Inzidenzwert wieder über der 10er-Marke

Die kreisweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist am Mittwoch weiter gestiegen und liegt jetzt wieder über der wichtigen 10er-Schwelle. Das Landratsamt teilte unter Berufung auf Angaben des Kreisgesundheitsamtes mit, dass in den vergangenen sieben Tagen kreisweit der Wert bei 10,3 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner liegt. Am Vortag lag der Wert bei 8,6. Vor genau einer Woche bei 12,3. Das geht aus Zahlen von Mittwochnachmittag hervor, die den Stand des Dashboards vom Landratsamt in Ludwigsburg von 17:00 Uhr vorläufig wiedergeben. (Stand: 28.07.)

Innerhalb 24 Stunden wurden in der Summe 16 Neuinfektionen registriert. (Vorwoche: 8). Die Zahl der Corona-Toten in Kreis Ludwigsburg liegt unverändert bei mindestens 517. Rund 26.464 (+13) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden.

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Screenshot: Landratsamt Ludwigsburg

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 28.07.)

Affalterbach ( 173 | 0 )
Asperg ( 750 | 0 )
Benningen am Neckar ( 254 | 1 )
Besigheim ( 665 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.500 | 2 )
Bönnigheim ( 546 | 0 )
Ditzingen ( 1.224 | 0 )
Eberdingen ( 307 | 0 )
Erdmannhausen ( 188 | 0 )
Erligheim ( 152 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 614 | 0 )
Freudental ( 163 | 0 )
Gemmrigheim ( 261 | 0 )
Gerlingen ( 722 | 0 )
Großbottwar ( 353 | 1 )
Hemmingen ( 322 | 0 )
Hessigheim ( 68 | 0 )
Ingersheim ( 276 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 367 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 867 | 0 )
Kornwestheim ( 2.040 | 2 )
Löchgau ( 295 | 0 )
Ludwigsburg ( 4.954 | 6 )
Marbach am Neckar ( 718 | 0 )
Markgröningen ( 775 | 1 )
Möglingen ( 695 | 0 )
Mundelsheim ( 137 | 0 )
Murr ( 262 | 1 )
Oberriexingen ( 125 | 1 )
Oberstenfeld ( 382 | 0 )
Pleidelsheim ( 309 | 0 )
Remseck am Neckar ( 1.248 | -1 )
Sachsenheim ( 1.024 | 0 )
Schwieberdingen ( 466 | 0 )
Sersheim ( 314 | 2 )
Steinheim an der Murr ( 484 | 0 )
Tamm ( 434 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 1.497 | 1 )
Walheim ( 143 | 0 )

red

Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim und Deutsche Telekom kooperieren beim schnellen Internet

Von Uwe Roth

Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim und die Deutsche Telekom haben knapp ein Jahr verhandelt. Am Ende stand ein auf 30 Jahre angelegter Vertrag über die gemeinsame Nutzung des Glasfasernetzes, das sich im Besitz der Stadtwerke befindet. Die Kooperation hat einen deutschlandweiten Pilotcharakter. Der Vertrag wurde am Dienstag von beiden Partnern unterzeichnet. Um die Bedeutung der Vereinbarung zu unterstreichen, fand der feierliche Akt im Ordenssaal des Ludwigsburger Residenzschlosses statt. Trotz der sehr unterschiedlichen Unternehmensgrößen sei immer auf Augenhöhe verhandelt worden, versicherten die Beteiligten. Ein kommunales Unternehmen und ein Weltkonzern an einem Verhandlungstisch. Dr. Matthias Knecht, Oberbürgermeister der Stadt Ludwigsburg und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim sagte: „Die Kooperation ist in dieser Form bundesweit einmalig. Mit dem effizienten Glasfaserausbau und zwei attraktiven Netzanbietern gehen wir als Stadt Ludwigsburg so einen wichtigen Schritt in die digitale Zukunft.“

Christian Schneider, Vorsitzender der SWLB-Geschäftsführung und Johannes Rager, SWLB-Geschäftsführer, betonten: „Besser kann man Synergien nicht bündeln. So kann die Digitalisierung in unserer Stadt Tempo aufnehmen.“ Die Gigabit-fähige Infrastruktur spiele eine entscheidende Rolle auf dem Weg der Stadt Ludwigburg zur Smart City, in der sämtliche Lebensbereiche digital miteinander vernetzt seien. „Mit unseren Glasfaser-Schlagadern und diesem Kooperationsvertrag steigern wir Wirtschaftskraft und Lebensqualität in der Region“, so Schneider. Thilo Höllen, Leiter Breitbandkooperationen Telekom Deutschland, stellte fest: „Beide Unternehmen punkten in der Kooperation mit ihren Kernkompetenzen.“ Die Stadtwerke Ludwigsburg bewiesen sich täglich als kommunales Versorgungs- und Infrastrukturunternehmen.

