Mobilfunk wird teurer: Telefónica kündigt deutliche Preiserhöhungen an

München – Der Mobilfunkanbieter Telefónica Deutschland hat erhebliche Preiserhöhungen angekündigt. Die Grundpreise für Neukunden sollen im Mobilfunk bei allen Tarifen von Konzernmarken wie O2 oder Blau im Frühjahr um bis zu zehn Prozent steigen, berichtet das „Handelsblatt“. Markus Haas, Vorstandschef von Telefónica Deutschland, sagte der Zeitung: „Mehr Leistung zum selben Preis ist – anders als früher – nicht mehr möglich.“

ANZEIGE

Dafür seien etwa die nötigen Investitionen in den Netzausbau zu hoch. Parallel werden Haas zufolge die Inklusivleistungen „verbessert“. Es gehe nicht „um platte Preisaufschläge“, sagte er.

Beginnen werde man in Kürze bei den Prepaid-Angeboten. Haas` Ankündigung markiert eine Trendwende. Andere Mobilfunkanbieter könnten sich bald zu ähnlichen Anpassungen entschließen.

Die Deutsche Telekom teilte dem „Handelsblatt“ mit, sich hinsichtlich möglicher Preiserhöhungen „alle Optionen“ offen zu halten. Vodafone lehnte eine Stellungnahme ab. Die Telekommunikationsbranche ist vor allem von steigenden Strom- und Lohnkosten sowie höheren Aufwendungen für den Ausbau ihrer Netzinfrastruktur betroffen.

red

Vereinfachtes Kündigungsrecht beim Internetwechsel: Jeder Zweite nutzt es

Viele Verbraucher machen von dem vereinfachten Kündigungsrecht beim Internetwechsel Gebrauch. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf eine Umfrage eines Vergleichsportals. Demnach gaben rund 48 Prozent der Befragten an, dass sie die monatliche Kündigungsmöglichkeit bewusst genutzt hätten, um schneller aus ihrem Vertrag herauszukommen.

ANZEIGE

56,5 Prozent gaben an, dass sie von den Änderungen des Telekommunikationsgesetzes im Dezember 2021 gehört hätten. Je höher das Einkommen und das Alter, desto mehr Verbraucher hatten laut der Umfrage Kenntnis von dem neuen Gesetz. Deutliche Unterschiede gibt es zwischen den Geschlechtern.

Während rund 63 Prozent der Männer das neue Kündigungsrecht kannten, waren es bei den Frauen nur rund 50 Prozent. Insgesamt gaben rund 52 Prozent der Befragten an, in den vergangenen beiden Jahren ihren Internetanschluss gewechselt zu haben. Die Novelle des Telekommunikationsgesetzes war am 1. Dezember 2021 in Kraft getreten.

Seitdem ist es Verbrauchern möglich, ihren Vertrag mit einmonatiger Frist zu kündigen, wenn sich dieser nach Ablauf der Laufzeit automatisch verlängert hatte.

red