„Basketball ist mein Leben“ – John Patrick im Interview

John Patrick ist der Architekt der erfolgreichsten Ära der MHP-RIESEN Ludwigsburg. Viele Spieler kamen und gingen in den fast zehn Jahren seiner Trainerlaufbahn in der Barockstadt. Nur Patrick blieb. Er war die Konstante in einer fast jährlich nahezu komplett neu aufgestellten Mannschaft. Die Philosophie des US-Amerikaners war stets einfach: Respekt und Siege sammeln mit einem der berüchtigtsten Defensiv-Teams der Basketball-Bundesliga. Im Interview spricht der 54-Jährige über die Licht- und Schattenseiten eines Trainerjobs und warum es jetzt für ihn an der Zeit ist, ein neues Kapitel aufzuschlagen.

Ein Interview von Ayhan Güneş

LB24: Wann immer ich Sie während und nach den Spielen beobachtet habe, waren Sie die Ruhe in Person, souverän und kontrolliert. Werden Sie nie nervös?

JP: Es bringt weder für den Spieler noch für den Coach etwas, wenn man hochemotional reagiert. Außerdem versuche ich so ruhig wie möglich zu bleiben. Ein wichtiger Faktor für sportlichen Erfolg ist eine gute Vorbereitung, darauf konzentriere ich mich. Dennoch weiß ich, dass wir trotzdem Spiele verlieren können. Als Spieler und als Coach muss man sich immer fragen, was alles falsch laufen kann. Die besseren Mannschaften stellen sich darauf ein, dass der Gegner ihnen das Leben schwer machen wird. Nach jedem Spiel, besonders wenn man gewonnen hat, tritt eine Erleichterung ein. Verliert man, hat man sich eventuell nicht gut genug vorbereitet.

Ihre Trainerzeit bei den MHP-RIESEN ist jetzt beendet. Mit welchem Gefühl sind Sie in den immerhin 10 Jahren in Ludwigsburg zur Arbeit gegangen und wie ist Ihr aktuelles Gefühl morgens beim Aufstehen?

Basketball ist mein Hobby und gleichzeitig mein Job. Schon als Spieler und danach als Trainer war mir bewusst, dass es schlechtere Jobs gibt und ich glücklich bin, das ich mein Hobby als Job ausüben durfte. Als Student bekam ich ein Stipendium für Stanford, damals dachte ich schon: Wahnsinn, ich mache hier das, was ich normalerweise in meiner Freizeit machen würde und werde sogar noch in Form eines Stipendiums dafür bezahlt. Ich habe schon immer Pick-up Basketball Streetbasketball gespielt mit wem und wann immer ich konnte, und beschäftige mich bis heute noch in meiner Freizeit mit Basketballthemen, deswegen hatte und habe ich nie das Gefühl, dass meine Tätigkeit wirklich unbequeme Arbeit ist. Obwohl es viel Zeit braucht, um den Job richtig auszuüben.

Als bekannt wurde, dass Sie vorzeitig Ihren Vertrag auflösen, wurden Sie zitiert mit der Aussage, dass es zehn sehr intensive Jahre in Ludwigsburg waren und es jetzt Ihrer Meinung nach Zeit sei für einen Tapetenwechsel. Woran haben Sie das festgemacht?

Ich hatte das Gefühl, dass ich mal eine Pause brauche. Neben meinem Job als Coach war ich zusätzlich Sportdirektor, habe mich auch um das Jugend-Recruiting gekümmert und mit Agenten Verhandlungen von Anfang bis zum Ende geführt, Verträge vorbereitet, für den Trainerstab als auch für die Spieler. Auch in der Nebensaison lief die Tätigkeit als Cheftrainer und Sporttrainer selbstverständlich weiter. Spieler wurde gesichtet und auch Verhandlungen mit Teams geführt, die an unseren Spielern interessiert waren. Diese Arbeiten haben sich vor allem auf den Sommer konzentriert. Natürlich habe ich als Trainer und Sportdirektor keinen geregelten Job von 9.00 bis 17.00 Uhr, weder während noch außerhalb der Saison. Und natürlich war es auch interessant für mich, meine zwei eigenen Söhne im Team zu haben und ihnen Vater und Trainer zugleich zu sein, was gleichermaßen super wie herausfordernd war. Dann kam die Corona-Zeit, in der wir international, aber ohne Fanbegleitung gespielt haben. Es waren sehr intensive und erfahrungsreiche Zeiten. Manchmal wäre es gut gewesen eine Pause einzulegen aber der Wettbewerb, in dem wir uns befanden, ließ das einfach nicht zu.