Die Stadtwerke investieren 74 Millionen Euro in ein eigenes Glasfasernetz. Bereits über die Hälfte Ludwigsburgs ist aktuell mit dem schnellen Glasfasernetz der Stadtwerke überzogen. Bis 2024 wollen die Stadtwerke alle Gebäude im Stadtgebiet, mit einem Glasfaserkabel bis ins Haus versorgen. Mit dem jetzt geschlossenen Kooperationsvertrag erhält die Telekom Zugang zu diesem Netz. „Wir, die Telekom, bringen unsere Stärken im Betrieb und der Vermarktung von Telekommunikationsleistungen auf Glasfaserbasis ein“, erläuterte Höllen. Für den Konzern sei die Verhandlung mit einem eher kleinen Unternehmen auch ein Lernprozess gewesen. „Wir waren immer gewohnt, alles allein zu machen“, sagte er. Die Deutsche Telekom musste ihre Team-Fähigkeit im Umgang mit einem viel kleineren Partnern erst ein wenig ausbilden. Umgekehrt durften sich die Stadtwerke von so viel geballter Marktmacht nicht einschüchtern lassen. Stadtwerke-Chef Schneider versicherte: „Wir wissen, was wir tun.“ Höllen beschrieb den Entstehungsprozess so: „Wir haben uns beide getraut hindurchzugehen.“

Details der Vereinbarung

Die Aufgabe ist groß: Es geht um rund 56000 Haushalte und Unternehmensstandorte in mehr als 15000 Gebäuden der Stadt Ludwigsburg. Die Stadtwerke bauen und betreiben das Netz und bieten selbst Megabit-Internet, IP-Telefonie sowie IP-TV an. Die Telekom wird ebenfalls die passive Infrastruktur nutzen und den Bürgerinnen und Bürgern von Ludwigsburg schnelle Anschlüsse, sowie alle Dienste und Services der Magenta Produktwelt aus einer Hand anbieten. Dies gilt für Privat- und Geschäftskunden. Das Unternehmen wird außerdem über sogenannte Wholesale-Verträge weiteren Anbietern die Nutzung des Ludwigsburger Glasfasernetzes ermöglichen.

Infos zum Ausbau

Nachdem die technische Anbindung zur Telekom-Technik hergestellt ist, können Bürgerinnen und Bürger Anschlüsse und Produkte beauftragen. Nunmehr gilt es, mehrere hundert Kilometer Glasfaser zu legen, um die restlichen Haushalte und Unternehmensstandorte anzuschließen. Bis Ende 2024 baut die SWLB das komplette Stadtgebiet clusterweise mit dem schnellen Glasfasernetz aus. Sobald ein Ausbaugebiet fertiggestellt ist, können auch Anschlüsse und Dienste der Telekom gebucht werden. Die Arbeiten für die Leitungslegungen werden weitgehend im Gehweg stattfinden, um die Beeinträchtigungen für die Anwohner möglichst gering zu halten.

Landkreis und Gigabit Region stehen hinter der Kooperation

Das Gigabitprogramm der Region Stuttgart bietet unterstützende Rahmenbedingungen für den Vertrag zwischen der SWLB und der Telekom. Sowohl der Landkreis Ludwigsburg als auch die Gigabit Region Stuttgart GmbH begrüßen diese neue Kooperation ausdrücklich. Hans-Jürgen Bahde, Breitbandbeauftragter der Region Stuttgart und Geschäftsführer der Gigabit Region Stuttgart GmbH betont: „Die Kooperation ist ein Leuchtturm im Gigabitprogramm und gibt ihm weitere Schubkraft. Die zweitgrößte Stadt der Region beteiligt sich jetzt am gemeinsamen Glasfaserausbau, dies könnte zum Signal für weitere Stadtwerke werden.“ Rahmenvertrag von Telekom mit der Gigabit Region Stuttgart Im Fokus des Gigabitprojekts steht der partnerschaftliche Ausbau des ultraschnellen Glasfasernetzes.

Bis zum Jahr 2025 sollen nicht nur 50 Prozent der Haushalte und alle Unternehmen, sondern auch die Schulen in der Region schnell ins Internet kommen, bis 2030 sollen 90 Prozent aller Haushalte Zugang zu einem Glasfaseranschluss haben. Über 99 Prozent der Bevölkerung können bereits Mobilfunk über 4G/LTE nutzen. Aktuell baut die Telekom ein leistungsstarkes 5G Netz auf.

So sehen die Corona-Zahlen am Dienstag aus

Die kreisweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist am Dienstag leicht gestiegen und liegt weiter unter der wichtigen 10er-Schwelle. Das Landratsamt teilte unter Berufung auf Angaben des Kreisgesundheitsamtes mit, dass in den vergangenen sieben Tagen kreisweit der Wert bei 8,6 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner liegt. Am Vortag lag der Wert bei 7,5. Vor genau einer Woche bei 11,6. Das geht aus Zahlen von Dienstagnachmittag hervor, die den Stand des Dashboards vom Landratsamt in Ludwigsburg von 17:00 Uhr vorläufig wiedergeben. (Stand: 27.07.)

Innerhalb 24 Stunden wurden in der Summe 19 Neuinfektionen registriert. (Vorwoche: 16). Die Zahl der Corona-Toten in Kreis Ludwigsburg liegt unverändert bei mindestens 517. Rund 26.451 (+17) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden.

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Screenshot: Landratsamt Ludwigsburg

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 27.07.)

