Treffen der Oberbürgermeisterinnen und Bürgermeisterinnen von Baden-Württemberg

Kornwestheim. Workshops und der gemeinsame Austausch haben beim Treffen des Netzwerks von Oberbürgermeisterinnen und Bürgermeisterinnen aus ganz Baden-Württemberg im Mittelpunkt gestanden. Organisiert hatte dieses Treffen Kornwestheims Oberbürgermeisterin Ursula Keck. Sie ist eine von sieben weiblichen Oberbürgermeistern im Land.

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Als sie im Jahr 1986 an der Verwaltungshochschule Ludwigsburg ihre Abschlussprüfung bestand, gab es noch keine Oberbürgermeisterin in Baden-Württemberg. Erst vier Jahre später, nämlich 1990, wurde Beate Weber-Schuerholz in der Stadt Heidelberg in dieses Amt gewählt. Die SPD-Politikerin ist eine der Gründerinnen des Netzwerks und hat als Ehrengast an dem Treffen in Kornwestheim teilgenommen.

„Als Bürgermeisterin kann man unheimlich viel gestalten, hat Einfluss. Das ist ein tolles Gefühl, aber auch eine Verpflichtung“, sagte Weber-Schuerholz. Trotz anstrengender Arbeitstage bekomme man von den Menschen viel zurück. Ihr ist es deshalb wichtig, Vorbild zu sein für junge Frauen und diese zu ermutigen, eine Aufgabe mit Verantwortung an der Spitze einer Stadtverwaltung zu übernehmen.

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Ob sie es schaffen werde, habe man sie nach ihrer Wahl als Oberbürgermeisterin oft gefragt, erinnerte sie sich. Und das, obwohl sie zuvor als Mitglied des Europäischen Parlaments einen Ausschuss geleitet hatte. Offenbar war sie ihrer Aufgabe gewachsen, denn im Jahr 1998 folgte die Wiederwahl.

Anteil der Rathaus-Chefinnen liegt bei acht Prozent

In Baden-Württemberg gibt es zwar 1001 Kommunen, doch nur in 90 tragen Frauen die Verantwortung für die Geschicke in ihrer Kommune. Der Anteil der Oberbürgermeisterinnen und Bürgermeisterinnen entspricht somit einem Anteil von acht Prozent. Für Beate Weber-Schuerholz, die für ihr Engagement zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat, ist das viel zu wenig. Um von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, sei ein Anteil von mindestens 30 Prozent erforderlich, sagte sie.

„Uns ist es wichtig, zu zeigen, dass Frauen dieses Amt ausüben können. Gleichzeitig wollen wir anderen Frauen Mut machen“, unterstrich auch Ursula Keck als Organisatorin des diesjährigen Netzwerk-Treffens. Daran nahmen insgesamt 55 Frauen teil, darunter auch einige ehemalige Verwaltungschefinnen. Auf dem Programm standen neben dem Kennenlernen der Stadt auch gemeinsame Workshops. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch Programmpunkte in Möglingen und Ingersheim, die von den Bürgermeisterinnen Rebecca Schwaderer und Simone Lehnert organisiert wurden. Auf diese Weise wurde den Teilnehmerinnen ein umfassenden Bild von der Region vermittelt.

Fruchtbarer Austausch beim Netzwerk-Treffen

„Der Austausch ist wichtig und spannend“, unterstrich Rebecca Schwaderer, die im Jahr 2015 in Möglingen zur Bürgermeisterin gewählt wurde. Kurz nach ihrem Amtsantritt habe sie eine Bürgerversammlung zur Unterbringung von Flüchtlingen geleitet und damit ihre persönliche Bewährungsprobe bestanden. Für die Ingersheimer Bürgermeisterin Simone Lehnert ist es wichtig, authentisch zu bleiben – auch in einer männlich geprägten Gesellschaft. Dass ihr Besuch bei einer Altersjubilarin im Seniorenheim mit der Bemerkung quittiert wurde „War der Bürgermeister schon da?“ bringt das nur zu deutlich zum Ausdruck.

Dass der Austausch unter den Oberbürgermeisterinnen und Bürgermeisterinnen funktioniert, ist bei diesem Treffen eindrucksvoll unter Beweis gestellt worden.

red

Pkw-Lenker umkreist über eine Stunde lang schreiend den Holzmarkt und was sonst noch los war in der Region

