Autoindustrie erholt sich langsam

Die Autobauer und Zulieferer nehmen in der deutschen Industrie eine Schlüsselrolle ein. Aktuell sind die Signale verhalten positiv. Doch von einem Zustand wie vor der Pandemie ist die milliardenschwere Branche noch weit entfernt. So analysiert der Verband der Automobilindustrie (VDA) die Ergebnisse für das erste Quartal 2021.

Der europäische Pkw-Markt etwa konnte sich gegenüber dem historisch niedrigen Vorjahresquartal noch kaum verbessern. Die Neuzulassungen stiegen um ein Prozent auf 3,1 Millionen Einheiten. „Anhaltende Lockdowns, geschlossene Autohäuser und zum Jahreswechsel ausgelaufene Anreizprogramme sorgen derzeit für Gegenwind“, so der VDA.

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Dabei entwickelten sich die fünf größten Einzelmärkte in den ersten drei Monaten unterschiedlich. In Italien erhöhte sich der Absatz um knapp ein Drittel (+29 Prozent), in Frankreich um ein Fünftel (+21 Prozent). In Deutschland hingegen wurden sechs Prozent weniger Pkw neu zugelassen. Im Vereinigten Königreich (-12 Prozent) und Spanien (-15 Prozent) gaben die Neuzulassungen sogar zweistellig nach.

In den USA stieg das Volumen der Light-Vehicle-Verkäufe (Pkw und Light Trucks) im ersten Quartal um elf Prozent auf rund 3,9 Millionen Einheiten. Dabei ging der Absatz im Pkw-Segment um fünf Prozent zurück. Das Light-Truck-Segment legte um 17 Prozent zu.

Der Verband weiter: „Mit fünf Millionen abgesetzten Neufahrzeugen stiegen die Pkw-Verkäufe in China im ersten Quartal 2021 um 76 Prozent an.“ Das starke Wachstum sei auf das niedrige Vorjahresniveau zurückzuführen. Hintergrund: Im Februar und März 2020 galt in China ein strenger Lockdown. Der Pkw-Markt brach damals um 45 Prozent ein.

Rudolf Huber / glp

Update zu Tötungsdelikt: Mutter tötet ihre zwei Kinder und begeht Suizid

Noch ungeklärt sind die näheren Umstände eines mutmaßlichen zweifachen Tötungsdelikts mit anschließendem Suizid, das sich am Dienstag in Vaihingen an der Enz zugetragen hat.

Gegen 11:00 Uhr wurde eine Polizeistreife von einer Joggerin informiert, nachdem sie neben der Holzgartenstraße an der Enz mehrere Kleidungsstücke, abgestellte Schuhe und einen Rucksack mit den Ausweispapieren einer 28-jährigen Frau und ihrer beiden drei und sieben Jahre alten Kinder aufgefunden hatte. Die Polizei leitete daraufhin umgehend eine groß angelegte Suchaktion ein, die von einem Polizeihubschrauber sowie von Einsatzkräften der Feuerwehr Vaihingen/Enz, des DRK und der DLRG unterstützt wurde. Im Verlauf der Suche konnten die Frau und ihre beiden drei und sieben Jahre alten Töchter nur noch tot aus der Enz geborgen werden. Die eritreische Familie mit anerkanntem Flüchtlingsstatus war bisher in einer städtischen Unterkunft in Vaihingen/Enz untergebracht. Der Nachzug des Vaters hatte sich zuletzt aufgrund der Pandemie verzögert.

Die Kriminalpolizei Ludwigsburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Bislang haben sich keine Hinweise auf eine mögliche Einwirkung Dritter ergeben.

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red