Umfrage: Bürger kaufen Weihnachtsgeschenke mehrheitlich im Internet

Drei Viertel der Deutschen kaufen Weihnachtsgeschenke im Netz. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom, die am Montag veröffentlicht wurde. Dabei gaben 76 Prozent der Befragten an, ihre Präsente in diesem Jahr online zu bestellen.

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Damit hält der Trend des vergangenen Jahres, als es ebenfalls 76 Prozent waren, an. Zum Vergleich: Im Dezember 2020 hatten 70 Prozent angegeben, online Geschenke zu kaufen, im Jahr 2019 waren es noch 61 Prozent. Die Sorge vor dem Coronavirus spielt mittlerweile allerdings nur noch eine untergeordnete Rolle: Lediglich 23 Prozent derjenigen, die ihre Weihnachtsgeschenke im Internet kaufen, geben dies als Grund an.

Vor einem Jahr hatten noch 71 Prozent aus dieser Gruppe ihre Weihnachtsgeschenke online gekauft, um die Gefahr einer Ansteckung zu minimieren. Dagegen sagen 22 Prozent, sich erst im Zuge der Corona-Pandemie ans Online-Shopping gewöhnt zu haben und daher jetzt auch die Weihnachtsgeschenke online zu kaufen. Der meist genannte Grund ist allerdings, dass sich die Menschen das Gedränge in den Läden ersparen wollen (62 Prozent), dass sie so besser Preise vergleichen können (62 Prozent) oder weil viele Produkte nicht im stationären Handel in der Nähe erhältlich seien (34 Prozent).

31 Prozent meinen auch: Die Preise im Netz sind oft günstiger. Einem Fünftel (20 Prozent) fällt es online leichter, sich Geschenke-Ideen zu holen. Für die Erhebung befragte Bitkom Research telefonisch 1.005 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren.

red

84,3 Millionen: Deutschlands Bevölkerung erreicht historischen Höchststand

Deutschlands Bevölkerung erreicht in 2022 einen neuen Höchststand von 84,3 Millionen Einwohnern. Damit lebten hierzulande so viele Menschen wie noch nie am Ende eines Jahres. Das geht aus einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

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Gegenüber dem Jahresende 2021 nahm die Bevölkerungszahl um 1,1 Millionen Personen zu. Die Ursache dieses starken Wachstums war eine Nettozuwanderung auf Rekordniveau. Nach der aktuellen Schätzung kamen 1,42 bis 1,45 Millionen Personen mehr nach Deutschland als ins Ausland fortgezogen sind.

Damit war die Nettozuwanderung 2022 über viermal so hoch wie im Vorjahr (2021: 329.163) und so hoch wie noch nie seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1950. Neben der starken Zuwanderung der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine hat auch die Zuwanderung von Menschen anderer Nationalitäten deutlich zugenommen. In den drei Jahrzehnten seit der deutschen Vereinigung war die Bevölkerung Deutschlands überwiegend gewachsen.

Ausnahmen bildeten lediglich die Jahre 1998 sowie 2003 bis 2010. Das Bevölkerungswachstum hatte sich jedoch ausschließlich dadurch ergeben, dass mehr Menschen zugewandert als abgewandert waren. Ohne Nettozuwanderung wäre die Bevölkerung bereits seit 1972 geschrumpft, da seither jedes Jahr mehr Menschen starben als geboren wurden.

Ein Rückgang der Geburtenzahl und die gestiegene Zahl der Sterbefälle haben sich im Jahr 2022 dämpfend auf das Bevölkerungswachstum ausgewirkt, so die Statistiker. Die Zahl der Geburten sank 2022 ausgehend von den bereits vorliegenden Meldungen der Standesämter um etwa sieben Prozent im Vergleich zu 2021 und dürfte zwischen 735.000 und 745.000 betragen (2021: 795.492). Die Zahl der Gestorbenen stieg dagegen um rund vier Prozent auf etwa 1,06 Millionen (2021: 1.023.687).

red