Zahl der Corona-Neuinfektionen im Landkreis sinkt weiter

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Mittwochmorgen bundesweit vorläufig 87.681 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 28 Prozent oder 34.099 Fälle weniger als am Mittwochmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 516,1 auf heute 477,9 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Außerdem meldete das RKI nun 210 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. (03.08.22)

Hospitalisierungs-Inzidenz bei 6,36

Die bundesweite Hospitalisierungsrate für Corona-Infizierte ist im Vergleich zum Vortrag gestiegen, gegenüber der Vorwoche aber deutlich gesunken. Das RKI meldete am Mittwochmorgen zunächst 6,36 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden 7 Tagen (Dienstag ursprünglich: 6,16, Mittwoch letzter Woche ursprünglich 7,66). Es handelt sich um die jeweils vorläufigen Zahlen, die stets nachträglich noch nach oben korrigiert werden, da manche Einweisungen erst später gemeldet werden.

Am höchsten ist die Hospitalisierungsinzidenz laut der vorläufigen Daten in Mecklenburg-Vorpommern (12,29). Dahinter folgen Sachsen-Anhalt (8,94), Thüringen (8,87), Saarland (8,64), Bayern (8,51), Brandenburg (7,07), Nordrhein-Westfalen (7,00), Hessen (6,99), Schleswig-Holstein (6,25), Rheinland-Pfalz (5,81), Sachsen (5,15), Baden-Württemberg (4,91), Niedersachsen (3,35), Berlin (3,17), Bremen (3,09), Hamburg (2,92). In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit vorläufig bei 5,79, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 0,79, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 2,34, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 2,88, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 9,79 und bei den Über-80-Jährigen bei 32,95 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner.

Und so sehen die Corona-Zahlen im Landkreis Ludwigsburg aus: 

Das Gesundheitsamt Ludwigsburg hat am Mittwochnachmittag in der Summe vorläufig 664 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Inzidenz liegt laut dem Landratsamt bei 367,2. Die Zahl der Corona-Toten im Kreis Ludwigsburg liegt bei mindestens 724 (+2). (Stand: 03.08..22 – 16Uhr)

Der Hospitalisierungswert im Landkreis lag am Dienstagnachmittag bei 4,9. Die Zahl der Intensivpatienten sank laut dem Gesundheitsamt zum Vortag um 21 auf 119. (Stand: 02.08.22.)

Bestätigte Fälle nach Gemeinde ( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 1.725 | 6 )
Asperg ( 4.819 | 15 )
Benningen am Neckar ( 2.196 | 1 )
Besigheim ( 4.797 | 36 )
Bietigheim-Bissingen ( 16.531 | 94 )
Bönnigheim ( 3.194 | 43 )
Ditzingen ( 9.038 | 26 )
Eberdingen ( 2.294 | 12 )
Erdmannhausen ( 1.813 | 10 )
Erligheim ( 980 | 4 )
Freiberg am Neckar ( 5.421 | 18 )
Freudental ( 975 | 11 )
Gemmrigheim ( 1.842 | 24 )
Gerlingen ( 6.339 | 28 )
Großbottwar ( 3.017 | 9 )
Hemmingen ( 2.986 | 40 )
Hessigheim ( 941 | 0 )
Ingersheim ( 2.241 | 24 )
Kirchheim am Neckar ( 2.576 | 43 )
Korntal-Münchingen ( 7.172 | 9 )
Kornwestheim ( 12.652 | 26 )
Löchgau ( 1.988 | 0 )
Ludwigsburg ( 33.378 | 71 )
Marbach am Neckar ( 5.799 | 7 )
Markgröningen ( 4.726 | 3 )
Möglingen ( 4.079 | 20 )
Mundelsheim ( 1.202 | 27 )
Murr ( 2.347 | 21 )
Oberriexingen ( 1.005 | 5 )
Oberstenfeld ( 2.728 | 32 )
Pleidelsheim ( 2.291 | 11 )
Remseck am Neckar ( 9.769 | 79 )
Sachsenheim ( 6.128 | 66 )
Schwieberdingen ( 4.567 | 26 )
Sersheim ( 1.676 | 11 )
Steinheim an der Murr ( 4.271 | 18 )
Tamm ( 4.069 | 15 )
Vaihingen an der Enz ( 10.513 | 28 )
Walheim ( 1.181 | 6 )

red

Kornwestheims Oberbürgermeisterin Ursula Keck will nicht mehr kandidieren

Ursula Keck ist seit 2007 Oberbürgermeisterin der Stadt Kornwestheim. Nach 16 Jahren im Amt will die parteilose 59-Jährige nicht noch mal antreten. Diese Ankündigung hat viele überrascht. Kecks Amtszeit endet am 8. August 2023.

