Fast 70 Prozent wollen Isolationspflicht beibehalten

Eine Mehrheit der Deutschen möchte, dass auch in Zukunft für Corona-Infizierte eine Pflicht zur Isolation gilt. Das geht aus einer Infratest-Umfrage für den ARD-„Deutschlandtrend“ hervor. Nach den aktuellen Regeln müssen diese sich nach einem positiven Test für fünf Tage zu Hause isolieren.

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69 Prozent der Deutschen wollen laut Erhebung an dieser Regelung festhalten. Mehr als jeder Vierte (28 Prozent) spricht sich dagegen für eine Aufhebung der Isolationspflicht aus. Mehrheitlich für ein Festhalten an der Isolationspflicht sprechen sich sowohl Anhänger der Grünen (85 Prozent) als auch der SPD (82 Prozent), von CDU/CSU (69 Prozent) sowie der FDP (55 Prozent) aus.

Unter den AfD-Anhängern spricht sich dagegen eine leichte Mehrheit (58 Prozent) dafür aus, die Isolationspflicht zu kippen. Eine knappe Mehrheit der Deutschen (53 Prozent) hält die derzeit geltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für angemessen. Für jeweils 22 Prozent gehen die Corona-Maßnahmen nicht weit genug bzw. zu weit.

Für die Erhebung befragte Infratest insgesamt 1.313 Personen vom 1. bis 3. August 2022.

red

RKI meldet rund 78700 Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Dienstagmorgen vorläufig 78.698 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 23 Prozent oder 24.000 Fälle weniger als am Dienstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 389,3 auf heute 381,5 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

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Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 1.409.400 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 265.300 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 170 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 878 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 125 Todesfällen pro Tag (Vortag: 126).

Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 145.028. Insgesamt wurden bislang 31,31 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Hospitalisierungsinzidenz sinkt auf 5,35

Die bundesweite Hospitalisierungsrate für Corona-Infizierte ist weiter gesunken. Das RKI meldete am Dienstagmorgen zunächst 5,35 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen (Montag ursprünglich: 5,79, Dienstag letzter Woche ursprünglich 6,16). Am höchsten ist die Hospitalisierungsinzidenz laut der vorläufigen Daten in Mecklenburg-Vorpommern (10,68).

Dahinter folgen Brandenburg (8,26), Sachsen-Anhalt (8,03), Thüringen (7,36), Saarland (6,91), Nordrhein-Westfalen (6,57), Schleswig-Holstein (6,46), Bayern (5,74), Hessen (5,40), Rheinland-Pfalz (5,10), Sachsen (3,92), Berlin (3,77), Baden-Württemberg (3,41), Niedersachsen (3,10), Hamburg (3,08) und Bremen (2,21). In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit vorläufig bei 4,76, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 0,73, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 2,16, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 2,39, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 7,99 und bei den Über-80-Jährigen bei 27,88 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner.

red