War es schwierig, den Vertrag vorzeitig aufzulösen? Hat man Ihnen keine Steine in den Weg gelegt?

Ich hatte seit 2013 eine Ausstiegsklausel in meinem Vertrag. Ich sprach mit den Vereinsverantwortlichen und gemeinsam fanden wir einen Weg, wie das Team weiterhin seine erfolgreiche Entwicklung fortführen könnte. Dem Verein stehe ich jedoch weiterhin in einer beratenden Rolle zur Seite.

Wie hat Ihre Familie reagiert, als Sie Ihnen von Ihren Wechselplänen erzählt haben?

Die Familie hat sehr positiv auf meine Entscheidung reagiert, da sie mit der Zeit bemerkt haben, dass eine kleine Verschnaufpause mir guttun würde.

Es ist nachvollziehbar, dass Ihre Frau mit Ihrer Entscheidung glücklich ist. Aber was sagen Ihre Söhne dazu?

Sie verstehen mich und akzeptieren meine Entscheidung. Alle drei sind sehr fleißig. Mein erster Sohn Julian war in der Saison 2017/18 unser Teammanager. Er war damals erst 17 oder 18 Jahre alt, hat aber gearbeitet wie ein Erwachsener. Oft hat er bis in die tiefe Nacht hinein die Mannschaftswäsche gewaschen und hat die Mannschaft durch halb Europa begleitet. Auch wenn ich sein Vater war, habe ich von ihm erwartet, dass er seinen Job perfekt macht. Meine beiden anderen Söhne Johannes und Jacob spielen regelmäßig im Team. Sie haben Abitur gemacht ohne jeglichen Sonderstatus. Sie mussten ihre Sachen für die Schule erledigen. Das war auch nicht einfach für sie als junge Spieler, gerade während Corona, mit wenigen sozialen Kontakte, nur Schule und Basketball.

Ihre Jungs sind fleißig und ehrgeizig. Wie stolz sind Sie als Vater auf ihre drei Söhne?

Ich bin sehr stolz auf alle drei. Vor allem darauf, wie sie die Herausforderungen angenommen haben und dabei positiv geblieben sind. Ich muss ihnen gar nichts sagen, sie wissen selbst, was ihnen beispielsweise ein Individualtraining bringt, das machen sie von ganz allein. Julian als Trainer und Johannes und Jacob als Spieler.

Es macht mir große Freude zu sehen, dass alle drei verstanden haben, das zusätzliches Training einen großen Nutzen und einen Wettbewerbsvorteil bringen kann.

Viele Menschen hier im Landkreis sagen, Sie sind das Gesicht der MHP-RIESEN. Sehen Sie das selbst auch so?

Nein, denn ich möchte nicht im Rampenlicht sein und auch nicht in der Öffentlichkeit über Basketball sprechen. Ich bevorzuge den Hintergrund, um meine Aufgaben erfolgreich zu erledigen.

Werden Sie außerhalb der MHP-Arena in Ludwigsburg oft angesprochen?

Manchmal schon, aber es ist ehrlich gesagt nicht ein Thema für mich.

Ihr Job ist ein 24-Stunden-Job, der viel Energie, Kraft und Zeit kostet. Wo nehmen Sie Kraft und Energie her, um das alles zu stemmen?

Mein ganzes Leben lang habe ich Sport getrieben und Wettbewerbe bestritten. Deshalb verspüre ich diesbezüglich auch keinen unerwarteten Stress. Ich war immer bereit, den Wettbewerb an- bzw. aufzunehmen, wollte stets meine Jobs als Cheftrainer und Sportdirektor seriös ausüben. Nur die Öffentlichkeitsarbeit mit Interviews war noch nie mein Ding. Ich würde lieber weniger sagen und das Rampenlicht den Spielern und dem Präsidenten überlassen. Das wird mir in Japan besser gelingen, denn da werde ich lediglich Cheftrainer sein.