Affalterbach ( 173 | 0 )
Asperg ( 750 | 0 )
Benningen am Neckar ( 253 | 1 )
Besigheim ( 665 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.498 | 2 )
Bönnigheim ( 546 | 0 )
Ditzingen ( 1.224 | 2 )
Eberdingen ( 307 | 0 )
Erdmannhausen ( 188 | 0 )
Erligheim ( 152 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 614 | 0 )
Freudental ( 163 | 0 )
Gemmrigheim ( 261 | 0 )
Gerlingen ( 722 | 0 )
Großbottwar ( 352 | 0 )
Hemmingen ( 322 | 0 )
Hessigheim ( 68 | 0 )
Ingersheim ( 276 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 367 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 867 | 0 )
Kornwestheim ( 2.038 | 6 )
Löchgau ( 295 | 0 )
Ludwigsburg ( 4.948 | 3 )
Marbach am Neckar ( 718 | 1 )
Markgröningen ( 774 | 1 )
Möglingen ( 695 | 0 )
Mundelsheim ( 137 | 0 )
Murr ( 261 | 2 )
Oberriexingen ( 124 | 0 )
Oberstenfeld ( 382 | 0 )
Pleidelsheim ( 309 | 0 )
Remseck am Neckar ( 1.249 | 2 )
Sachsenheim ( 1.024 | 0 )
Schwieberdingen ( 466 | 0 )
Sersheim ( 312 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 484 | -1 )
Tamm ( 434 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 1.496 | 0 )
Walheim ( 143 | 0 )

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Ludwigsburgs ehemaliger Oberbürgermeister Otfried Ulshöfer gestorben

Er leitete die Geschicke Ludwigsburgs über zwei Amtszeiten hinweg. Das war von 1968 bis 1984. Seine Leistungen zum Wohl der Stadt und seiner Menschen waren außergewöhnlich. Diese wurden mit der Ludwigsburger Bürgermedaille und dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt. Vergangenes Jahr feierte er seinen 90. Geburtstag. In der Nacht zu Montag, 26. Juli 2021 ist der ehemalige Ludwigsburger Oberbürgermeister Dr. Otfried Ulshöfer verstorben. Das gab das Ludwigsburger Rathaus am Montag bekannt.

„Otfried Ulshöfer war eine herausragende Persönlichkeit, der die Stadt Ludwigsburg entscheidend geprägt hat. Er engagierte sich weit über seine Dienstpflichten hinaus für das Wohl der Stadt und ihrer Bürgerschaft“, so Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht. „Otfried Ulshöfer ist mir schnell zum Freund geworden. Ich werde ihn als überaus herzlichen, tatkräftigen und bürgernahen Menschen in Erinnerung behalten. Meine Gedanken sind jetzt bei seiner Familie, insbesondere bei seiner Frau. Leider hat die Corona-Pandemie Besuche schwer gemacht. Ich hätte gerne viel mehr Zeit mit ihm verbracht.“

Otfried Ulshöfer, promovierter Jurist, war zunächst wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut, ehe er zum Ministerium für Entwicklungshilfe nach Bonn ging. Dort arbeitete er unter anderem als Persönlicher Referent des Ministers. Am 17. November 1968 wählten ihn die Ludwigsburger Bürgerinnen und Bürger zum Oberbürgermeister der Stadt. Am 7. November 1976 wurde er mit der überwältigenden Mehrheit von 80,5 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt.

Durch den Bau einer Fußgängerzone im Herzen Ludwigsburgs und die Belebung des Einzelhandels setzte Ulshöfer auf eine attraktive Innenstadt. In seiner Amtszeit wurden bestehende Schulen wesentlich erweitert, begann der Neubau des Bildungszentrums West. Ulshöfer setzte sich auch für den Sport ein. Das Ergebnis waren zahlreiche neue Sportanlagen und Hallen.

Otfried Ulshöfer lag zudem am Herzen, das Bildungsangebot für die Ludwigsburger Bevölkerung zu erweitern. Hier ist vor allem auf den Ausbau der Stadtbibliothek und die Jugendmusikschule hinzuweisen. Sein großes kulturelles Verdienst ist die Förderung der Schlossfestspiele. Nicht zuletzt der Bau des Forums ist untrennbar mit seinem Namen verbunden. Gemeinsam mit seinem Ersten Bürgermeister Hans-Joachim Schäfer und weiteren Mitstreitern setzte er sich für eine Lösung mit zwei Sälen ein und schuf damit die Voraussetzungen für den Bau der Veranstaltungsstätte, die 1988 eröffnet wurde und den Schlossfestspielen eine Heimat gab.

Daneben hat sich Ulshöfer wesentlich um den Ausbau der Beziehungen zu den Partnerstädten Montbéliard (Frankreich) und Caerphilly (Wales) verdient gemacht. Er hatte eine Vielzahl an Ämtern inne, unter anderem als Vorsitzender des Städtetags Baden-Württemberg und Kreisrat des Landkreises Ludwigsburg.

Nach Ende seiner zweiten Amtszeit 1984 wechselte der gebürtige Göppinger als Personalgeschäftsführer zu Wüstenrot. Im Namen der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit beriet er als Leiter von Kommunalprojekten von 1990 bis 1993 die indonesische Regierung bei deren Vorhaben, die Verwaltung zu dezentralisieren.

Herausragend war Ulshöfers Engagement auf dem Gebiet der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit im afrikanischen Burkina Faso. Ludwigsburg und Montbéliard verpflichteten sich 2006, die dortige Stadt Kongoussi im Kampf gegen Armut und Analphabetismus zu unterstützen. So sollte die dortige Grundschule um drei Klassen erweitert werden. Auf Bitte des damaligen OB Werner Spec setzte sich Ulshöfer für die Finanzierung des Schulbaus ein. Er startete zahlreiche werbewirksame und kreative Spendenaktionen, um das Afrika-Projekt in Ludwigsburg bekannt zu machen. Mit großem Erfolg. Auch viele Ludwigsburger Schulen beteiligten sich mit Spenden. Ende 2007 eröffnete Ulshöfer die Grundschule im Rahmen seiner ersten Reise nach Kongoussi.

