Mehr als eine Million Menschen nach Deutschland geflüchtet – Städte fordern mehr Unterstützung

ANZEIGE

Vor Beginn der Herbsttagung der Innenminister von Bund und Ländern hat der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, mehr Hilfe bei der Unterbringung von Flüchtlingen von den Bundesländern gefordert. “Je länger der Krieg dauert, desto mehr Menschen werden aber auch das Land verlassen müssen und können vorerst kaum zurück in ihre Heimat”, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Deshalb müssten die Städte umgehend einbezogen werden, wenn Bund und Länder über Fluchtbewegungen und Lagebilder sprechen.

“Auch wenn niemand die Zukunft vorhersagen kann, wir brauchen Planungsgrundlagen, damit Container aufgestellt, Betten gekauft und Zeltstädte errichtet werden können. Und die Länder müssen die Plätze in ihren eigenen Aufnahmeeinrichtungen deutlich aufstocken und zusätzliche dauerhafte bezugsfertige Unterkünfte errichten.” Zudem hob Dedy hervor: “Bund und Länder sollten sich auch verständigen, wie die langfristige Integration finanziert werden soll und dürfen das nicht verschlafen. Wir brauchen zusätzliche Kitaplätze, mehr Schulen und Wohnraum. Diese Investitionen müssen die Städte jetzt planen. Notwendig sind konkrete Finanzierungszusagen.”

Seit Kriegsbeginn im Februar sind mehr als eine Million Menschen aus der Ukraine nach Deutschland geflohen. Am Mittwoch beginnt in München die Herbstkonferenz der Innenminister, zu der auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) als Gast anreisen will.

ANZEIGE

red