Lauterbach: Lockdown nur bei neuer gefährlicher Variante

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat den Entwurf für das Infektionsschutzgesetz gegen Kritik verteidigt und einen Lockdown weitgehend ausgeschlossen. Es gehe nicht darum, wer sich durchgesetzt habe, sagte er „RTL Direkt“. Man habe ein gemeinsames Produkt entwickelt.

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Es handele sich um ein „relativ simples Konzept“ in zwei Stufen: „Ab dem 1.10. kann man vereinfachend sagen gilt überall die Maskenpflicht in Innenräumen“, so Lauterbach, „plus eben in den Bars, Restaurants, Cafés, kann man, wenn man frisch geimpft ist oder frisch genesen, die Maske abnehmen.“ Einiges werde der Bund umsetzen, wie die Homeoffice-Pflicht, anderes liege bei den Ländern: „Dass da Flickenteppich kommt, hoffe ich nicht, wir arbeiten mit den Ländern zusammen, dass sie das Maximum nutzen, das wir anbieten.“ Auf die Frage, ob erneute Lockdowns ausgeschlossen seien, sagte Lauterbach: „Lockdowns schließen wir aus, es sei denn es kommt eine ganz neue, gefährliche Variante. Aber dann kämen wir auch wieder in den Notstand, wenn man so will. Dieser Notstand bringt dann wieder alle Regeln, einschließlich Lockdown und auch Schließungen mit, aber das sehen wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht.“ Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, begrüßte die Pläne der Bundesregierung.

„Durch die festgelegten Basismaßnahmen sowie die erweiterten Möglichkeiten für die Länder, auf ein verstärktes Infektionsgeschehen reagieren zu können, wird der Instrumentenkasten zur Pandemiebekämpfung wieder besser bestückt sein“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). „Durch die wieder verfügbaren Instrumente kann auf eine mögliche Herbstwelle besser reagiert werden.“ Landsberg sagte weiter: „Gut ist, dass auch neue Indikatoren für die Bewertung des Pandemiegeschehens, wie etwa das Abwassermonitoring, eingeführt werden und es den Ländern bei Vorliegen einer konkreten Gefahr für die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems ermöglicht wird, weitere Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung zu erlassen.“

red

Deutlich weniger Corona-Fälle im Landkreis Ludwigsburg

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Dienstagmorgen bundesweit vorläufig 78.698 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 23 Prozent oder 24.000 Fälle weniger als am Dienstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 389,3 auf heute 381,5 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.. (09.08.22)

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Hospitalisierungsinzidenz sinkt auf 5,35

Die bundesweite Hospitalisierungsrate für Corona-Infizierte ist weiter gesunken. Das RKI meldete am Dienstagmorgen zunächst 5,35 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen (Montag ursprünglich: 5,79, Dienstag letzter Woche ursprünglich 6,16). Am höchsten ist die Hospitalisierungsinzidenz laut der vorläufigen Daten in Mecklenburg-Vorpommern (10,68).

Dahinter folgen Brandenburg (8,26), Sachsen-Anhalt (8,03), Thüringen (7,36), Saarland (6,91), Nordrhein-Westfalen (6,57), Schleswig-Holstein (6,46), Bayern (5,74), Hessen (5,40), Rheinland-Pfalz (5,10), Sachsen (3,92), Berlin (3,77), Baden-Württemberg (3,41), Niedersachsen (3,10), Hamburg (3,08) und Bremen (2,21). In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit vorläufig bei 4,76, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 0,73, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 2,16, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 2,39, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 7,99 und bei den Über-80-Jährigen bei 27,88 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner.

Und so sehen die Corona-Zahlen im Landkreis Ludwigsburg aus: 

Das Gesundheitsamt Ludwigsburg hat am Dienstagnachmittag in der Summe vorläufig 205 neue Corona-Fälle gemeldet. Vor genau einer Woche wurden 919 Fälle registriert. Die Inzidenz liegt laut dem Landratsamt bei 222,4 (Vorwoche: 344,1). Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt unverändert bei mindestens 724. (Stand: 09.08..22 – 16Uhr)

Der Hospitalisierungswert im Landkreis lag am Montagnachmittag bei 3,4. Am vergangen Dienstag lag der Wert bei 4,9. Die Zahl der Intensivpatienten steigt laut dem Gesundheitsamt zum Vortag um 6 auf 123. (Stand: 08.08.22.)

Bestätigte Fälle nach Gemeinde ( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 1.735 | 3 )
Asperg ( 4.852 | 11 )
Benningen am Neckar ( 2.207 | 2 )
Besigheim ( 4.896 | 10 )
Bietigheim-Bissingen ( 16.660 | 26 )
Bönnigheim ( 3.217 | 6 )
Ditzingen ( 9.119 | 19 )
Eberdingen ( 2.309 | 5 )
Erdmannhausen ( 1.825 | 5 )
Erligheim ( 992 | 1 )
Freiberg am Neckar ( 5.472 | 8 )
Freudental ( 987 | 5 )
Gemmrigheim ( 1.891 | 7 )
Gerlingen ( 6.390 | 22 )
Großbottwar ( 3.064 | 7 )
Hemmingen ( 3.013 | 9 )
Hessigheim ( 951 | 6 )
Ingersheim ( 2.251 | -1 )
Kirchheim am Neckar ( 2.594 | 9 )
Korntal-Münchingen ( 7.263 | 13 )
Kornwestheim ( 12.791 | 35 )
Löchgau ( 2.041 | 0 )
Ludwigsburg ( 33.689 | 51 )
Marbach am Neckar ( 5.855 | 25 )
Markgröningen ( 4.749 | 9 )
Möglingen ( 4.120 | 12 )
Mundelsheim ( 1.208 | 5 )
Murr ( 2.367 | 4 )
Oberriexingen ( 1.017 | 4 )
Oberstenfeld ( 2.759 | 16 )
Pleidelsheim ( 2.312 | 5 )
Remseck am Neckar ( 9.909 | 33 )
Sachsenheim ( 6.172 | 15 )
Schwieberdingen ( 4.591 | 7 )
Sersheim ( 1.686 | 4 )
Steinheim an der Murr ( 4.353 | 17 )
Tamm ( 4.103 | 6 )
Vaihingen an der Enz ( 10.682 | 26 )
Walheim ( 1.186 | 1 )

red