Abiturprüfungen starten am 18. Mai

An den diesjährigen Abiturprüfungen in Baden-Württemberg nehmen insgesamt etwa 47.400 Schülerinnen und Schüler teil. Die Prüfungen beginnen am 18. Mai.

In Baden-Württemberg nehmen an der diesjährigen Abiturprüfung insgesamt etwa 47.400 Schülerinnen und Schüler teil – 29.500 sind es an den allgemein bildenden und 17.900 an den beruflichen Gymnasien. Die Prüfungen starten am 18. Mai an den allgemein bildenden und am 20. Mai an den beruflichen Gymnasien. Der Prüfungszeitraum des Haupttermins endet am 29. Mai 2020 mit der Prüfung im Fach Latein an den allgemein bildenden Gymnasien beziehungsweise mit den Prüfungen in den Fächern Französisch und Spanisch an den beruflichen Gymnasien.

Abitur 2020 an den allgemein bildenden Gymnasien

Für etwa 29.500 Schülerinnen und Schüler an den allgemein bildenden Gymnasien in Baden-Württemberg beginnen die Prüfungen am Montag, den 18. Mai 2020. Am Mittwoch, den 20. Mai, absolvieren alle Prüflinge ihre schriftliche Prüfung im Fach Deutsch. Die letzten schriftlichen Prüfungen finden am 29. Mai 2020 statt.

Die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten legen insgesamt vier schriftliche und eine mündliche Prüfung ab. Für alle Prüfungskandidaten sind die Kernfächer Deutsch, Mathematik, eine Fremdsprache und ein weiteres individuell gewähltes Kernfach im schriftlichen Abitur verbindlich. In der mündlichen Prüfung gibt es einen Präsentationsteil, in dem die Schülerinnen und Schüler ein vorbereitetes Thema vortragen müssen. Dieser Präsentation schließt sich ein Prüfungsgespräch an.

Für die circa 17.900 Schülerinnen und Schüler an den beruflichen Gymnasien in Baden-Württemberg beginnen die schriftlichen Abiturprüfungen mit dem Fach Deutsch zwei Tage später am Mittwoch, den 20. Mai 2020. Am nächsten Prüfungstag legen die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten ihre Prüfungen in den berufsbezogenen Profilfächern ab. Neben diesen sechsstündigen Profilfächern gehören die vierstündigen Kernfächer Mathematik sowie Deutsch oder eine Fremdsprache sowie ein Prüfungsfach, das die Schülerinnen und Schüler gewählt haben, zu den vier schriftlichen Prüfungen. Den Abschluss der Prüfungen bilden in diesem Jahr die Fächer Französisch und Spanisch am 29. Mai 2020. Hinzu kommt verpflichtend eine mündliche Prüfung in einem weiteren Fach. Diese besteht aus einem Präsentationsteil und einem anschließenden Prüfungsgespräch.

Die Angst vor dem Facharzt

Fachärzte sind in der Corona-Krise offenbar nicht gefragt. Viele Patienten verzichten aus Angst vor einer Infektion mit dem Virus auf einen Besuch oder sagen bereits vereinbarte Termine ab. In einer bundesweiten Umfrage des NDR äußerten Vertreter von Berufsverbänden, Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen jetzt die Sorge, der Ausfall von Terminen könne zu lebensbedrohlichen Verschlechterungen der Gesundheit der Patienten geführt haben.

Kardiologen und Onkologen melden für ihre Patienten, die in der Regel zu einer Risikogruppe gehören, Rückgänge der Termine zwischen 30 und 50 Prozent. Zahnärzte verzeichnen sogar ein Minus von bis zu 80 Prozent. Bei vielen Termin-Servicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen nahmen die Anfragen laut der NDR-Umfrage um bis zu 50 Prozent ab.

Besonders stark war der Rückgang Mitte März 2020 bis Anfang Mai, als viele den Gang zum Arzt aus Sorge über eine Corona-Infektion mieden. Alle Vereinigungen wiesen darauf hin, dass es sich bei den Zahlen nur um Schätzungen handele, bis das laufende Quartal abgerechnet sei. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) befürchtet, dass sich Krankheiten durch den Ausfall von Terminen verschlimmert haben könnten.

Die Kardiologin Kristina Brinkmann aus Hamburg erzählt, dass ihre Praxis etwa 30 Prozent weniger Patienten als im gleichen Zeitraum des Vorjahres gehabt habe. Oft seien sie einfach nicht erschienen – wie zum Beispiel ein junger Mann, der sich vor dem Lockdown mit Herzbeschwerden vorgestellt hatte, seinen Folgetermin aber nicht wahrnahm.

Ralf Loweg