Vorstellung: Topmodell des DS7 kommt als E-Tense 4×4 360

Nizza – Mit dem DS7 Crossback kam 2018 das erste eigenständige Modell der Marke DS Automobiles, welche als Premiumableger von Citroen 2015 im Paris gegründet wurde. Vier Jahre später kommt jetzt das Facelift des DS7. Verschwunden ist der Namenszusatz „Crossback“, hinzugekommen ist der Topmotorisierte DS7 E-Tense 4×4 360. Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat eine erste Ausfahrt an der Cote d’Azur unternommen.

ANZEIGE

Der DS7 ist im Premium SUV C-Segment angesiedelt und macht derzeit 42 Prozent der Verkäufe von DS Automobiles aus. Nachdem die DS9 Limousine mit der Topmotorisierung vorgelegt hat, war es nur eine Frage der Zeit, wann diese in den DS7 Einzug findet. Der neue Plug-in-Hybrid leistet 265 kW/360 PS Systemleistung, verteilt auf einen 4-Zylinder 1,6 Liter Turbobenziner welcher 147 kW/200 PS beisteuert und von zwei Elektromotoren unterstützt wird. Diese leisten 81 kW/110 PS an der Vorder- und 83 kW/112 PS an der Hinterachse.

Angetrieben werden alle vier Räder, geschaltet wird bequem per 8-Gang Automatik. Im DS7 ist die integrierte Lithium-Ionen-Batterie um 1 kWh auf 14,2 kWh gewachsen, was im Topmodell zu einer erhöhten, rein elektrischen Reichweite von bis zu 58 Kilometern (laut WLTP Zyklus gemischt) führt. Geladen werden kann diese über den integrierten 7,4 kW-Lader in gut zwei Stunden. Mit geladener Batterie liegt der Verbrauch bei 1,8 Liter/100 km, der Stromverbrauch wird mit 17,8 kWh angegeben. Der CO2 Ausstoß beträgt 40 g/km. Sobald die Batterie entladen ist, kann man mit einem Verbrauch zwischen 7 bis 8 Liter auf 100 Kilometer rechnen.

Wer keine 265 kW/360 PS Leistung benötigt, hat aktuell noch die Wahl zwischen einem reinen Verbrenner in Form eines 96 kW/130 PS Dieselmodells oder zwei weiteren Benzin Plug-in-Hybriden mit 165 kW/225 PS und 220 kW/300 PS Leistung.

Dass der DS7 E-Tense 4×4 360 gemeinsam mit dem DS Performance Team entwickelt wurde, merkt man beim fahren, hier treffen sich zwei Welten. Sind die DS Fahrzeuge normalerweise ihres luxuriösen Reiseanspruches eher sanft gefedert, merkt man beim Topmodell doch den Motorsport Einschlag.

Trotz Kamerasystem, dass permanent die Fahrbahn scannt um dann das Adaptive Fahrwerk entsprechend der Gegebenheiten blitzschnell anzupassen (DS Active Scan Suspension) bleibt doch eine gewisse Resthärte, die wohl auch den riesigen 21 Zoll Leichtmetallfelgen geschuldet ist. Unter denen befindet sich übrigens die passende 380 mm 4-Kolben DS Performance Bremse.

Schadet dies dem Topmodell? Nein. Wer gerne etwas dynamischer unterwegs ist, möchte nicht mit einem superweichen Fahrwerk daher schlendern. Wer mehr Wert auf Entspannung legt, dem raten wir zu einer der kleineren Varianten mit 19 Zoll Felgen, die dem maximalen Komfortgedanken eher entsprechen.

Aber weg vom etwas härteren Fahrwerk zum luxuriösen Innenraum, welcher in der neuen Farbe Pearl Grey gehalten ist. Wer auf den super bequemen Ledersitzen Platz nimmt, möchte so schnell nicht mehr aufstehen. Sollte die Fahrt mal etwas länger dauern, hat man vorn die Option diverse Massageprogramme aufzurufen, welche sich in Härte und Programm einstellen lassen. Eine Sitzlüftung / Heizung ist auch an Bord. Im Fond ist ausreichend Platz und die Sitze lassen sich elektronisch vertikal verstellen.

An Technik wurde nicht gespart, ein Topmodernes Infotainmentsystem „DS Iris“ (Sprachsteuerung aktiviert über „Hey Iris“) begrüßt uns auf einem 12 Zoll großen Touchdisplay. Die Inhalte der Kacheln lassen sich individualisieren und auf bis zu fünf Profilen abspeichern.