Um das nächste Projekt in Kongoussi zu realisieren, leistete Ulshöfer Pionierarbeit. Für den Bau einer Berufsschule gründete er 2008 den Förderkreis Burkina Faso, dessen Vorsitz er übernahm. Für das Projekt erhielt der Verein Gelder beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit. An der Berufsschule wurden anfangs Pumpen- und Zweiradmechaniker ausgebildet, später auch Schneiderinnen. Die Abstimmung mit dem Partner Montbéliard, der parallel in der Nachbarstadt Zimtanga Projekte verwirklichte, war ebenfalls Teil seines Engagements. 2009 weihte er mit einer Delegation aus der Partnerstadt deren Projekte ein. 2012 übergab Ulshöfer den Vorsitz an den damaligen Ersten Bürgermeister Konrad Seigfried. Ulshöfer hatte die wichtigsten Grundsteine für das Engagement in Burkina Faso gelegt.

Die Stadt Ludwigsburg wird ab Mittwoch, 28. Juli, zum Gedenken an Otfried Ulshöfer ein Kondolenzbuch im Rathausfoyer auslegen, in das sich die Bürgerinnen und Bürger eintragen können.

red

Corona im Landkreis Ludwigsburg: 7-Tage-Inzidenz im Sinkflug

Die kreisweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist auch am Montag nochmals deutlich gesunken und liegt deutlich unter wichtigen 10er-Schwelle. Das Landratsamt teilte unter Berufung auf Angaben des Kreisgesundheitsamtes mit, dass in den vergangenen sieben Tagen kreisweit der Wert bei 7,5 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner liegt. Am Vortag lag der Wert bei 9,4. Vor genau einer Woche bei 10,3. Das geht aus Zahlen von Montagnachmittag hervor, die den Stand des Dashboards vom Landratsamt in Ludwigsburg von 17:00 Uhr vorläufig wiedergeben. (Stand: 26.07.)

Innerhalb 24 Stunden wurden in der Summe 3 Neuinfektionen registriert. (Vorwoche: 9). Die Zahl der Corona-Toten in Kreis Ludwigsburg liegt unverändert bei mindestens 517. Rund 26.434 (+4) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden.

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Screenshot: Landratsamt Ludwigsburg

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 26.07.)

Affalterbach ( 173 | 0 )
Asperg ( 750 | 0 )
Benningen am Neckar ( 252 | 0 )
Besigheim ( 665 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.496 | 0 )
Bönnigheim ( 546 | 0 )
Ditzingen ( 1.222 | 0 )
Eberdingen ( 307 | 0 )
Erdmannhausen ( 188 | 0 )
Erligheim ( 152 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 614 | 0 )
Freudental ( 163 | 0 )
Gemmrigheim ( 261 | 0 )
Gerlingen ( 722 | 0 )
Großbottwar ( 352 | 0 )
Hemmingen ( 322 | 0 )
Hessigheim ( 68 | 0 )
Ingersheim ( 276 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 367 | 2 )
Korntal-Münchingen ( 867 | 0 )
Kornwestheim ( 2.032 | 0 )
Löchgau ( 295 | 0 )
Ludwigsburg ( 4.945 | 1 )
Marbach am Neckar ( 717 | 0 )
Markgröningen ( 773 | 0 )
Möglingen ( 695 | 0 )
Mundelsheim ( 137 | 0 )
Murr ( 259 | 0 )
Oberriexingen ( 124 | 0 )
Oberstenfeld ( 382 | 0 )
Pleidelsheim ( 309 | 0 )
Remseck am Neckar ( 1.247 | 0 )
Sachsenheim ( 1.024 | 0 )
Schwieberdingen ( 466 | 0 )
Sersheim ( 312 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 485 | 0 )
Tamm ( 434 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 1.496 | 0 )
Walheim ( 143 | 0 )

red

Tatort Juwelier in Ludwigsburg: Einbruchsversuch in der Myliusstraße und was sonst noch im Landkreis los war

Ludwigsburg: Unbekannte versuchen in Juwelier einzubrechen – Polizei sucht Zeugen

Zwei bislang unbekannte Täter versuchten am Montag gegen 03:30 Uhr in einen Juwelier in der Myliusstraße in Ludwigsburg einzubrechen. Mit massiver Gewaltanwendung wurde auf die Schaufensterscheibe eingewirkt, die zwar zersplitterte, aber dennoch standhielt. Auch an der Eingangstüre versuchten die Täter erfolglos ihr Glück und beschädigten diese dabei. Nach Alarmauslösung flüchteten die Täter mit Fahrrädern in Richtung Bahnhof und sollen dort vermutlich in einen Opel Corsa eingestiegen sein. Der Wagen fuhr dann mit hoher Geschwindigkeit in Richtung der B27. Die Täter gelangten augenscheinlich nicht an Beute. Die verursachten Sachschäden belaufen sich nach einer ersten Schätzung auf etwa 10.000 Euro. Das Polizeirevier Ludwigsburg sucht weitere Zeugen und bittet diese, sich unter Tel. 07141 18 5353 beim Polizeirevier zu melden.

Die Täter wurden wie folgt beschrieben: groß, schlank, vermutlich männlich, komplett schwarz bekleidet und vollständig vermummt. Beide Täter führten wohl eine große Tasche mit sich.

