Aggressiver 26-Jähriger mit Schlagstock und Reizgas unterwegs und weitere Meldungen aus dem Kreis Ludwigsburg

Bietigheim-Bissingen: 26-Jähriger mit Schlagstock unterwegs

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Nachdem ein 26-jähriger Mann, der mutmaßlich alkoholisiert war und unter Medikamenteneinfluss stand, am Mittwoch gegen 18:55 Uhr im Bereich der Mühlwiesen- /Talstraße in Bietigheim zu Fuß mit einem Schlagstock unterwegs war, alarmierten mehrere Passanten die Polizei. Nach derzeitigem Kenntnisstand soll der aggressive Mann zunächst gegen das Schild einer Bäckerei geschlagen haben, wodurch dieses beschädigt wurde. Im Anschluss sei es noch zu einer Auseinandersetzung mit mehreren Jugendlichen gekommen. Im Verlauf dieser Begegnung soll der 26-Jährige mit einem Reizstoffsprühgerät einem bislang unbekannten Jugendlichen ins Gesicht gesprüht haben, nachdem er von ihm vermutlich geschlagen wurde. Anschließend begab sich der 26-Jährige zu einer Telefonzelle, gegen die er ebenfalls schlug. Hier sei allerdings kein Sachschaden entstanden. Hinzugezogene Polizeibeamte konnten den 26-Jährigen kurz darauf vor einem Supermarkt an einer Bushaltestelle antreffen, mittels Handschließen fesseln und durchsuchen. Die Durchsuchung förderte schlussendlich ein Teleskopschlagstock, ein Reizstoffsprühgerät und ein Einhandmesser ans Tageslicht. Die mitgeführten Gegenstände wurden letztendlich einbehalten. Als die Identität des Mannes feststand, wurde er auf freien Fuß gesetzt und ihm für die Örtlichkeit ein Platzverweis erteilt. Er muss nun mit mehreren Strafanzeigen rechnen. Das Polizeirevier Bietigheim-Bissingen hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die die Auseinandersetzung beobachtet haben sowie der unbekannte Jugendliche, sich unter der Tel. 07142 405-0, zu melden.

Tamm: Verkehrsunfall mit hohem Schaden

Zwei unfallbeschädigte Fahrzeuge und 20.000 Euro Schaden sind die Bilanz eines Verkehrsunfalls am Donnerstagabend, kurz nach 18:00 Uhr. Ein 39-jähriger Lenker eines Seat bog von der Bissinger Straße nach links in die Bahnhofstraße ein und missachtete hierbei die Vorfahrt eines 37-jährigen Lenkers eines VW Passats, der die Bahnhofstraße in Richtung Asperger Straße befuhr. Im Einmündungsbereich kam es zur Kollision beider Fahrzeuge. Verletzt wurde niemand. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und wurden abgeschleppt. Zur Unfallaufnahme musste die Bahnhofstraße bis 19.30 Uhr voll gesperrt werden. Eine örtliche Umleitung war eingerichtet. Zu nennenswerten Verkehrsbehinderungen kam es nicht. Die Freiwillige Feuerwehr Tamm war mit vier Fahrzeugen und 24 Mann, der Rettungsdienst mit einem Rettungswagen vor Ort.

Gemmrigheim: Polizei sucht nach Gefährdung im Straßenverkehr unbekannten Verkehrsteilnehmer

