SPD-Chefin Esken lehnt Rente mit 70 strikt ab

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken lehnt die Rente mit 70 strikt ab. „Eine Anhebung des Rentenalters wird es mit der SPD nicht geben“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Das heutige Arbeitsleben ist durch eine hohe Schlagzahl bestimmt, die Belastung und der Stress sind schon heute für viele Beschäftigte gesundheitsgefährdend. Wir müssen da eher einen Gang runterschalten als das noch weiter zu verschärfen.“ Der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Stefan Wolf, hatte sich kürzlich dafür ausgesprochen, das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre zu erhöhen. „Herr Wolf und alle anderen, die das wollen, können dank der Flexi-Rente so lange arbeiten, wie sie gerne möchten“, sagte Esken.

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Für viele andere Beschäftigte bedeute eine Anhebung des Rentenalters aber nichts anderes als eine Rentenkürzung. „Sie haben so früh angefangen und so hart gearbeitet, dass sie gar nicht länger arbeiten können.“

red

Adidas räumt Fehler in China ein

Nach Umsatzeinbrüchen in China hat Adidas-Chef Kasper Rorsted Fehler eingeräumt. „Natürlich haben wir Fehler in China gemacht“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe). Adidas habe die Konsumenten nicht gut genug verstanden.

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„So haben wir den Spielraum für chinesische Wettbewerber geöffnet, die das besser gemacht haben.“ Die Käufer wollten „einen chinesischen Touch“. Inzwischen entstehe ein Drittel der Produkte für China in China.

Hauptverantwortlich für die Umsatzrückgänge in China seien aber die Corona-Lockdowns. „Ich habe schon die Sorge, dass keiner weiß, wie lange Corona ein Thema bleibt.“ In Europa seien viele Menschen geimpft oder hätten sich infiziert, soweit sei China noch nicht.

Rorsted zeigte sich zuversichtlich, dass der chinesische Markt wieder anspringt. „China wird wieder kommen, und dann ist auch der Hebel nach oben groß.“ Doch falls Corona wider Erwarten dauerhaft ein Problem in China bleibe, könnten die Ziele von Adidas in Gefahr sein.

„Falls sich die ursprünglichen Annahmen dauerhaft ändern, müssten wir auch unsere Ziele anpassen“, sagte Rorsted. Der Konzern wachse derzeit aber stark in den westlichen Märkten. Mit Blick auf die umstrittene Fußball-WM in Katar sagte Rorsted: „Ich denke, es ist nie gut, wenn der Sport zu sehr politisiert wird.“

Der Fußball bringe Menschen zusammen. Und die WM habe auch Positives. „Die Lage für die Arbeiter vor Ort hat sich verbessert, auch durch die Aufmerksamkeit auf das Turnier.“

red