Wenn das Smartphone plötzlich weg ist

Das Smartphone ist zu einem ständigen Begleiter geworden. Es ist immer und überall dabei. Nutzer telefonieren, machen Fotos, schreiben Nachrichten, regeln oft ihr komplettes Leben mit dem Smartphone. Aber was tun, wenn das Gerät verlorengeht oder gar gestohlen wird?

Für diesen Fall können vorab entsprechende Vorkehrungen zum Schutz der persönlichen Daten getroffen werden. Thomas Michel vom Onlinemagazin teltarif.de sagt: “Jeder Nutzer sollte sich die IMEI-Nummer seines Handys notieren, da diese für eine vollständige Anzeige bei der Polizei angegeben werden muss. Diese Seriennummer lässt sich bei jedem Gerät abfragen.”

Damit kein Fremder auf die Daten des Handys zugreifen kann und private Nachrichten lesen, Telefonnummern einsehen oder teure Telefonate führen kann, lässt sich bei vielen Geräten ein Zugriffscode aktivieren. Dieser muss eingegeben werden, sobald die Tastensperre aktiviert ist – nur nicht bei der Annahme von Anrufen oder beim Absetzen eines Notrufs.

Aktuelle Smartphone-Modelle können auch mit dem Fingerabdruck, per Iris-Scanner oder Gesichtserkennung entsperrt werden. Der Nachteil hierbei, ehrliche Finder können durch die Sperre im Telefonbuch nicht nach Einträgen wie “Zu Hause” suchen und mitteilen, dass das Handy gefunden wurde.

Zudem lässt sich ein zusätzlicher Zugriffscode einstellen, der beim Wechsel der SIM-Karte zum Tragen kommt. So kann der Dieb das Handy auch nicht mit einer anderen SIM verwenden, denn auch dafür muss eine weitere PIN eingegeben werden.

Wer sichergehen will, dass seine Daten auf dem Handy nicht in falsche Hände geraten, kann das automatische Löschen nach zu häufiger Falscheingabe der PIN aktivieren. Alternativ können Handys auch manuell über das Internet geortet und die darauf befindlichen Daten gelöscht werden.

Um einen größeren Schaden zu vermeiden, ist bei Verlust oder Diebstahl des Smartphones schnelles Handeln gefordert. Michel rät: “Betroffene Nutzer sollten möglichst zeitnah die entsprechende Service-Hotline ihres Anbieters anrufen und dort die SIM-Karte sperren lassen.”

Die Sperrung ist jederzeit möglich. Allerdings sollten Verbraucher zuvor mindestens einmal versuchen, auf dem eigenen Handy anzurufen, um gegebenenfalls einen Finder zu erreichen. Ein Diebstahl sollte auf jeden Fall bei der Polizei angezeigt werden. Falls das Smartphone oder die SIM-Karte für illegale Zwecke genutzt wird, können Nutzer mit der Anzeige nachweisen, dass das Gerät zum fraglichen Zeitpunkt bereits als gestohlen gemeldet war. cid/rlo

Verbraucherschützer warnen: Bei Handy-Verträgen lauern Abo-Fallen

Verbraucherschützer schlagen Alarm: Viele Handy-Kunden werden mit Abo-Fallen betrogen. Der Grund: Es fehlt an Regeln. 41.000 Kunden der Mobilfunkanbieter Mobilcom-Debitel, Vodafone und Klarmobil haben falsche und zu hohe Rechnungen bekommen – für Drittanbieter­-Leistungen wie Videos oder andere auf der Rechnung nicht genannte “Dienste”, die sie gar nicht bestellt hatten. Zahlen sollten sie dennoch – bis sich die Stiftung Warentest einschaltete.

Mobilfunkfirmen buchen über die Handyrechnung Geld für Drittanbieter-Dienste wie Videos oder Spiele ab. Dagegen sei nichts einzuwenden, wenn Kunden sie wirklich bestellt haben, betonen die Verbraucherschützer. Seriöse Drittanbieter verlangen eine ausdrückliche Bestätigung der Bestellung, beispielsweise durch Anklicken eines Buttons mit der Aufschrift “zahlungspflichtig bestellen”. Oft wird Kunden aber einfach ein Kauf oder ein Abo untergeschoben, weil sie irgendwie mit dem Drittanbieter in Berührung gekommen sind, beispielsweise durch das Anklicken eines Werbebanners. Doch ein Klick auf eine Werbung ist kein Kauf. Da helfe nur eins: “Nicht bezahlen!”

Lars Wallerang