Am Mittwoch gegen 15:20 Uhr war ein 77-jähriger Hyundai-Lenker auf der Kreisstraße 1625 unterwegs und bog von dort links nach Gemmrigheim ab. Beim Abbiegen wurde eine Verkehrsteilnehmerin auf den Hyundai-Lenker aufmerksam, da er sehr langsam und darüber hinaus über eine Verkehrsinsel fuhr. Hierbei ist allerdings kein Sachschaden entstanden. Als sich der Autofahrer in Gemmrigheim befand, wendete er im Bereich der Kirchheimer Straße bei einem Discountmarkt und fuhr zurück zur K 1625. Aufgrund seiner auffälligen Fahrweise fuhr die Zeugin ihm hinterher. Von der K 1625 bog der Senior nach links auf die K 1624 in Richtung Neckarwestheim ein und von dort gleich wieder nach links auf den Parkplatz “Schöne Aussicht”. Nachdem der 77-Jährige hier angehalten hatte und ausgestiegen war, sprach die Zeugin sowie ein weiteres Pärchen den Mann an, ob alles in Ordnung sei. Hierauf stieg er wieder in seinen Wagen und fuhr über ein Feld auf die K 1625 in Richtung Kirchheim am Neckar. Laut Aussage der Zeugin soll er hierbei einen noch unbekannten Autofahrer, der auf der Kreisstraße ebenfalls in Richtung Kirchheim am Neckar fuhr, gefährdet haben. Der unbekannte Fahrer bremste wohl stark ab, um einen Zusammenstoß mit dem Hyundai zu vermeiden. Im weiteren Verlauf fuhr der 77-Jährige zu einer Tankstelle in Kirchheim am Neckar. Dort konnte er im Rahmen polizeilich eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen angetroffen werden. Während der anschließenden Kontrolle stellten Polizeibeamte bei dem Mann Alkoholgeruch fest. Nach einem Atemalkoholtest musste er sich einer Blutentnahme unterziehen und sein Führerschein wurde sichergestellt. Der bislang unbekannte Autofahrer sowie weitere Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des Hyundai-Lenkers gefährdet wurden, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Bietigheim-Bissingen, Tel. 07142 405-0, in Verbindung zu setzen.

Korntal-Münchingen: Nach Unfall geflüchtet

Nach einer Unfallflucht, die am Donnerstagmorgen zwischen 8.30 Uhr und 10.00 Uhr in der Sonnenbergstraße in Korntal-Münchingen begangen wurde, sucht das Polizeirevier Ditzingen, Tel. 07156 4352-0 nach Zeugen. Ein bislang unbekannter Fahrer beschädigte einen am Fahrbahn geparkten Mercedes und machte sich im Anschluss davon. Der Schaden beläuft sich auf etwa 3.000 Euro.

Ditzingen: Mercedes beim Ausparken beschädigt

Mutmaßlich beim Ausparken stieß ein noch unbekannter Fahrzeuglenker gegen einen Mercedes, der am Donnerstag zwischen 14.20 Uhr und 14.40 Uhr in der Mittlere Straße in Ditzingen abgestellt war. Der Wagen stand auf der oberen Parkfläche des dortigen Parkplatzes P2. Ohne sich um den angerichteten Sachschaden von rund 2.000 Euro zu kümmern, machte sich der Unbekannte aus dem Staub. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Verursacher geben können, melden sich bitte beim Polizeirevier Ditzingen, Tel. 07156 4352-0.

Kornwestheim: Motorroller am Bahnhof gestohlen

Ein bislang unbekannter Täter hat zwischen Donnerstag 16.30 Uhr und Freitag 1.40 Uhr am Bahnhof Kornwestheim einen älteren, schwarzen Motorroller gestohlen. Das Lenkerschloss des Rollers des Herstellers Keewag war nicht eingerastet, sodass der Dieb das Zweirad nur wegschieben musste. Der Motorroller hat einen Zeitwert von etwa 400 Euro. Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten sich beim Polizeirevier Kornwestheim unter Tel. 07154 1331-0 zu melden.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Nächtliche Ausgangssperren und mehr: Diese verschärften Corona-Regeln gelten in Baden-Württemberg

Nächtliche Corona-Ausgangssperre in Baden-Württemberg: In Hotspots sollen die Menschen im Bundesland nachts das Haus nur noch aus bestimmten Gründen verlassen. Hunderttausende Menschen im Land könnten hiervon betroffen sein. Diese und weitere verschärfte Regeln hat die Landesregierung beschlossen.

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Bei einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern müssen Kommunen unter anderem nächtliche Ausgangsbeschränkungen, ein Veranstaltungsverbot und das Schließen von Friseurbetrieben anordnen. Das teilte das Staatsministerium in Baden-Württemberg am Donnerstag mit. In sogenannten Corona-Hotspots dürfen die Menschen künftig nachts nur noch aus triftigen Gründen das Haus verlassen. Ausnahmen würden bspw. für medizinische Notfälle oder aus Arbeitsgründen gelten.