Was tun Sie sich Gutes, wenn Sie mal entspannen wollen?

Ich liebe einfach Basketball, auch in der Freizeit. Aber ich mag auch die Natur, lese viel, zum Beispiel über Politik. Aber es macht mir auch einfach Spaß, mit jüngeren Menschen auf dem Spielfeld zu arbeiten, es macht Spaß mit Coaches zu reden. Basketball ist mein Leben. Außerdem ist es für mich als Familienvater faszinierend zu sehen, wie unsere Kinder groß geworden sind und sich entwickeln, wie selbständig sie geworden sind über die Jahre.

Über Sie als Trainer wird gesagt, dass Sie knallhart sind und von Ihren Spielern fordern, immer bis zum Äußersten zu gehen. Erwartet das der Ehemann und Familienvater John Patrick auch von seiner Familie?

Die Menschen, die das behaupten haben mich wahrscheinlich nie bei meiner Arbeit erlebt und auch nicht zuhause. Zu Hause bin ich kein Coach. Zusammen mit meiner Frau bilden wir ein gutes Team. Wir mussten auch früh den Kindern einiges zutrauen, sei es das Kümmern um den Hund und die Pferde oder um Dinge im Haus wie beispielsweise den Müll oder Shoppen. Auch müssen sie sich um die Oma kümmern, die schon älter ist und bei uns ganz in der Nähe wohnt.

Junge Spieler, die zu uns kommen, tun das, um sich zu entwickeln. Ältere Spieler kommen um zu siegen und erfolgreich zu sein. Ich denke, dass wir mit zu den Top-Mannschaften gehören, aber diesen Erfolg schafft man eben nur durch harte Arbeit.

Sind Sie ein Trainer zum Anfassen, eine Art Vaterfigur, oder ist Ihnen Distanz und Respekt lieber?

Ich bin relativ offen und jeder kann mit seinen Problemen auch außerhalb des Basketballs zu mir kommen. Eine gewisse Distanz im Training ist wichtig. Jedoch ist auch das persönliche Interesse am Spieler relevant.

Wir haben hier auch einen Teammanager, Yannick Rohatsch, der für die täglichen Dinge zuständig ist. Er ist noch näher an den Spielen dran. Das hilft sehr.

Kommen wir zum Thema Corona, dass uns alle die letzten zwei Jahre beschäftigt hat. Wie hat sich Corona auf den Basketball ausgewirkt?

Während der Coronakrise hatten wir als MHP RIESEN zweieinhalb sehr gute Spielzeiten, aber es war natürlich nicht einfach. Schlimmer noch war es jedoch für die Kinder und Jugendlichen, die ihren Bewegungstrieb, ihre Sportbegeisterung und ihre sozialen Kontakte in den Vereinen nicht ausleben durften. Für uns war es aufreibend, dass wir so viele PCR-Tests machen mussten, manchmal zweimal am Tag. Die ganzen Regeln damals waren notwendig. Zum Glück hatten wir unsere Spieler auf der Bank, die für Stimmung während der Spiele gesorgt haben. Dieser Teamgeist und die Energie, die da von der Bank kamen, das war schon ein Vorteil für uns. In der Saison 2019-2020 hatten wir  mit 17 Siegen und drei Niederlagen, im letzten Jahr mit 30 Siegen und vier Niederlagen und in diesem Jahr mit 23 Siegen und elf Niederlagen eine extrem erfolgreiche Zeit. Das war schon alles sehr gut. Komisch waren unsere Geisterspiele in vielen Teilen Deutschlands, während auf internationaler Ebene wieder ganz andere Regeln galten, sei es bei den Reisebedingungen oder für die Anwesenheit von Fans während der Spiele. Das war alles recht kompliziert, aber wir sind als Team gut durch diese Zeit gekommen.

Hatten Sie selbst Corona?

Ich glaube, dass ich es zweimal hatte, aber ich wurde nie positiv getestet.

Wenn Sie die letzten zehn Jahre Revue passieren lassen, was werden Sie in Zukunft vermissen?

