Ständige Impfkommission empfiehlt Booster mit Omikron-Impfstoffen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt, künftig bei Corona-Auffrischungsimpfungen die an die Omikron-Variante angepassten Wirkstoffe zu nutzen. Das sagtne Stiko-Mitglieder im Vorfeld der geplanten Veröffentlichung einer offiziellen Empfehlung. Konkret geht es demnach um die angepassten bivalenten Impfstoffen, die sich auch gegen die Virusvarianten BA.1 beziehungsweise BA.4 und BA.5 richten.

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„Wir haben jetzt ein, zwei Impfstoffe oder drei Impfstoffe, die adaptiert sind, die man mit guten Gewissen einsetzen kann, die uns eine Verbreiterung der Immunantwort erlauben, die gleichzeitig aber auch unverändert noch eine Immunantwort gegenüber dem Wildstamm auslösen“, sagte Stiko-Mitglied Christian Bogdan. An der grundlegenden Impfempfehlung der Stiko soll es aber keine Änderungen geben. Eine vierte Impfung wird demnach in der Regel nur allen ab 60 Jahren empfohlen.

Den ersten Booster sollen sich Personen ab zwölf Jahren abholen. Eine offizielle Empfehlung der Stiko zu den Omikron-Impfstoffen soll am Dienstagnachmittag veröffentlicht werden.

red

Deutsche Krankenhausgesellschaft warnt: „Bei einem Teil der Krankenhäuser können sehr bald die Lichter ausgehen“

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat Bund und Länder davor gewarnt, die Kliniken bei der Ausgestaltung des dritten „Entlastungspakets“ aus dem Blick zu verlieren. „Wir haben den Eindruck, dass die Bundesregierung glaubt, mit ihrem 200-Milliarden-Hilfspaket Krankenhäuser und andere Unternehmen über einen Kamm scheren zu können“, sagte DKG-Chef Gerald Gaß dem „Spiegel“. Das werde aber nicht funktionieren.

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Gaß bezog sich auf einen Beschlussvorschlag des Bundes für die Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag. Demnach sollen Bürger sowie Unternehmen zielgerichtet bei den gestiegenen Energiekosten entlastet werden – allem voran mit der derzeit erarbeiteten „Gaspreisbremse“. Die Runde der Ministerpräsidenten hatte in der vergangenen Woche noch ausdrücklich eine Hilfe für die Krankenhäuser in ihrem Beschluss gefordert, doch im Entwurf des Bundes finden die von hohen Energiekosten und steigender Inflation betroffenen Kliniken keine ausdrückliche Erwähnung.

„Während andere Unternehmen einen Teil der Kostensteigerungen zumindest über Preisanhebungen ausgleichen können, ist dies für Krankenhäuser unmöglich“, sagte Gaß. „Wir können auch nicht zeitweise unseren Betrieb einstellen oder Temperaturen absenken, um Kosten einzusparen.“ Er forderte eine konkrete Hilfszusage des Bundes und der Länder bei der MPK am Dienstag.

„Wenn im November in den Kliniken die Weihnachtsgelder ausgezahlt werden müssen, könnten ansonsten bei einem Teil der Krankenhäuser sehr bald die Lichter ausgehen.“ Nach Angaben der DKG sehen derzeit rund 40 Prozent der Krankenhäuser ihre wirtschaftliche Situation so gefährdet, dass Insolvenzen drohen.

red