Schön über Nacht – wie es wirklich geht

Schön über Nacht ist nicht nur ein Traum, denn das geht wirklich. In der aktuellen Ausgabe gibt das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ Tipps, wie man den Körper dabei unterstützen kann, nachts sein volles Beauty-Potenzial zu entfalten.

Bereits am Abend geht es mit einem „Absacker“ los – aber ohne Alkohol! Besser sind beruhigende Kräutertees mit Lavendel, Kamille oder Passionsblume aus der Apotheke. Oder eine ayurvedische Gewürzmilch, die man ganz einfach selber machen kann: einen halben Teelöffel mit Kardamom, Kurkuma und einem Hauch Muskatnuss in 200 Milliliter Milch geben, aufkochen und eine Stunde vor dem Schlafengehen warm trinken.

Wichtig vor dem Schlafengehen ist auch die richtige Reinigung. Denn Reste von Make-up, Sonnenschutz oder Schadstoffe können zu Rötungen und Pickeln führen. Auch eine Nachtcreme unterstützt die Haut in ihren nächtlichen Reparaturprozessen. Muss es dafür wirklich nachts eine eigene Creme sein? „Nachtcremes sind meist reichhaltiger, da die Haut nachts besser Feuchtigkeit und Wirkstoffe aufnehmen kann“, erklärt Dr. Christian Merkel, Hautarzt aus München.

Auch Hände und Füße haben sich eine Bonuspflege vor dem Schlafengehen verdient. Hand- und Fußcremes können über Nacht lange einwirken, ideal sind Cremes mit beruhigenden und pflegenden Wirkstoffen wie Panthenol.

Und die Augen? Auch sie sollten gut gepflegt werden, am besten mit Produkten, die nichts enthalten, was sie belasten könnte, wie Parabene, Mineralöl oder Silikone. Dicke Augen lassen sich vermeiden, indem man nach 18 Uhr nicht mehr viel trinkt und auf salzhaltige Speisen oder Alkohol verzichtet.

Andreas Reiners / glp

Die Influenza im Blick

Die Corona-Impfung ist zwar nach wie vor in aller Munde. „Trotzdem ist es im Herbst Zeit, auch an die Grippeschutzimpfung zu denken“, heißt es bei der Krankenkasse KKH. Der Pieks biete den besten Schutz gegen die ‚echte‘ Grippe, auch Influenza genannt.

Im vergangenen Winterhalbjahr, in dem die Corona-Pandemie begann, haben sich erheblich mehr Menschen gegen Grippe impfen lassen als in der Wintersaison 2019/2020. Das zeigt eine Datenerhebung der KKH. So entschieden sich deutschlandweit mehr als 300.000 KKH-Versicherte für die Impfung gegen diese schwere Infektionskrankheit und damit rund jeder sechste (plus 14 Prozent). Frauen haben hier deutlich die Nase vorn.

Bemerkenswert: Von den über 60-Jährigen ließen sich rund acht Prozent mehr impfen. „Das ist eine erfreuliche Steigerung“, sagt KKH-Apotheker Sven Seißelberg, „denn laut Ständiger Impfkommission wird über 60-Jährigen die Grippeschutzimpfung ohnehin empfohlen, da das Immunsystem im Alter anfälliger ist und die Grippe häufig schwerer verläuft.“ Unter den Jüngeren ließen sich sogar rund 36 Prozent mehr Menschen impfen als im Winterhalbjahr davor. „Hier wirkt sich der Corona-Effekt aus“, ist sich Sven Seißelberg sicher. „Wegen der schweren Covid-19-Fälle war die Versorgungssituation in vielen Krankenhäusern angespannt. Eine Corona-Impfung gab es noch nicht. Das hat viele aus Vorsicht dazu bewogen, sich wenigstens vor einer Grippe zu schützen.“

Auch für die kommenden Monate rechnet die Krankenkasse mit einer hohen Impfquote. Wer sich impfen lässt, mindert sein Erkrankungsrisiko und entlastet so indirekt das Gesundheitswesen – insbesondere für den Fall einer schweren Grippewelle parallel zu einer möglicherweise erneut angespannten Corona-Situation in Kliniken.

Rudolf Huber / glp