Polizisten gefährdet: Beamte ziehen 73-Jährigen Porsche-Fahrer aus dem Verkehr

Mit der Beschlagnahme seines Führerscheines endete für einen 73 Jahre alten Mann am Sonntagabend in Marbach am Neckar die Fahrt mit seinem Porsche.

Mehrere Beamte des Polizeireviers Marbach am Neckar befanden sich gegen 22.00 Uhr im Bereich einer Bushaltestelle in der Ludwigsburger Straße und führten Kontrollmaßnahmen durch. Während zwei 53 und 40 Jahre alte Polizisten gerade im Begriff waren eine Kontrolle durchzuführen, hörten sie wie sich ein weiterer PKW, der in Fahrtrichtung Ludwigsburg unterwegs, offenbar zügig näherte. Beide Beamten standen zu diesem Zeitpunkt auf der Fahrbahn. Der 53-Jährige gab dem heranfahrenden PKW-Lenker mittels Anhaltekelle und einer Taschenlampe Anhaltezeichen. Doch der Fahrer verminderte seine Geschwindigkeit nicht. Stattdessen fuhr er an den Polizisten vorbei, die sich währenddessen an das Fahrzeug drückten, das sich gerade in der Kontrolle befand. Nachdem der Porsche vorbeigefahren war, nahmen die beiden Polizisten die Verfolgung auf und konnten den 73 Jahre alten Fahrer wenig später stoppen. Er gab an, die Kontrollstelle, die durch zwei Streifenwagen mit eingeschaltetem Warnblinklicht sowie zusätzlichen, fahrzeugeigenen Ausleuchtescheinwerfern abgesichert war, nicht bemerkt zu haben.

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Es konnten keine Anzeichen für eine Beeinflussung durch Alkohol, Drogen oder Medikamente festgestellt werden. Gegen den 73-Jährigen wird nun wegen Straßenverkehrsgefährdung ermittelt.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Update zu Tötungsdelikt: Mutter tötet ihre zwei Kinder und begeht Suizid

Noch ungeklärt sind die näheren Umstände eines mutmaßlichen zweifachen Tötungsdelikts mit anschließendem Suizid, das sich am Dienstag in Vaihingen an der Enz zugetragen hat.

Gegen 11:00 Uhr wurde eine Polizeistreife von einer Joggerin informiert, nachdem sie neben der Holzgartenstraße an der Enz mehrere Kleidungsstücke, abgestellte Schuhe und einen Rucksack mit den Ausweispapieren einer 28-jährigen Frau und ihrer beiden drei und sieben Jahre alten Kinder aufgefunden hatte. Die Polizei leitete daraufhin umgehend eine groß angelegte Suchaktion ein, die von einem Polizeihubschrauber sowie von Einsatzkräften der Feuerwehr Vaihingen/Enz, des DRK und der DLRG unterstützt wurde. Im Verlauf der Suche konnten die Frau und ihre beiden drei und sieben Jahre alten Töchter nur noch tot aus der Enz geborgen werden. Die eritreische Familie mit anerkanntem Flüchtlingsstatus war bisher in einer städtischen Unterkunft in Vaihingen/Enz untergebracht. Der Nachzug des Vaters hatte sich zuletzt aufgrund der Pandemie verzögert.

Die Kriminalpolizei Ludwigsburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Bislang haben sich keine Hinweise auf eine mögliche Einwirkung Dritter ergeben.

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red