsburg unter www.ludwigsburg.de/gutachterausschuss zur kostenlosen Einsicht und zum Download bereit. Eine ausdruckbare PDF-Version sowie eine Druckversion können gebührenpflichtig bestellt werden.