 

A81
Korntal-Münchingen: Vor Kontrolle geflüchtet – Polizist muss zur Seite springen

Ein 46-jähriger Porsche-Fahrer missachtete am Sonntag gegen 01:25 Uhr an der Anschlussstelle Stuttgart-Zuffenhausen die Anhaltezeichen eines Polizeibeamten, so dass der Zeichen gebende Polizist zur Seite springen musste.

Die Beamten hatten gerade eine stationäre Kontrollstelle auf der Auffahrt zur Autobahn 81 (A81) in Richtung Heilbronn eingerichtet, als sich der 46-Jährige mit einem 42-jährigen Beifahrer in seinem Porsche der Kontrollstelle näherte, die die Auffahrt mittels Tri-Blitz, Pylonen und Leuchten auf eine Fahrspur verengte. Der 46-Jährige verlangsamte seine Fahrt zunächst, fuhr dann aber konstant mit einer geschätzten Geschwindigkeit von etwa 50km/h auf einen Polizisten zu, der sich zum Anhalten des Fahrzeuges mittig auf die Fahrbahn gestellt hatte. Der Beamte musste in der Folge zur Seite springen. Nach kurzer Verfolgung konnten die Polizisten dann den Wagen noch auf der Autobahn anhalten und die Insassen kontrollieren. Ein Atemalkoholtest bestätigte den Verdacht einer Alkoholisierung mit einem Wert von etwa über 0,5 Promille. Da zusätzlich der Verdacht einer Betäubungsmittelbeeinflussung bestand, musste der 46-Jährige sich mehreren Blutentnahmen unterziehen.

 

Ditzingen: Nach Verkehrsunfall Führerschein noch vor Ort beschlagnahmt

Polizeibeamte beschlagnahmten am Sonntag den Führerschein eines 39-jährigen Ford-Lenkers noch an der Unfallstelle in der Trumpfstraße in Ditzingen, nachdem der Mann deutlich nach Alkohol roch und ein Atemalkoholtest mit einem Wert von etwa 2,4 Promille den Verdacht bestätigte. Er war zuvor gegen 18:00 Uhr mit seinem Wagen nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und mit einem dort geparkten Lkw kollidiert. Er musste sich in der Folge einer Blutentnahme unterziehen. Der Ford, der einen Totalschaden erlitt, wurde abgeschleppt. Die Sachschäden belaufen sich auf insgesamt etwa 20.000 Euro.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Mitarbeiterin einer Bar von zwei Männern sexuell belästigt und weitere Meldungen aus der Region

Ludwigsburg: Servicekraft sexuell belästigt

Zwei Tatverdächtige sollen am Sonntag gegen 23:55 Uhr in einer Bar in der Karlstraße in Ludwigsburg eine 18-jährige Servicekraft sexuell belästigt und anschließend vor der Bar randaliert haben.

Einer der beiden Männer, die stark betrunken gewesen sein sollen, habe der jungen Frau wohl mehrmals ans Gesäß gelangt, so dass es zu einem Gerangel mit dem Betreiber und Gästen kam. Anschließend hätten die beiden Tatverdächtigen vor der Bar mit der Außenbestuhlung mehrmals gegen die Glasfassade geschlagen. Polizeibeamte kontrollierten im Zuge der Fahndung im Innenstadtbereich zwei männliche Personen, die aufgrund der Personenbeschreibung als Tatverdächtige in Frage kommen könnten. Die Ermittlungen des Polizeireviers Ludwigsburg hierzu dauern noch an.

 

Kornwestheim: Unbekannte machen sich an Fahrzeugen zu schaffen

In der Nacht zum Montag beobachtete ein Zeuge zwei Männer, die sich in der Birkenstraße in Kornwestheim an verschiedenen Fahrzeugen zu schaffen machten. Gegen 02.10 Uhr fuhr ein Tatverdächtiger mit einem E-Roller von einem geparkten Auto zum nächsten. Er rüttelte jeweils an den PKW-Türen, offensichtlich um zu überprüfen, ob die Autos verschlossen waren. Der Zeuge konnte weiter beobachten, dass sich der zweite Täter Zugang zu einen Fiat 500 verschafft hatte. Der Unbekannte stieg, nachdem der E-Roller-Fahrer an der Scheibe geklopft hatte, aus dem PKW aus. Anschließend versuchten sie vermutlich weitere Fahrzeuge zu öffnen und machten sie in Richtung der Hauffstraße davon. Der Fiat 500 konnte zusammen mit der Besitzerin in Augenschein genommen werden. Dieser sei verschlossen gewesen. Aus dem PKW wurde nichts entwendet. Aufbruchspuren waren keine vorhanden. Nach derzeitiger Ermittlungen dürfte der Komplize ein technisches Gerät mit sich geführt haben, das er, dies konnte der Zeuge beobachten, auf Höhe der Türschlösser hielt und anschließend versuchte diese zu öffnen. Es handelte sich hierbei mutmaßlich um ein Gerät, mit dem die Keyless-go-Funktion manipuliert werden kann. Die beiden Täter sollen dunkle gekleidet gewesen sein. Einer sei glattrasiert gewesen, der zweite hatte einen Drei-Tage-Bart. Der E-Roller war ebenfalls dunkel und hatte ein grün beleuchtetes Display. Die durchgeführten polizeilichen Fahndungsmaßnahmen blieben ohne Ergebnis. Das Polizeirevier Kornwestheim, Tel. 07154 1313-0, sucht weitere Zeugen sowie Geschädigte.