Ludwigsburg als Stadt mit all seinen Menschen werde ich vermissen. Ich liebe Ludwigsburg, es ist ein toller Ort für meine Familie und mich. Hier verschmelzen so viele Nationen, Sprachen und Kulturen, das mag ich. Das wird in Japan anders sein, denn dort leben zu 99 Prozent Japaner, nur Tokio ist relativ international. Dort fühle ich mich auch wohl. Ich werde am Rand von Tokio wohnen und fahre fünf Minuten mit dem Fahrrad, dann bin ich in der Natur, fahre viele Kilometer am Fluss entlang, sehe Tempel und Reisfelder. In vierzig Minuten bin ich an einem Surfing-Strand, das ist alles wunderbar, vor allem auch deshalb, weil wir in Japan nur einmal am Tag trainieren dürfen. Hier in Ludwigsburg brauche ich allerdings nur 15 Sekunden, schwupps bin ich im Favoritenpark.

Während Ihrer Zeit hier als Trainer sind viele namhafte Spieler gekommen, einige sind gegangen. Wer war der herausragendste Spieler?

Jeder Spieler hat etwas mitgebracht. Es gibt Spieler, die vielleicht nicht so herausragend auf dem Spielfeld performt haben, aber die legen anderweitig so viel Power und Einstellung an den Tag wie beispielsweise Chris von Fintel. Oder Spieler wie Jon Brockman, Tom Walkup, Jaleen Smith, die einen unbeschreiblichen Einfluss auf die Mitspieler hatten, so motiviert jeden Tag trainiert haben und im Spiel in der Offensive wie Defensive dominant aufgetreten sind. Wir hatten viele hier, nicht nur in der spielenden Mannschaft, sondern auch im Verein wie Lukas Robert oder Mario Probst, die den administrativen Bereich geregelt haben. Es wird so bleiben, unabhängig davon ob ich da bin oder nicht. Führung kommt von allen.

Gibt es weltweit einen Spieler, der für Sie der Größte war bzw. ist?

Da sage ich sofort Michael Jordan. Der Mann hat nicht nur auf dem Feld mehr als jeder andere geleistet, er war eine Ikone und hat Basketball international populär gemacht. Er spielt in seiner eigenen Liga.

In jeder Saison hatten Sie die Aufgabe, eine Mannschaft fast komplett neu zusammenzustellen. Und fast jedes Mal ist es Ihnen gelungen, ein sehr erfolgreiches Team daraus zu formen. Wie haben Sie das geschafft, was ist Ihr Geheimnis?

Wir haben versucht, charakterstarke Spieler zu gewinnen, die Basketball richtig lieben und leben. Wir haben in dieser tollen Stadt Ludwigsburg in allen Bereichen super Trainingsmöglichkeiten, so dass sich jeder Spieler wohlfühlen und wir gute Spiele abliefern konnten. Wir spielen national in einer starken Liga, der BBL, und in der Champions League spielen wir gegen Topteams in ganz Europa. Wir sind bei NBA- und Euroleague-Scouts eine bekannte Größe. So konnten wir unseren Spielern behilflich sein um sie in die Euroleague oder in die NBA zu schicken. Sie kamen als Rohdiamanten zu uns, und einige Spieler haben es als großes Sprungbrett genutzt.

Mit unserem Jugendprogramm gehören wir übrigens mittlerweile zu den Besten in Deutschland und meiner Meinung nach zu den Top-Acht in Europa. allerdings hat es vier, fünf Jahre gedauert, bis wir so weit waren, dass Jugendliche mit den Profis trainieren  konnten. Davon wird die Mannschaft auch in der Zukunft künftig profitieren.

Was war bislang Ihr schönstes Erlebnis bei oder mit den MHP RIESEN?

Neben Superlativen wie Hauptrundmeisterschaft und Final Fours machte mir auch das tägliche Training großen Spaß. Spielern zuzusehen wie sie besser werden.

Bleibt Ihnen auch ein negatives Erlebnis in Erinnerung?