An Sicherheitssystemen ist alles verbaut, was heute Stand der Technik ist (inklusive Attention Monitoring), wer aber trotzdem gerne auf den Spurhalteassistenten verzichtet, kann diesen über längeren Drück auf eine Touchempfindliche Taste deaktivieren, ohne im Menü suchen zu müssen.

Natürlich darf in einem DS ein Premium Soundsystem von Focal Elektra nicht fehlen, ein neuer 16 Kanal Verstärker treibt 14 Lautsprecher an, wahrlich ein Genuss für die Ohren – hier unbedingt den Haken bei der Ausstattung setzen!

Das Mobiltelefon lässt sich über Android Auto oder Apple CarPlay auch kabellos verbinden, eine Kabellose Ladeschale und USB Anschlüsse im C-Format (vorn) und A-Format (hinten) sorgen für die entsprechende Konnektivität.

Sorge bei engen Parklücken sind unberechtigt, die Parkassistenz, ausgestattet mit 360 Grad Kamerasystem und Seitenspiegeln, die etwas nach unten klappen um die Bordsteine zu sehen ist vom feinsten. Premium ist ebenso die Materialwahl und Verarbeitung im Innenraum, inklusive Perlstich-Ziernähten und einer Analogen B.R.M R180 Uhr aus der Bernard Richard Manufaktur welche bei Fahrzeugstart ausklappt. Chapeau!

Viel neue Technik gibt es nicht nur im Innenraum. Das „DS Pixel LED Vision Light“ kommt in Version 3.0 daher und leuchtet die Fahrbahn bis zu 380 Meter außerorts und 65 Meter innerorts aus,ohne den Gegenverkehr zu blenden. Das Tagfahrlicht „DS Light Veil“ wird aus einem lackierten Plexiglas gelasert um seine stilvolle Form zu erhalten. Die LED Rückleuchten sind schmaler geworden und der Schriftzug „Crossback“ weicht einem „DS Automobiles“ am Heck.

Das Topmodell des DS7 kommt in verschiedenen Ausführungsvarianten, der E-Tense 4×4 360 hat mindestens das „Performance Line +“ Paket und startet bei 62.490 Euro, für die höchste Ausstattungsvariante „La Premiere“ werden 71.490 Euro fällig.

Mike Neumann / mid

Technische Daten DS7 E-Tense 4×4 360:

– Länge / Breite / Höhe: 4.59 / 1.90 / 1.63 Meter
– Motor: 1,6-Liter- Vierzylinder-Turbo Benziner + zwei Elektro-Motoren
– Hubraum: 1.598 ccm
– Systemleistung: 265 kW/360 PS
– maximales Drehmoment: 520 Nm
– Getriebe: 8-Stufen Automatik
– Beschleunigung: 0 bis 100 km/h in 5,6 Sekunden
– Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h
– Kraftstoffverbrauch WLTP: 1,8 l/100 km / 17,8 kWh/100 km
– C02-Emissionen: 40 g/km
– Preis: ab 62.490 Euro

Theoretische Führerscheinprüfung: Das sind die neue Regeln

Fahrschüler aufgepasst: Wer die theoretische Führerscheinprüfung nach dem 1. Oktober 2022 ablegt, wird nach einem neuen amtlichen Fragenkatalog geprüft. Auf die Kosten von mindestens rund 2.000 Euro für einen Führerschein haben die neuen Regeln keinen Einfluss. Insgesamt geht es um über 50 Fragen, die überarbeitet wurden; auch Video- und Bildfragen gehören dazu.

ANZEIGE

Verkehrs-Experten des Versicherungskonzern ARAG geben einen Überblick über die Änderungen, auf die sich jährlich knapp zwei Millionen Prüflinge in einer zunehmend digitalen Fahrausbildung einstellen müssen.

Alle Klassen sind betroffen

Die Änderungen im Fragenkatalog für die Theorieprüfung ziehen sich durch alle Klassen. So gibt es sowohl neue Fragen im Grundwissen für alle Fahrzeugklassen als auch neue Fragen im Wissen rund um das Mofa.