Kornwestheim. Nach 16 Jahren und zwei Amtszeiten wird 2023 Schluss sein: Oberbürgermeisterin Ursula Keck hat sich dazu entschieden, bei den im Sommer anstehenden Wahlen nicht mehr für das Amt des Stadtoberhaupts zu kandidieren. Das hat sie am Mittwochnachmittag, 30. November 2022, zunächst ihren Mitarbeiter/-innen im Rahmen der Personalversammlung mitgeteilt.

Oberbürgermeisterin fühlt sich der Verwaltung tief verbunden

Den Zeitpunkt ihrer Erklärung hat die 59-jährige Oberbürgermeisterin bewusst gewählt. „Ich komme selbst aus der Verwaltung, sie ist mein Fundament. Deshalb war es mir ein großes Anliegen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Erstes über meine Entscheidung zu informieren“, betonte sie. Zudem wollte sie ein politisch komplexes Thema vor ihrer Verkündung geklärt wissen. Keck war es wichtig, zunächst die Verträge zur Ansiedlung einer Erstaufnahmeeinrichtung in der Stadt Kornwestheim durch das Land Baden-Württemberg zu unterschreiben. Dies ist am 21. November 2022 geschehen. „Ich wollte, dass dieser Prozess nicht von meinem Entschluss bezüglich der Kandidatur beeinflusst wird.“

Gerne hätte Keck die Stadt nach den teils schwierigen, finanzschwachen Jahren weiter geleitet und in die Zukunftsthemen wie Schulbauentwicklung, Digitalisierung und Fachkräftegewinnung geführt. Gerade der Umzug der Wüstenrot & Württembergischen AG auf Kornwestheimer Gemarkung, für den sie auch durch ihre Argumentationsstärke gesorgt hat, und die damit einhergehenden Einnahmen werden der Stadt und dem Gemeinderat neue Spielräume verschaffen. „Die Fraktionen haben sich jedoch dafür ausgesprochen, einen parteipolitischen Wahlkampf zu machen. Das passt nicht zu meinem überparteilichen Anspruch und meiner tiefen inneren Überzeugung, das Wohl der Stadt über parteipolitische Interessen zu stellen“, erklärte Keck.

Gleichwohl akzeptiert sie den Ansatz der Fraktionen: „Ich verstehe, dass sich Parteien in der Pflicht sehen, kommunalpolitisch interessante Kommunen mit einem jungen Nachfolger zu besetzen“, erklärte sie. Den Vertreter/-innen von Bündnis 90/Die Grünen, die eine Wahlempfehlung für sie ausgesprochen und sie im Wahlkampf unterstützt hätten, dankte Keck in diesem Rahmen explizit.

Keck hat zahlreiche Großprojekte angestoßen und begleitet

2007 sei sie mit dem Anspruch angetreten, die Stadtverwaltung, den Gemeinderat und die Verwaltungsspitze zu einen und zu stärken. „Das ist mir als parteilose Oberbürgermeisterin in 15 Jahren gelungen. Das Wohl der Stadt stand und steht für mich an erster Stelle. Sie ist meine Heimat geworden“, betonte sie. „Bis ich aus dem Amt ausscheide, werde ich mit dem gleichen Engagement und dem gleichen Herzblut für die Interessen der Stadt einstehen, wie in den vergangenen 15 Jahren. Mein Tatendrang ist ungebrochen.“ Ihre Nachfolge dürfe sich auf ein engagiertes Team mit hoher Fachkompetenz freuen.

In ihren beiden Wahlperioden hat Keck zahlreiche Großprojekte angestoßen und begleitet. Zu Beginn ihrer Amtszeit stand die Fusion der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (2008). Zudem hat sie die Planung und den Bau des Kultur- und Kongresszentrums Das K (Eröffnung 2013) auf den Weg gebracht, das heute ein Bildungszentrum für Jung und Alt darstellt. Neben der gelungenen Konsolidierung als Folge der Rückzahlungen an die EnBW in Höhe von 22 Millionen Euro (2014) fallen unter anderem auch die Neugestaltung des Holzgrundplatzes (2016), der Neubau am Ernst-Sigle-Gymnasium (2015) und der Hannes-Reiber-Halle (2016), der Neubau und anstehende Umzug der Wüstenrot & Württembergischen AG auf Kornwestheimer Gemarkung (seit 2017) sowie die Schulbauentwicklung in ihre Amtszeiten.

red

INFO

Am 24. Juni 2007 wurde Ursula Keck mit 71,02 Prozent der Stimmen als Nachfolgerin von Dr. Ulrich Rommelfanger zur Oberbürgermeisterin der Stadt Kornwestheim gewählt. Am 21. Juni 2015 wurde sie mit 54,44 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Der erste Wahlgang für die anstehenden Oberbürgermeisterwahlen ist für den 25. Juni 2023 geplant.