In schlechter Erinnerung bleiben mir natürlich all die Verletzungen, aber auch meine Sorge beim Spiel um die Meisterschaft in München gegen Alba Berlin, als ich Angst hatte, dass mein bester Spieler (Anm. der Redaktion: Marcos Knight) nicht auflaufen kann. Und so kam es dann leider auch.

Gab es mal den Moment in Ihrer Trainerzeit, in dem Sie ans Aufhören dachten?

Nein, einen solchen Moment gab es nie. Selbst in meiner Zeit als Spieler an der Highschool oder in Stanford, wo ich mehrere Spielzeiten wenig zum Einsatz kam, habe ich nicht eine Sekunde ans Aufhören gedacht. „Da musst Du durch. Es ist halt ein Kampf.“

Sind Sie eine Kämpfernatur?

Als Trainer habe ich die Einstellung, dass ich einen Weg finde, um zu gewinnen. Ja, denn es gibt immer einen Weg und eine Lösung. Es gibt auch immer eine Rolle, die man in einer Mannschaft finden kann, auch wenn es vielleicht nicht die Wunschrolle ist. Wenn man nicht zum Goalgetter wird, ist man vielleicht in der Verteidigung wertvoll für die Mannschaft. Kämpfen ist notwendig, (manchmal auch gegen das eigene Ego) wenn du gewinnen willst.

Wie geht es jetzt mit John Patrick weiter?

Den Sommer über habe ich frei. Das war mein Wunsch und das ist auch gut vereinbar mit meinem künftigen Job als Cheftrainer der Chiba Jets in Japan, wo ich Ende August hin wechseln werde. Ich helfe zudem meinem Nachfolger Josh King, wir telefonieren jeden Tag. Da ich einen Beratervertrag mit den MHP RIESEN habe, bleibt die Verbindung zu Ludwigsburg auf jeden Fall bestehen. Meine Familie bleibt hier. Zwei meiner Kinder werden hier weiterhin spielen. Beide wollten unbedingt mindestens noch ein Jahr bei den RIESEN bleiben. Das finde ich gut, denn sie identifizieren sich total mit Ludwigsburg und den Riesen.

Welche Visionen und Träume haben Sie noch?

Oh, da gibt es vieles, was ich noch machen möchte. Zuerst möchte ich zurück nach Japan gehen. Ich war schon mal lange Zeit dort, aber ich will jetzt mehr an der Sprache arbeiten, wieder reinkommen und mich verbessern. Ich möchte mich wieder in Form bringen, will meine amerikanischen sowie japanischen Freunde dort wieder treffen. Das alles habe ich mir vorgenommen. Allerdings war ich noch nie jemand, der sich große Ziele gesetzt hat. Ich will natürlich erfolgreich sein.

Wäre die NBA kein Traum für Sie?

Nein.

Wäre Bundestrainer eine Option?

Ich hatte Angebote, aber im Moment macht es für mich wenig Sinn. Ich genieße es den Wettkämpfen der Nationalmannschaften in der Sommersaison zuzusehen.

Herr Patrick, wir danken Ihnen für das Gespräch!

Ermittlern gelingt Schlag gegen Rauschgiftbande; Holzstämme in Großbottwar gestohlen; Wohnungseinbruch in Kornwestheim

In eine großangelegte Durchsuchungs- und Festnahmeaktion mündeten mehrmonatige Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart und Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg am 23. November. Die Aktion richtete sich gegen eine Gruppe von Rauschgifthändlern um zwei 33 Jahre alte Deutsche aus dem Landkreis Böblingen.

Die beiden 33-jährigen Tatverdächtigen sowie weitere 15 beschuldigte Personen stehen im Verdacht mit großen Mengen Cannabis und Kokain gehandelt zu haben. Am vergangenen Mittwoch konnten die Einsatzkräfte einen der beiden 33-jährigen vermeintlichen Organisatoren und insgesamt acht weitere Tatverdächtige festnehmen, die sich nun allesamt in Haft befinden.