Fahrausbildung 2.0

Bisher war es nur in der Corona-Pandemie möglich: digitaler Theorieunterricht in der Fahrschule. Nun soll es auch künftig in Ausnahmefällen möglich sein, einen Teil des Unterrichts auch digital anzubieten. Das könnte vor allem für Fahrschüler von Vorteil sein, die in ländlichen Regionen wohnen, wo die nächste Fahrschule weit entfernt ist.

Auch die praktische Prüfung ist von der Digitalisierung betroffen: Fahrschüler werden bereits seit Sommer 2022 auch in der Nutzung moderner Assistenzsysteme, die die Fahrer unterstützen und die Sicherheit erhöhen, geprüft. Nötig wird die Digitalisierung, weil nach Auskunft von ARAG seit Juli eine Verordnung der Europäischen Union (EU) in Kraft getreten ist, nach der Assistenzsysteme für Geschwindigkeit, Notbremsung, Spurhalten oder Rückwärtsfahren bei Neuwagen verpflichtend zur Ausstattung gehören. Nach einer zweijährigen Übergangszeit dürfen Neuwagen, die nicht über diese Tools verfügen, ab 2024 in der gesamten EU nicht mehr zugelassen werden. Betroffen sind Pkw, Lkw, Transporter und Busse.

Höhere Strafe bei Täuschungsversuchen in der Prüfung

Auch das macht die Technik möglich: Es gibt immer häufiger Fahranwärter, die bei der theoretischen Prüfung tricksen und täuschen. Dabei gibt es zwei Betrugsarten: Den Technikbetrug und die Stellvertreterprüfung. Bei erster Masche sind die Fahrschüler in der Prüfung mit teilweise professioneller Übertragungstechnik ausgestattet und tragen kleine Kameras in Kleidung oder an Brillengestellen und winzige Kopfhörer.

Bei der zweiten Art der Manipulation legt ein ähnlich aussehender Stellvertreter unter falscher Identität die Prüfung für den Fahranwärter ab. Laut Polizei sind diese Betrugsversuche in den letzten Jahren um das Siebenfache gestiegen: Rund 3.000 Täuschungsversuche sind aufgeflogen, doch die Dunkelziffer ist vermutlich deutlich höher. Seit Februar müssen tricksende Prüflinge bis zu neun Monate warten, bis sie erneut zur theoretischen Prüfung zugelassen werden (Fahrerlaubnis-Verordnung, Paragraf 18 I 2).

Schon mit 16 ans Steuer

Seit Jugendliche im Rahmen des begleiteten Fahrens ab 17, kurz BF17, schon frühzeitig ans Lenkrad dürfen, ist das Unfallrisiko bei Fahranfängern signifikant gesunken. So ist das begleitete Fahren bereits seit 2011 im deutschen Recht verankert. Um den Lernzeitraum für junge Autofahrer zu verdoppeln, könnte künftig das Mindestalter für begleitetes Fahren auf 16 Jahre herabgesetzt werden, so sieht es zumindest der Koalitionsvertrag vor.

Fahrschule mit Elektroauto

Wer die Führerscheinprüfung mit einem Elektroauto absolviert, darf nach Auskunft der ARAG Experten ausschließlich Fahrzeuge mit Automatikgetriebe fahren. Seit April 2021 gibt es aber die Möglichkeit, sich nach mindestens zehn weiteren Fahrstunden in einem Schaltfahrzeug und einer 15-minütigen Testfahrt mit dem Fahrlehrer die Schlüsselzahl 197 im Führerschein eintragen zu lassen. Damit dürfen dann auch Fahrzeuge mit Schaltgetriebe gefahren werden.

Führerscheinklassen und Anhänger

Mit Führerscheinklasse B dürfen bis zu acht weitere Personen mitgenommen werden und das Fahrzeug darf nicht mehr als 3,5 Tonnen aufweisen. Für einen Anhänger muss kein separater Führerschein gemacht werden, er darf aber nicht schwerer als 750 Kilogramm sein. Auch damit darf das Gesamtgewicht von 3.500 kg nicht überschritten werden. Wer mehr Gewicht ziehen muss, beispielsweise, wenn er Pferde transportiert, benötigt entweder die Klasse BE, dann darf der Anhänger allein bis 3.500 kg wiegen oder er lässt sich ohne weitere Prüfung die Schlüsselzahl 96 im Führerschein eintragen. Hiermit darf ein zulässiges Gesamtgewicht von bis zu 4.250 kg bewegt werden.

mid/jub