Eltern mit größeren Zukunftssorgen

ie Zukunftssorgen der Eltern sind mit der Corona-Pandemie gewachsen. Laut der Studie „Familien in der Krise“ der pronova BKK haben Mütter und Väter die größte Angst vor einer Erkrankung ihres Kindes (35 Prozent). Danach folgen Sorgen angesichts der Folgen von Umweltverschmutzung und Klimawandel (29 Prozent). Neu ist an dritter Stelle die Angst vor weiteren Pandemien oder einer neuen Corona-Welle (26 Prozent). Weit verbreitet ist zudem die Sorge um die Bildungschancen der Kinder (ebenfalls 26 Prozent).

Infektions-Wellen und Lockdown-Maßnahmen mit geschlossenen Schulen und Kitas haben bei den Eltern neue Sorgen wachsen lassen, besonders um die Bildungschancen der Kinder. Gut ein Viertel der Befragten fürchtet sich vor neuen Virus-Wellen wie auch vor Bildungslücken.

Mit der Pandemie-Erfahrung haben sich die Befürchtungen der Eltern verschoben. Das zeigt ein Vergleich mit den früheren Familienstudien der pronova BKK, für die seit 2015 alle zwei Jahre Eltern mit Kindern unter zehn Jahren befragt wurden.

Trieben Befürchtungen mit Blick auf den Klimawandel im Jahr 2019 noch 38 Prozent um, fühlen sich 2021 nur noch 28 Prozent der Eltern mit Kindern unter zehn Jahren hierdurch am stärksten betroffen. Dabei hatte der Klimawandel den Familienstudien seit 2015 zufolge zunehmend Zukunftsängste ausgelöst: 2017 war der Anteil der besorgten Eltern von 23 Prozent auf 28 Prozent angewachsen und hatte in den folgenden zwei Jahren sogar einen Sprung um zehn Prozentpunkte gemacht.

Geldsorgen haben in den vergangenen Jahren abgenommen. In den früheren Familienstudien zählte die Sorge um die finanzielle Absicherung der Liebsten regelmäßig zu den Top drei, verlor aber kontinuierlich an Bedeutung. 2015 beunruhigte die finanzielle Lage jeden Zweiten, 2019 nur noch etwa jeden Dritten, in diesem Jahr jeden Vierten mit Kindern unter zehn.

Andreas Reiners / glp

Die Influenza im Blick

Die Corona-Impfung ist zwar nach wie vor in aller Munde. „Trotzdem ist es im Herbst Zeit, auch an die Grippeschutzimpfung zu denken“, heißt es bei der Krankenkasse KKH. Der Pieks biete den besten Schutz gegen die ‚echte‘ Grippe, auch Influenza genannt.

Im vergangenen Winterhalbjahr, in dem die Corona-Pandemie begann, haben sich erheblich mehr Menschen gegen Grippe impfen lassen als in der Wintersaison 2019/2020. Das zeigt eine Datenerhebung der KKH. So entschieden sich deutschlandweit mehr als 300.000 KKH-Versicherte für die Impfung gegen diese schwere Infektionskrankheit und damit rund jeder sechste (plus 14 Prozent). Frauen haben hier deutlich die Nase vorn.

Bemerkenswert: Von den über 60-Jährigen ließen sich rund acht Prozent mehr impfen. „Das ist eine erfreuliche Steigerung“, sagt KKH-Apotheker Sven Seißelberg, „denn laut Ständiger Impfkommission wird über 60-Jährigen die Grippeschutzimpfung ohnehin empfohlen, da das Immunsystem im Alter anfälliger ist und die Grippe häufig schwerer verläuft.“ Unter den Jüngeren ließen sich sogar rund 36 Prozent mehr Menschen impfen als im Winterhalbjahr davor. „Hier wirkt sich der Corona-Effekt aus“, ist sich Sven Seißelberg sicher. „Wegen der schweren Covid-19-Fälle war die Versorgungssituation in vielen Krankenhäusern angespannt. Eine Corona-Impfung gab es noch nicht. Das hat viele aus Vorsicht dazu bewogen, sich wenigstens vor einer Grippe zu schützen.“

Auch für die kommenden Monate rechnet die Krankenkasse mit einer hohen Impfquote. Wer sich impfen lässt, mindert sein Erkrankungsrisiko und entlastet so indirekt das Gesundheitswesen – insbesondere für den Fall einer schweren Grippewelle parallel zu einer möglicherweise erneut angespannten Corona-Situation in Kliniken.

Rudolf Huber / glp