40-Tonner Sattelzug fährt sich in Ludwigsburg fest

Am heutigen Feiertag „Heilige Drei Könige“ gegen 05:00 Uhr, folgte ein 38-jähriger, polnischer Lkw-Fahrer, mit seinem 40-Tonner Sattelzug seinem Navigationsgerät um zu einer Tankstelle zu gelangen. Hierzu lotste ihn das Navi von der Heilbronner Straße nach rechts in das Wohngebiet Favoritegärten. Als der Fahrer ein weiteres Mal nach rechts abbiegen sollte, fuhr er sich nach mehreren Rangierversuchen dermaßen fest, dass der 40-Tonner zwischen zwei Mauern eingekeilt war. In dieser aushilfslosen Lage verständigte eine Passantin die Polizei.

Auch die entsandte Streifenwagenbesatzung des Polizeireviers Ludwigsburg konnte dem 38-Jährigen vor Ort nicht weiterhelfen, so dass ein Abschleppunternehmen mit Bergemanager verständigt werden musste. Zunächst machte sich der Bergemanager ein Bild der Lage vor Ort und orderte dann einen Masterlift an den Einsatzort. Nachdem dieser um 08:35 Uhr eintraf, wurden zunächst Teile einer bereits beschädigten Mauer abgetragen und der 40-Tonner mittels des Masterlifts soweit seitlich verschoben, bis dieser wieder frei war. Die Bergungsmaßnahmen waren um 09:40 Uhr abgeschlossen. An den Mauern und dem 40-Tonner entstand ein Sachschaden von insgesamt etwa 2.500 Euro. Die Kosten für die Bergung dürften ein Vielfaches hiervon betragen.

red

50 Jahre Landkreis Ludwigsburg: 500 Gäste beim Neujahrsempfang

„Neben den wenigen Pflichten brauche es in einer Demokratie „Haltungen, zu denen sich jeder verpflichtet fühlen sollte“, so Landrat Landrat Dietmar Allgaier in seiner Begrüßungsrede beim Neujahrsempfang am vergangenen Donnerstag in Ludwigsburg.

LUDWIGSBURG. „50 Jahre Kreisreform“ zum Jahresauftakt im Ludwigsburger Kreishaus: Beim ersten Neujahrsempfang des Landkreises am Donnerstag nach zwei Jahren Corona-Pause stand die 50-jährige-Kreisreform im Mittelpunkt. Umrahmt von musikalischen Beiträgen des Kreisjugend-Orchesters Ludwigsburg erlebten die Gäste den Rück- und Ausblick von Landrat Allgaier sowie einer Podiumsdiskussion an der CDU-Innenminister Thomas Strobl, Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und der Hauptgeschäftsführer des Landkreistages Baden-Württemberg, Alexis von Komorowski teilnahmen. Moderiert wurde der Abend von Stephanie Haiber.

Rund 500 Gäste aus Wirtschaft und Politik folgten der Einladung zum Neujahrsempfang ins Kreishaus und nutzten die Gelegenheit zu guten Gesprächen und zwanglosem Netzwerken. Unter den Gästen waren neben zahlreichen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern auch viele Unternehmer: Kornwestheims OB Ursula Keck, die Erste Bürgermeisterin von Ludwigsburg Renate Schmetz, Alt- Landrat Rainer Haas, die Landtagsabgeordneten, Silke Gericke, Tayfun Tok, Tobias Vogt, Ludwigsburgs neuer Polizeipräsident Thomas Wild, KSK-Vorstandschef Dr. Heinz-Werner Schulte, seine Vorstandskollegen Thomas Raab und Dieter Wizemann, Schlossfestspiel-Intendant Jochen Sandig sowie viele Stadträtinnen und Stadträte und reichlich andere Persönlichkeiten des Landkreises.

Info:

Die Kreisreform in Baden-Württemberg im Jahr 1973 hat dazu geführt, dass die Anzahl der Landkreise im Bundesland von 113 auf 35 reduziert wurde. Diese Reform hatte das Ziel, die Verwaltungsstrukturen zu vereinfachen und zu modernisieren sowie die Kosten zu senken.

Die Umstrukturierung erfolgte unter anderem durch Zusammenlegungen von Landkreisen und kreisfreien Städten. Es wurden neue Landkreise geschaffen und bestehende Landkreise erweitert.

Ein Beispiel hierfür ist der Landkreis Ludwigsburg, der im Zuge der Reform aus den Landkreisen Ludwigsburg, Bietigheim und Vaihingen gebildet wurde. Mit über 550.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist der Landkreis Ludwigsburg heute der zweitgrößte in Baden-Württemberg.

Die Reform hatte auch Auswirkungen auf die Kommunen. Viele kleinere Gemeinden und Ortschaften wurden in größere Einheiten eingegliedert. Dies hatte sowohl Vorteile, wie eine höhere Lebensqualität und bessere Dienstleistungen, als auch Nachteile, wie eine gewisse Entfremdung der Bürger von den politischen Entscheidungen.

Insgesamt hat die Kreisreform in Baden-Württemberg zu einer stärkeren Zentralisierung der Verwaltung geführt und dazu beigetragen, die Verwaltungsstrukturen zu vereinfachen und die Kosten zu senken. Sie hat jedoch auch zu Veränderungen der lokalen Identität und der politischen Partizipation der Bürger geführt.

red