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Grünes Licht für Auto-Fusion von PSA und FCA

Die Autokonzerne PSA und FCA fusionieren. Dies haben nun die obersten Gremien beschlossen. Wörtlich heißt es: “Der Aufsichtsrat von Peugeot S.A. und der Vorstand von Fiat Chrysler (FCA) haben jeweils einstimmig zugestimmt, auf eine vollständige Zusammenlegung ihrer jeweiligen Unternehmen im Wege einer 50/50-Fusion hinzuarbeiten.”

Der Plan, das PSA- und das FCA-Geschäft zusammenzulegen, verfolgt das Ziel, einen Branchenführer zu schaffen, der über Know-how und Ressourcen verfügt, die neuen Herausforderungen künftiger Mobilität zu bewältigen. Mit dem vorgeschlagenen Zusammenschluss würde der weltweit viertgrößte Erstausrüster in (Absatz: 8,7 Mio. Fahrzeuge) mit einem Umsatz von fast 170 Milliarden Euro und einem Betriebsergebnis von mehr als 11 Milliarden Euro entstehen.

Der sich aus der Transaktion ergebende Wertzuwachs wird auf jährlich rund 3,7 Mrd. Euro geschätzt. Ergeben soll sich dies hauptsächlich aus einer effizienteren Nutzung von Ressourcen für alle möglichen Investitionen in Fahrzeugplattformen, Antriebsstrang und Technologie sowie aus den damit verbundenen verbesserten Einkaufsmöglichkeiten. Werksschließungen seien in diese Effizienz-Prognose nicht einberechnet, heißt es in einer Mitteilung von PSA.

Laut Prognose werden 80 Prozent der Synergien nach vier Jahren erreicht. Die einmaligen Gesamtkosten für das Erreichen der Synergien werden auf 2,8 Milliarden Euro geschätzt. Die Aktionäre jeder Gesellschaft würden 50 Prozent des Eigenkapitals der neu zusammengeschlossenen Gruppe besitzen und daher zu gleichen Teilen von den Vorteilen profitieren, die sich aus dem Zusammenschluss ergeben.

Lars Wallerang

Bußgeld beim Brötchenholen

Nur zwei, drei Minuten für den Einkauf beim Bäcker oder am Kiosk – da wird schon nichts passieren! Diese lockere Einstellung beim Autoabstellen in zweiter Reihe oder im Halteverbot kann ins Auge gehen – mit Folgen für die Verkehrssicherheit, aber auch für den Geldbeutel und fürs Flensburger Punktekonto.

“Schon ein kurzer Halt kann teuer werden”, warnen die Verkehrsexperten der Dekra. Schließlich wurden durch die am 28. April 2020 in Kraft getretene Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) die Bußgelder auch für einige Halt- und Parkverstöße drastisch angehoben.

Wer in der zweiten Reihe hält, für den können statt bisher 15 Euro jetzt bis zu 100 Euro Bußgeld und ein Punkt im Flensburger Fahreignungsregister fällig werden. Im Kreuzungs- und Einmündungsbereich, vor abgesenkten Bordsteinen, vor und hinter Bahnübergängen, vor und hinter Bushaltestellen oder im Bereich von Fußgängerüberwegen schreibt die StVO ein generelles Parkverbot fest.

Wer hier stoppt, sollte laut Dekra wissen, dass Halten sehr schnell in Parken übergeht. “Wer sein Fahrzeug verlässt oder länger als drei Minuten hält, der parkt”, so der entsprechende Paragraf. Und das kostet 20 Euro, wenn andere behindert werden 35 Euro.

Im eingeschränkten Halteverbot darf das Fahrzeug bis zu drei Minuten halten, unabhängig davon, ob es sich um Ein- oder Aussteigen, Be- oder Entladen oder den Brötchen- oder Zeitungskauf handelt. Der Fahrer darf das Fahrzeug innerhalb dieser Zeit kurz verlassen. Bei Verstößen sind auch hier bis zu 35 Euro zu berappen.

Überhaupt keine gewollte Fahrtunterbrechung ist dagegen im absoluten Halteverbot erlaubt. Als Ausnahmen gelten lediglich eine entsprechende Verkehrslage oder ausdrückliche Anweisungen der Polizei. Auch auf Radwegen und Radfahrstreifen ist das Halten oder Parken für Kraftfahrzeuge grundsätzlich untersagt.

Rudolf Huber