Bereits Mitte Oktober war den Ermittlern und Ermittlerinnen ein Schlag gegen den organisierten Drogenhandel gelungen, als sie in Weil der Stadt eine als Versteck und Lager genutzte Garage enttarnten. Dort entdeckten sie sieben Kilogramm Cannabis, die der Gruppierung um die beiden 33-Jährigen zuzurechnen sind

Im Zuge der Festnahme eines mutmaßlichen Drogenkuriers Anfang November im Landkreis Böblingen verdichteten sich die Hinweise für die Ermittler. Im Kofferraum des Fahrzeugs des 28-Jährigen entdeckten Polizeibeamte damals weitere rund fünf Kilogramm Cannabis. Der Kurier befindet sich ebenfalls in Haft.

Am 23. November wurden auf Grund richterlicher Beschlüsse insgesamt 22 Objekte, größtenteils handelt es sich hierbei um Wohnungen, durchsucht. Die Maßnahmen betrafen 16 Tatverdächtige.

Insgesamt waren 285 Polizistinnen und Polizisten aus den Polizeipräsidien Ludwigsburg und Ravensburg sowie des Polizeipräsidiums Einsatz, das unter anderem mit Kräften des Spezialeinsatzkommandos unterstützte, eingesetzt. Der größte Teil der Aktion fand im Landkreis Böblingen statt. Einzelne Beschlüsse wurden zudem in Stuttgart, im Landkreis Ludwigburg, im Landkreis Calw sowie im Bodenseekreis vollstreckt.

Insgesamt lagen bereits zehn beantragte Haftbefehle wegen Rauschgifthandels vor. Acht Männer im Alter zwischen 22 und 33 Jahren wurden aufgrund dessen festgenommen. Bei einem 36-Jährigen, gegen den zunächst lediglich ein Durchsuchungsbeschluss vollstreckt werden sollte, fanden die Ermittler und Ermittlerinnen etwa drei Kilogramm Cannabis auf. Dies führte dazu, dass er vorläufig festgenommen und nach einer haftrichterlichen Vorführung ebenfalls in Untersuchungshaft kam. Bei den Festgenommenen handelt es sich um fünf deutsche Staatsangehörige, einen Deutsch-Russen, einen serbischen und einen marokkanischen Staatsangehörigen sowie einen Tatverdächtigen aus Pakistan. Der zweite 33-jährige vermeintliche Organisator sowie ein weiterer deutscher 36-jähriger Tatverdächtiger befinden sich derzeit auf der Flucht.

Die Durchsuchungsmaßnahmen förderten kleinere Mengen Betäubungsmittel, Schlag – und Schreckschusswaffen, größere Summen Bargeld, Datenträger und Mobiltelefone zu Tage. Darüber hinaus wurden fünf hochwertige PKW, unter anderem ein Audi und zwei BMW, beschlagnahmt. Die Ermittlungen und die Auswertung der beschlagnahmten elektronischen Beweismittel dauern an.

 

Großbottwar: Buchen- und Eichenstämme gestohlen

Zwischen Samstag 17.00 Uhr und Montag 10.00 Uhr stahlen noch unbekannte Täter etwa 20 Festmeter Holz in vierstelligem Wert, die am Wegesrand an einer Kreuzung zwischen der Schutzhütte Hirschhau und dem Waldspielplatz im Kälblingwald südöstlich von Großbottwar lagerten. Es handelt sich mindestens 75 Buchen- und Eichenstämme die jeweils eine Länge von etwa fünf Meter haben. Der Transport dürfte aufgrund der Menge nur mit einem größeren Fahrzeug bzw. LKW durchführbar gewesen sein. Der Polizeiposten Großbottwar, Tel. 07148 1625-0, bittet Zeugen, die Hinweise geben können, sich zu melden.

 

Korntal-Münchingen: Einbruch in Wohnhaus

Am Dienstag zwischen 16:30 Uhr und 18:00 Uhr brachen bislang unbekannte Täter in ein Wohnhaus in der Straße „Auf dem Roßbühl“ in Korntal ein. Über ein eingeschlagenes Fenster verschafften sich die Unbekannten Zutritt zur Wohnung und durchsuchten im Anschluss das Erdgeschoss. Ob die unbekannten Täter etwas entwendet haben ist noch nicht bekannt. Der hinterlassene Sachschaden dürfte sich auf mehrere Hundert Euro belaufen. Das Polizeirevier Ditzingen, Tel. 07156 4352-0, hat die Ermittlungen übernommen und sucht Zeugen.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg