Zwölf Tage Handarbeit: So werden 1.000 Solarkollektoren auf dem Römerhügel gereinigt

Auf den ersten Blick klingt es nach einer einfachen Putzaktion. Tatsächlich steckt dahinter ein erheblicher Aufwand: Mehr als 1.000 Solarkollektoren des SolarHeatGrid auf dem Römerhügel sind im Juli von drei Fachkräften weitgehend von Hand gereinigt worden.

Von der Redaktion (lb) – 06.52 Uhr

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Ludwigsburg. Zwölf Tage waren die Beschäftigten einer örtlichen Reinigungsfirma im Auftrag der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim mit den Kollektoren beschäftigt. Wie die SWLB mitteilt, soll die Grundreinigung gröbere Verschmutzungen entfernen und damit auch die Leistung der Anlage verbessern.

Staub und leichten Schmutz beseitigt Regen nach Angaben der Stadtwerke größtenteils von selbst. Hartnäckigere Ablagerungen bleiben dagegen zurück. Deshalb lässt die SWLB die Anlage alle paar Jahre umfassend reinigen.

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„Dadurch lassen sich ein paar zusätzliche Prozentpunkte an Leistung gewinnen“, erklärt Stefan Seele, Bereichsleiter Wärme und Erzeugung bei der SWLB.

Das kleinere Solarthermiefeld auf Kornwestheimer Gemarkung soll Ende August ebenfalls gereinigt werden.

Im Sommer besonders wichtig

Dass die Solarthermieanlage ausgerechnet für den Hochsommer ausgelegt ist, erscheint zunächst ungewöhnlich. Heizenergie wird in dieser Zeit schließlich deutlich weniger benötigt.

Der Grund liegt im Zusammenspiel mit dem benachbarten Holzheizkraftwerk. Dieses wird nach Angaben der SWLB üblicherweise im Sommer gewartet und steht während dieser Zeit teilweise nicht zur Verfügung.

Bei gutem Wetter kann die Solarthermieanlage dann den Fernwärme- und Warmwasserbedarf der angeschlossenen Haushalte nahezu vollständig mit Sonnenenergie decken. Zusätzliche fossile Brennstoffe seien dabei weitgehend nicht notwendig.

2.000 Kubikmeter Speicher als Puffer

Produziert die Anlage mehr Wärme, als unmittelbar benötigt wird, geht die Energie nicht verloren. Neben dem Holzheizkraftwerk steht ein Warmwasserspeicher mit einem Fassungsvermögen von 2.000 Kubikmetern.

Dort kann überschüssige Wärme zwischengespeichert und später genutzt werden. Nach Angaben der SWLB lässt sich damit sowohl der Unterschied zwischen Tag und Nacht als auch eine Phase von mehreren Tagen überbrücken.