Indonesien: 125 Tote bei Massenpanik nach Fußballspiel

In Indonesien sind am Samstag mindestens 125 Menschen bei einer Massenpanik nach einem Fußballspiel ums Leben gekommen. Mindestens 180 weitere seien verletzt worden, teilten die lokalen Behörden mit. Der Vorfall ereignete sich im Anschluss an ein Spiel der Vereine Arema FC und Persebaya Surabaya in der indonesischen Provinz Ostjava.

Anhänger der unterlegenen Heimmannschaft Arema hatten das Spielfeld gestürmt – als die Polizei Tränengas einsetzte, brach die Massenpanik aus. 34 Menschen starben Polizeiangaben zufolge noch auf dem Spielfeld. Sie wurden teilweise zu Tode getrampelt.

Die weiteren Opfer erlagen später in Krankenhäusern ihren Verletzungen. Insgesamt sollen etwa 3.000 Menschen den Platz gestürmt haben. Im Stadion waren 42.000 Zuschauer, obwohl offenbar nur 38.000 zugelassen waren.

red

Bewaffnete Reichsbürger: Bundesweite Großrazzia wegen möglicher Umsturzpläne

Der Generalbundesanwalt ist am Mittwochmorgen bundesweit gegen eine bewaffnete Gruppe aus dem „Reichsbürger“-Milieu vorgegangen. Die Gruppierung soll geplant haben, die staatliche Ordnung gewaltsam zu beseitigen und mit Waffengewalt einen Umsturz herbeizuführen, berichten NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“. Sie soll auch Zugang zu Waffen gehabt haben.

Bei den Razzien durchsuchten seit dem frühen Morgen Tausende Einsatzkräfte mehr als 130 Häuser, Wohnungen und Büros in elf Bundesländern. 51 Personen gelten nach Informationen der drei Medien bislang als Beschuldigte, für 25 soll es einen Haftbefehl geben. Bundesweit rückten Polizeieinheiten, darunter GSG9-Spezialkräfte der Bundespolizei, an.

Zuvor hatten das Bundeskriminalamt (BKA), mehrere Landeskriminalämter und Verfassungsschutzbehörden umfangreiche Ermittlungen geführt. Beim BKA laufen die Ermittlungen nach Informationen von WDR, NDR und SZ unter dem Namen „Schatten“. Zahlreiche Telefone wurden demnach überwacht, Personen observiert und deren Aktivitäten im Internet verfolgt.

Die Ermittlungen der Sicherheitsbehörden hatten im Frühjahr dieses Jahres nach ersten Hinweisen des Landesamtes für Verfassungsschutz in Hessen begonnen. Ein adliger Unternehmer aus Frankfurt gilt als Hauptbeschuldigter.

red