 

Ludwigsburg: Einbruch in der Talallee

Ein bislang unbekannter Täter verschaffte sich am Sonntag gegen 22:40 Uhr über eine Terrassentür Zugang zu einer Wohnung in der Talallee in Ludwigsburg und stahl Schmuck mit unbekanntem Wert. Zeugen können sich unter Tel. 07141 18 5353 an das Polizeirevier Ludwigsburg wenden.

 

Löchgau: Gartenhäuser aufgebrochen

In der Nacht zum Sonntag haben Unbekannte am Sachsenheimer Weg in Löchgau mehrere Gartenhäuser aufgebrochen. Die durchsuchten die Häuser, warfen dabei Regale und andere Gegenstände um. Nach ersten Augenschein hinterließen sie nur Sachschaden, fanden aber nichts für sie Stehlenswertes vor. Personen, die im Verlauf der Nacht verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Bietigheim-Bissingen, Tel. 07142 405-0, zu melden.

 

Oberstenfeld, Gronau: E-Bike aus Schuppen entwendet

Zwischen Samstag 20:20 Uhr und Sonntag 10:30 Uhr entwendete bislang unbekannter Täter aus einem Schuppen im Weizenweg in Gronau ein E-Bike im Wert von mehreren Tausend Euro. Das Bügelschloss, mit welchem der Geschädigte das Fahrrad gesichert hatte, wurde auf unbekannte Art und Weise entfernt. Bei dem Fahrrad handelt es sich um ein graues Cube, Typ Stereo Hybrid 120 TM. Zeugen, die etwas beobachtet haben, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Marbach am Neckar unter Tel. 07144 900-0 in Verbindung zu setzen.

 

Möglingen: Feuerwehreinsatz in der Hohenstaufenstraße

Am Sonntag musste die Freiwillige Feuerwehr Möglingen gegen 20.50 Uhr mit fünf Fahrzeugen und 21 Einsatzkräften in die Hohenstaufenstraße in Möglingen ausrücken. In einem der Mehrfamilienhäuser war es zu einer starken Rauchentwicklung im Kellergeschoss gekommen. Vorsorglich räumte die Feuerwehr das Haus. Die Einsatzkräfte konnte im weiteren Verlauf feststellen, dass in einem der Kellerabteile vermutlich aufgrund eines technisches Defekt ein Kabel durchgeschmort war und eine Stuhl angekokelt hatte. Der hierdurch entstandene Rauch zog durch das gesamte Treppenhaus. Die Feuerwehr führte Belüftungsmaßnahmen durch, so dass die Bewohner letztlich wieder in ihre Wohnungen zurückkehren konnten.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Verkehrsbericht für Ludwigsburg: Welche Straßen diese Woche gesperrt sind

Bauhofstraße
Hier besteht bis Ende Dezember eine Vollsperrung zwischen der Bauhofstraße 39 und 45/1.

Caerphillystraße
Bedingt durch den Erdausbau kommt es hier zu Behinderungen in den Baufeldern.

Frankfurter Straße
Hier besteht bis voraussichtlich Anfang September eine halbseitige Sperrung.

Friedenstraße
Hier besteht voraussichtlich bis Ende Oktober zwischen der Steinbeisstraße und der Daimlerstraße eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten.

Friedrichstraße / Keplerstraße Südseite
Hier steht zwischen der Saarstraße und der Stuttgarter Straße (B 27) bis voraussichtlich Oktober nur noch jeweils eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung.

Friedrichstraße (zwischen B27 und Keplerbrücke – südliche Fahrspur)
Es besteht eine einspurige Verkehrsführung im Baufeld. Die Zu- und Abfahrt aus den Nebenrichtungen ist eingeschränkt oder teilweise nicht möglich.

Heilbronner Straße
Durch die Betoninstandsetzung einer Stützwand wird eine Spur lokal von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr gesperrt.

Kornbeckstraße
Zwischen der Kornbeckstraße 5 und der Max-Holland-Straße bestehen voraussichtlich bis Anfang Oktober halbseitige Sperrungen in den jeweiligen Bauabschnitten.

Liebigstraße
Hier besteht bis Freitag, 27. August, eine Vollsperrung.

Martin-Luther-Straße
Hier besteht voraussichtlich bis Ende September eine halbseitige Sperrung im Bereich zwischen der Gottlob-Molt-Straße und der Asperger Straße, es gilt eine Einbahnregelung in Fahrtrichtung Norden.

Neißestraße – Pregelstraße
Hier besteht bis Ende Dezember eine Vollsperrung für den Fahrverkehr.

Reichenberger Straße
Zwischen der Reichenberger Straße 14 und der Brünner Straße besteht bis voraussichtlich Ende August eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten wegen Verlegung von Gas-/Wasser-/ Fernwärmeleitungen.

Schillerstraße
Die Schillerstraße ist für den Fahrzeugverkehr in Richtung Westen befahrbar. Der Radverkehr bleibt in beide Richtungen aufrechterhalten. Der Fußgängerverkehr wird über den Gehweg auf der Südseite geführt. Diese Verkehrsregelung gilt für die Dauer der Bauarbeiten bis voraussichtlich Ende 2022.

Schlossstraße
Hier kann es bedingt durch das Aufstellen von Filtersäulen zu kurzen Beeinträchtigungen kommen.