Ludwigsburg: gefährliche Kreisfahrt am Holzmarkt – Zeugen gesucht

Nachdem mehrere Anrufer mitgeteilt hatten, dass ein Pkw-Lenker seit über einer Stunde den Kreisverkehr im Bereich des Ludwigsburger Holzmarkts befahre, überprüfte eine Streifenwagenbesatzung am Sonntag gegen 18:45 Uhr die Örtlichkeit. Der 35-jährige Mazda-Fahrer konnte laut aus dem Pkw-Fenster schreiend und weiterhin im Kreis um das Denkmal am Holzmarkt fahrend angetroffen werden. Nachdem er zum Anhalten bewegt werden konnte, verhielt sich der Mann äußerst renitent, beleidigte die eingesetzten Beamten und machte einen psychisch auffälligen Eindruck. Bei dem Kreisverkehr am Holzmarkt handelt es sich um einen sogenannten „unechten“ Kreisverkehr, bei dem die Regel „rechts vor links“ gilt. Demnach haben Einfahrende dort Vorfahrt. Zeugen vor Ort gaben an, sie hätten beobachten können, wie es durch die Kreisfahrt des 35-Jährigen zu mehreren Gefährdungen von Fußgängern gekommen sei, die auf den Gehweg hätten zurückspringen müssen. Auch habe er mehreren Fahrzeugen die Vorfahrt genommen und sei stellenweise mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren. Der Führerschein sowie die Fahrzeugschlüssel wurden beschlagnahmt. Der 35-Jährige musste sich einer Blutentnahme unterziehen und wurde aufgrund seines Verhaltens in einer psychiatrischen Einrichtung gebracht. Das Polizeirevier Ludwigsburg, Tel. 07141 18-5353, ermittelt wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und bittet insbesondere Beteiligte und Zeugen, sich zu melden.

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Ditzingen: Radfahrer spuckt auf Motorhaube – Polizei sucht Zeugen

Das Polizeirevier Ditzingen ermittelt nach einem Vorfall am Mittwoch gegen 14:50 Uhr wegen Beleidigung und Nötigung im Straßenverkehr in Ditzingen und sucht hierzu Zeugen. Dem bisherigen Ermittlungsstand nach fuhr ein 60-jähriger Hyundai-Fahrer in Ditzingen vom Bahnhof kommend über die Autenstraße in Richtung Hirschlanden. An der Kreuzung zur Marktstraße hielt der 60-Jährige an der Ampel an, als sich von hinten ein Radfahrer annäherte und vor den Hyundai stellte. Nachdem der Hyundai-Fahrer mit Gesten sein Unverständnis artikulierte, soll sich der Radfahrer mit seinem Rad quer vors Auto gestellt haben und den 60-Jährigen bei „grün“ am losfahren gehindert haben. Daraufhin hätte der Mann gehupt und als Reaktion soll der Radfahrer zweimal auf die Motorhaube gespuckt haben. Anschließend sei der Radfahrer in Richtung Höfingen davongefahren.

Der Unbekannte wurde wie folgte beschrieben: männlich, etwa 175 bis 180 Zentimeter groß, etwa 35 bis 40 Jahre alt, schwarzes Rennrad und schwarze Radbekleidung.

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Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder sachdienliche Angaben zum Radfahrer machen können, werden gebeten sich unter Tel. 07152 4352 0 beim Polizeirevier Ditzingen zu melden.

 

Tamm/ Ludwigsburg/ Bietigheim-Bissingen: 60-jähriger Pedelec-Fahrer bei Sturz schwer verletzt

Vermutlich aufgrund seiner Alkoholisierung kam am Samstag zwischen 22:00 Uhr und 23:00 Uhr ein 60-jähriger Pedelec-Fahrer zwischen Ludwigsburg und Tamm zu Fall und verletzte sich bei dem Sturz schwer. Der Mann begab sich anschließend nach Bietigheim-Bissingen in seine Wohnung und legte sich ins Bett. Gegen 03:15 Uhr wurden dann Polizei und Rettungsdienst von einer Angehörigen über Notruf alarmiert, da der 60-Jährige über Atemnot und erhebliche Schmerzen klagte. Die Beamten nahmen deutlichen Alkoholgeruch bei dem Verletzten wahr, allerdings konnte kein Atemalkoholtest durchgeführt werden. Der Rettungsdienst brachte ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.

 

Ludwigsburg: Wohnungseinbruch am Kaffeeberg

Zwischen Samstag 16:45 Uhr und Sonntag 03:15 Uhr versuchten bislang unbekannte Täter eine Wohnungstür am Ludwigsburger Kaffeeberg aufzuhebeln. Nachdem dies nicht gelang, wurde die Tür mit massiver Gewalt aufgebrochen. Ob aus der Wohnung etwas entwendet wurde, ist bislang nicht bekannt. Der Sachschaden an der Tür beläuft sich auf etwa 1.500 Euro. Das Polizeirevier Ludwigsburg, Tel. 07141 18-5353, bittet Zeugen sich zu melden.

 

Kornwestheim: Nach Streit unter jungen Männern – 18-Jähriger legt sich mit Polizei an

Am Sonntag kam es gegen 00:10 Uhr auf einem Schotterparkplatz in der Aldinger Straße in Kornwestheim zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen drei jungen Männern im Alter von 18, 19 und 21 Jahren. Hierbei soll der 18-Jährige die anderen beiden Beteiligten mit der Faust geschlagen haben. Mehrere Streifenwagenbesatzungen konnten die Kontrahenten voneinander trennen, allerdings verhielt sich der 18-Jährige unkooperativ und weiter aggressiv. Nachdem er sich nicht ausweisen wollte und auch nicht beruhigen ließ, brachten die Beamten den 18-Jährigen zu Boden, fesselten ihn vorübergehend mit Handschließen und durchsuchten ihn nach Ausweispapieren. Der 18-Jährige wehrte sich erheblich gegen die Maßnahme und beleidigte die Beamten mehrfach. Ein Atemalkoholtest bestätigte mit einem Wert von etwas über zwei Promille den Verdacht einer erheblichen Alkoholisierung des jungen Mannes. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden alle Beteiligten vor Ort entlassen.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg