Jeder Zweite folgt Influencern in sozialen Medien

Die Hälfte der Nutzer sozialer Medien in Deutschland (50 Prozent) folgt sogenannten Influencern im Netz. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Unter den jungen Menschen zwischen 16 und 29 Jahren sind es demnach sogar 81 Prozent, die Beiträge der Social-Media-Stars abonniert haben.

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57 Prozent sind es bei den 30- bis 49-Jährigen. Unter den über 50-Jährigen (25 Prozent) sowie über 65-Jährigen (21 Prozent) sind es deutlich weniger. 71 Prozent der Nutzer, die entsprechende Kanäle abonniert haben, folgen Influencern aus den Bereichen Mode.

Dahinter folgen die Bereiche Wohnen & Design (62 Prozent), Kosmetik & Make-Up (49 Prozent), Reisen (45 Prozent) oder Fitness & Sport (42 Prozent). 40 Prozent interessieren sich auch für Promis, die ihr Privatleben in den sozialen Medien teilen. Das Thema Ernährung & Gesundheit ist für 38 Prozent interessant.

40 Prozent der Follower haben schon einmal einen Beitrag von Influencern geteilt. 37 Prozent haben einen Rabattcode genutzt und 29 Prozent einen Beitrag kommentiert. Mehr als ein Viertel (27 Prozent) hat schon einmal ein Produkt auf Empfehlung eines Influencers gekauft.

Den allermeisten Nutzern sozialer Netzwerke (92 Prozent) ist dabei bewusst, dass Influencer ihr Geld damit verdienen, für Produkte zu werben. Zwei Drittel (67 Prozent) finden aber auch, dass Werbung und gesponserte Produkte als solche gekennzeichnet sein sollten. Für die Erhebung befragte Bitkom Research im Januar 2022 telefonisch 1.005 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 599 Nutzer sozialer Netzwerke.

red / dts

Einheitliches Ladekabel kommt bis Ende 2024

Das EU-Parlament hat den Weg zur Einführung einer einheitlichen Ladelösung für Mobiltelefone, Tablets und andere elektronische Geräte freigemacht. 602 Abgeordnete stimmten am Dienstag für eine entsprechende Richtlinie. 13 Parlamentarier stimmten dagegen, acht enthielten sich.

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Die neuen Regeln sehen vor, dass die meisten mobilen elektronischen Geräte bis Ende 2024 mit einem USB-Typ-C-Ladeanschluss ausgestattet sein müssen. Damit sollen unter anderem Elektronikabfälle reduziert werden. Die neuen Verpflichtungen sollen dazu führen, dass mehr Ladegeräte wiederverwendet werden.

Kritik kam am Dienstag aus der IT-Branche. „Die politische Festlegung auf einen technischen Standard wird vor allem Innovationen bremsen“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Lobbyverbandes Bitkom, Bernhard Rohleder. Das laufe dem Grundsatz der Technologieoffenheit zuwider.

„Weil wohl kein Hersteller allein für den europäischen Markt eine Sonderlösung produziert, heißt der faktisch weltweite Standard für Ladekabel ab 2024 USB-C.“ Innovationen etwa bei Ladedauer oder Datenübertragung würden damit „politisch ausgebremst“.

red