Zwischen Protesten und Hungerkrise: Nouripour sieht Iran am Rand des Zusammenbruchs

Tägliche Massenproteste, wirtschaftlicher Absturz und eine Bevölkerung am Limit: Bundestags-Vizepräsident Omid Nouripour sieht das iranische System „am Abgrund“. Angesichts von Hungerkrise, Währungsverfall und unklaren Signalen aus Washington fordert er von Europa mehr Druck auf das Regime – und ein Ende des politischen Zögerns.

Von Hendrik Paul – 07.20 Uhr

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Berlin – Bundestags-Vizepräsident Omid Nouripour (Grüne) hat sich tief besorgt über die politische Lage im Iran geäußert.

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Das herrschende System stehe „am Abgrund“, die Menschen seien verzweifelt, sagte Nouripour dem „Mannheimer Morgen“ (Samstagausgabe). Trotz des Rohstoffreichtums herrsche eine „echte Hungerkrise“, der Wert der Währung habe sich binnen eines halben Jahres halbiert und ein normales Leben werde für viele immer schwieriger.

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Es gibt mittlerweile beinahe täglich Proteste im Iran, gleichzeitig droht US-Präsident Donald Trump dem Regime mit einem Eingreifen der USA. Die Signale aus Washington nannte Nouripour „sehr gemischt“. Die Iraner wüssten nicht, ob sie sich auf US-Präsident Donald Trump verlassen könnten. Nouripour forderte die Europäer auf, nicht zu schweigen, sondern den Druck auf das Regime, insbesondere auf die Revolutionsgarden, zu erhöhen.


Erstellt mit Material von dts Nachrichtenagentur