Schorndorfer Straße
Zwischen der Schorndorfer Straße 79 und der Neckarstraße steht für den Verkehr jeweils nur eine Fahrspur in jede Richtung zur Verfügung bis voraussichtlich bis Ende Oktober.

Solitudebrücke
Wegen Instandsetzungsarbeiten auf der Brücke ist die gesamte Südseite gesperrt. Eine Umleitung erfolgt im Zuge der Straßenbaumaßnahmen Keplerstraße/Friedrichstraße.

Solitudestraße
Hier besteht bis Ende August eine halbseitige Sperrung.

Untere Gasse
Hier besteht zwischen der Bäckergasse und der Keltergasse voraussichtlich bis Ende September eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten.

Vischerstraße
Zwischen den Gebäuden Vischerstraße 32 und 58 besteht bis Ende September eine Vollsperrung wegen Verlegung von Gas-/Wasser-/Fernwärmeleitungen.

Walckerpark/Untere Kasernenstraße
Durch die Umgestaltung der Walckerparkes/Untere Kasernenstraße ist der Parkplatz Untere Kasernenstraße gesperrt. Im Bereich Bietigheimer Straße, Untere und Obere Kasernenstraße werden Anwohnerparkplätze ausgewiesen.

Weiglestraße
Hier besteht eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten bis voraussichtlich Ende November.

Westrandstraße
Hier kann es zu Behinderungen im Bereich Liebigstraße / Beim Bierkeller kommen. Zudem bestehen Halteverbote in der Wöhlerstraße, Liebigstraße und in der Straße Beim Bierkeller. Es besteht Baustellenverkehr über den Feldweg beim Kleintierzüchterverein Pflugfelden. Es besteht eine halbseitige Sperrung der Straße Beim Bierkeller.

Zentraler Omnibusbahnhof (ZOB) und Westausgang Bahnhof
Hier kommt es zu geringen lokalen Einschränkungen im Fußgängerverkehr.

Zipfelbachsammler (Poppenweiler)
Aufgrund von Kanalsanierungsarbeiten in geschlossener Bauweise kommt es zu geringen Behinderungen auf den Wirtschaftswegen. Die Sanierungsarbeiten erfolgen weitestgehend außerhalb der Bebauung im Zipfelbachtal.

Quelle: Stadt Ludwigsburg

Inzidenz im Landkreis sinkt deutlich

Die kreisweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist am Sonntag deutlich gesunken und liegt wieder unter wichtigen 10er-Schwelle. Das Landratsamt teilte unter Berufung auf Angaben des Kreisgesundheitsamtes mit, dass in den vergangenen sieben Tagen kreisweit der Wert bei 9,4 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner liegt. Am Vortag lag der Wert bei 10,1. Vor genau einer Woche bei 9,4. Das geht aus Zahlen von Sonntagnachmittag hervor, die den Stand des Dashboards vom Landratsamt in Ludwigsburg von 17:00 Uhr vorläufig wiedergeben. (Stand: 25.07.)

Innerhalb 24 Stunden wurden in der Summe 0 Neuinfektionen registriert. (Vorwoche: 3). Die Zahl der Corona-Toten in Kreis Ludwigsburg liegt unverändert bei mindestens 517. Rund 26.430 (+9) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden.

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Screenshot: Landratsamt Ludwigsburg

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 25.07.)

Affalterbach ( 173 | 0 )
Asperg ( 750 | 0 )
Benningen am Neckar ( 252 | 0 )
Besigheim ( 665 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.496 | 0 )
Bönnigheim ( 546 | 0 )
Ditzingen ( 1.222 | 0 )
Eberdingen ( 307 | 0 )
Erdmannhausen ( 188 | 0 )
Erligheim ( 152 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 614 | 0 )
Freudental ( 163 | 0 )
Gemmrigheim ( 261 | 0 )
Gerlingen ( 722 | 0 )
Großbottwar ( 352 | 0 )
Hemmingen ( 322 | 0 )
Hessigheim ( 68 | 0 )
Ingersheim ( 276 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 365 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 867 | 0 )
Kornwestheim ( 2.032 | 0 )
Löchgau ( 295 | 0 )
Ludwigsburg ( 4.944 | 0 )
Marbach am Neckar ( 717 | 0 )
Markgröningen ( 773 | 0 )
Möglingen ( 695 | 0 )
Mundelsheim ( 137 | 0 )
Murr ( 259 | 0 )
Oberriexingen ( 124 | 0 )
Oberstenfeld ( 382 | 0 )
Pleidelsheim ( 309 | 0 )
Remseck am Neckar ( 1.247 | 0 )
Sachsenheim ( 1.024 | 0 )
Schwieberdingen ( 466 | 0 )
Sersheim ( 312 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 485 | 0 )
Tamm ( 434 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 1.496 | 0 )
Walheim ( 143 | 0 )

red

Ludwigsburg lockert Sparbremse und verzichtet auf Erhöhung von Steuern und Gebühren

Von Uwe Roth

Die Stadt Ludwigsburg plant trotz zurückliegender Corona-Lasten für das kommende Jahr keine Erhöhung der Steuer- und Gebühren. Kreditaufnahmen könnte es geben. Aber innerhalb des bereits vom Gemeinderat bewilligten Rahmen. Zusätzliche Schulden sollen so gut wie ausgeschlossen sein. Die Kredite werden für Bauinvestitionen verwendet und nicht zur Finanzierung laufender Geschäfte. Die Stadt sieht vor, zwischen den Jahren 2022 und 2025 über 150 Millionen Euro unter anderem für den Bau von Schulen (Bildungszentrum West) und den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) auszugeben. Das zumindest hat sich die Rathaus-Spitze zum Ziel für 2022 gesetzt. Oberbürgermeister Matthias Knecht und sein Stadtkämmerer Harald Kistler präsentierten in dieser Woche dem Wirtschaftsausschuss die Eckdaten. Diese werden an diesem Mittwoch (28. Juli) im Gemeinderat weiter beraten.

