Herz-Transplantation in USA: Erstmals Schweineherz für einen Menschen eingesetzt

US-Medizinern ist es nach eigenen Angaben erstmals gelungen, das Herz eines genetisch manipulierten Schweines bei einem Menschen einzupflanzen. Ein 57-jähriger Patient bekam das Schweineherz bereits am Freitag in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland während einer achtstündigen Operation, wie am Montag bekannt wurde. Der Mann habe unter einer lebensbedrohlichen Erkrankung des Herzens gelitten, hieß es.

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Am Montag sei es dem Patienten gut gegangen, meldeten die Mediziner. „Das Herz arbeitet normal“, sagte Bartley Griffith von der University of Maryland. „Wir sind begeistert, aber wir wissen nicht, was morgen passieren wird.“

Allein in den USA bekamen rund 3.800 Patienten im letzten Jahr ein Spenderherz von einem anderen Menschen – die Nachfrage ist aber weit höher. Ähnlich hierzulande: In Deutschland wurden in 2020 nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) 339 Herzen transplantiert, gleichzeitig kamen 528 neue Patienten dazu, die eigentlich dringend eines benötigen. Zum Stichtag 31. Dezember 2020 standen dann insgesamt 700 Patienten auf der Warteliste für eine Herztransplantation.

Seit Jahren arbeiten Wissenschaftler daran, Schweine so zu modifizieren, dass deren Organe vom menschlichen Körper nicht abgestoßen werden.

red / dts

Krankenhäuser beobachten keine generelle Kündigungswelle wegen Impfpflicht

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) beobachtet derzeit keine gestiegenen Kündigungszahlen bei medizinischem Personal, nachdem die berufsbezogene Impfpflicht eingeführt wurde. „Aktuell haben uns noch keine Meldungen aus den Krankenhäusern zu möglichen Kündigungen aufgrund der ab 15. März geltenden Impfpflicht erreicht“, sagte der DKG-Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß der „Rheinischen Post“ (Dienstag). Die Impfquote in den Krankenhäusern sei bundesweit mit mehr als 90 Prozent sehr hoch.

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„Aber es gibt regionale Unterschiede und wir können nicht ausschließen, dass es an einzelnen Standorten auch zu Problemen kommen kann. Die Krankenhausträger setzen deshalb in diesen Tagen alles daran, noch Aufklärungs- und Informationsarbeit zu leisten, um möglichst viele Beschäftigte für eine Impfung zu gewinnen“, sagte Gaß.

red / dts