Und so sehen die genauen Maßnahmen aus:

Die Gesundheitsämter werden verpflichtet, regelmäßig ab einer 7-Tages-Inzidenz von 200/100.000 Einwohnern pro Woche und gleichzeitig diffusem Infektionsgeschehen, für die Stadt- und Landkreise im jeweiligen Stadt- beziehungsweise Landkreis nachfolgende Maßnahmen per Allgemeinverfügung zu regeln, sofern dieser Inzidenzwert mindestens in den letzten drei Tagen in Folge überschritten ist:

  • Im öffentlichen und privaten Raum dürfen sich nur noch Personen zweier Haushalte treffen, maximal jedoch 5 Personen. Kinder des jeweiligen Haushaltes bis einschließlich 14 Jahren sind hiervon ausgenommen. Verwandte in gerader Linie, Ehegatten, Lebenspartner oder Lebensgefährten in nicht ehelicher Lebensgemeinschaft, die nicht Teil dieser Haushalte sind, dürfen an den Ansammlungen und privaten Veranstaltungen nicht mehr teilnehmen.
  • Veranstaltungsverbot: Verboten werden alle Veranstaltungen, ausgenommen von Religions-, Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften zur Religionsausübung (einschließlich Bestattungen, Urnenbeisetzungen und Totengebeten). Ebenfalls ausgenommen sind unter anderem auch die Teilnahme an Gerichtsterminen, Aussagen bei Polizei oder Staatsanwaltschaft, Sitzungen kommunaler Gremien sowie Wahlen und Abstimmungen. Das Verbot gilt ebenso nicht für Veranstaltungen, die für die Aufrechterhaltung des Arbeits-, Dienst- oder Geschäftsbetriebs, der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der sozialen Fürsorge zwingend erforderlich sind und nicht aufgeschoben werden können.
  • Das Verlassen der Wohnung zwischen 21 und 5 Uhr ist nur aus triftigen Gründen erlaubt; Triftige Gründe sind insbesondere
    • die Ausübung beruflicher Tätigkeiten, einschließlich der Teilnahme Ehrenamtlicher an Einsätzen von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst,
    • die Inanspruchnahme medizinischer, therapeutischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen,
    • die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen,
    • die Begleitung Sterbender und von Personen in akut lebensbedrohlichen Zuständen und
    • Handlungen zur Versorgung von Tieren.
  • Eine nicht-medizinische Alltagsmaske oder vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung muss auf Baustellen auch im Freien getragen werden, soweit der Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht sicher eingehalten werden kann.
  • Friseurbetriebe sowie Barbershops und Sonnenstudios werden geschlossen.
  • Öffentliche und private Sportstätten, Schwimm-, Hallen-, Thermal-, Spaßbäder und sonstige Bäder werden abweichend von der Corona-Verordnung auch für den Schulsport, Studienbetrieb sowie Freizeit- und Individualsport geschlossen.
  • Medizinische Behandlungen (zum Beispiel Physio- oder Ergotherapie, Psychotherapie, Logopädie, Podologie, medizinische Fußpflege sowie Massagen) bleiben möglich, sofern medizinisch notwendig. Arztbesuche bleiben generell erlaubt; gegebenenfalls ist die Ärztin oder der Arzt vorab telefonisch zu kontaktieren.
  • Besuch in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen nur nach vorherigem negativem Antigentest oder mit FFP2-Atemschutzmaske bzw. vergleichbarem Standard.
  • Einzelhandel: Verbote von besonderen Verkaufsaktionen (zum Beispiel Räumungs- oder Schlussverkäufe, besondere Rabattaktionen), bei denen unter anderem aufgrund des Eventcharakters oder erwarteten zusätzlichen Publikumsverkehrs ein größerer Zustrom von Menschenmengen erwartet werden kann. Ebenfalls verboten sind Märkte, welche nicht der Deckung des täglichen Lebensbedarfs dienen (zum Beispiel Flohmärkte, Jahrmärkte).

red