Der eigentliche Entwurf des Haushaltsplans folgt noch. Dieser wird erst Ende des Jahres vom Gemeinderat verabschiedet. In den kommenden Monaten folgen einige Beratungsrunden der Gemeinderäte. Knecht und Kistler wollten nach eigener Aussage in der Sitzung am Dienstag frühzeitig die Reaktion der Fraktionen auf den Eckdaten-Plan testen und gegebenenfalls den Plan-Entwurf anpassen, um die eigentlichen Beratungen im Herbst zu beschleunigen. Tatsächlich haben die Gemeinderäte bereits einige Änderungswünsche angemeldet.

Im ersten Corona-Jahr ist die Verwaltung hart auf die Sparbremse getreten: 15 Millionen Euro sollten auf einen Schlag eingespart werden. 13 Millionen Euro sind es am Ende geworden. Die Sparbremse ist nun laut dem Eckdaten-Papier merklich gelockert. Die Stadt hat sogar vor, bis einschließlich 2025 auf die Ausschüttung der Gewinne ihrer beider kommunalen Unternehmen komplett zu verzichten. Die Stadtwerke und die Wohnbau Ludwigsburg (WBL) sollen ihre Eigenkapitalquote verbessern, so die Begründung für den Geldverzicht. Beide Unternehmen hätten in den kommenden Jahren Großes vor: Die Stadtwerke bauen ihr Fernwärme- und Digitalnetz aus. Die WBL investiert kräftig in den Neubau von Wohnungen. Auch die Vereine haben die Sparbremse heftig zu spüren bekommen. Die Zuschüsse wurden pauschal um zehn Prozent gekürzt. Wie hoch ein Zuschuss der Stadt für einen Verein und seine Arbeit sinnvoll ist, will die Verwaltung künftig individuell prüfen. Vereine, die stark kommerzialisiert sind, müssten eventuell damit rechnen, dass die Kürzung nicht zurückgenommen wird, deutete ein Gemeinderat an.

Verzicht von Einnahmen auf der einen Seite – Mehrausgaben auf der anderen: Das Blühende Barock war wegen der Pandemie lange geschlossen und hatte keine Einnahmen. Zum Ausgleich muss die Stadtkasse mit 400 000 Euro einspringen. Ebenso viel Geld kommt vom Land, mit dem sich Ludwigsburg die Ein- und Ausgaben der immerwährenden Gartenschau teilt. Fehlende Einnahmen der städtischen Veranstaltungsstätten wie das Forum am Schlosspark oder die MHP-Halle belasten ebenso den Haushalt. Der Betrieb ist ein Zuschussgeschäft in Höhe von acht Millionen Euro im Jahr.

Die Stadt ist entgegen ihrer eigenen Erwartung bislang finanziell glimpflich durch die Pandemie gekommen. Statt des für 2020 prognostizierten Minus von 21 Millionen Euro waren es am Ende rund 2,9 Millionen Euro. Das ist nicht allein darauf zurückzuführen, dass wegen des Lockdowns die Bauinvestition schrumpfte oder die Unternehmen rund sieben Millionen Euro mehr Gewerbesteuer abgeliefert haben als kalkuliert. Das hat vor allem mit den Zuschüssen von Bund und dem Land von insgesamt rund 23 Millionen Euro zu tun. Hätte es dieses Geld von außen nicht gegeben, läge das kommunale Defizit im vergangenen Jahr bei etwa 26 Millionen Euro, so der Stadtkämmerer. Auf weiteres Geld darf die Stadt jedoch nicht hoffen, egal ob eine vierte Welle kommt oder noch weitere folgen. Die Landesregierung hat der Stadt schriftlich mitgeteilt, dass aus dem Landeshaushalt keinerlei Corona-Hilfen mehr zu erwarten seien.

Die Stadtverwaltung möchte sich trotz aller Zuversicht bezüglich weiterer Kreditaufnahmen eine Hintertüre offenhalten. So soll sich der Gemeinderat darauf verständigen, bis zum Jahr 2025 eine Pro-Kopf-Verschuldung von maximal 950 bis 1000 Euro zuzulassen. Das aufgenommene Geld dürfe ausschließlich für Vorhaben ausgegeben werden, die „von großer Bedeutung für die Stadtgesellschaft“ seien, heißt es in der Vorlage. Derzeit liegt die Verschuldung bei 250 Euro je Einwohner. Die CDU kündigte an, einer Vervierfachung auf keinen Fall zuzustimmen. 750 Euro pro Kopf seien das maximal Zuträgliche, so der Kompromissvorschalg. Am Ende vereinbarten die Ausschussmitglieder, keine Obergrenze setzen zu wollen, sondern sich auf „einen generationengerechten Haushalt“ zu verständigen. Der CDU ist diese Formulierung zu lasch und kündigte Änderungsanträge an beziehungsweise die Drohung, dem Haushalt nicht zustimmen zu wollen.