Wie Ludwigsburger in Zeiten von Corona ihre Zeit verbringen

Wir bleiben daheim, so lautet derzeit das Motto für alle Deutschen. Wer keinen triftigen Grund hat oder zur Arbeit muss, soll freiwillig das Haus nicht mehr verlassen. Kindergärten, Schulen, Universitäten sind geschlossen, ebenso Geschäfte, viele Unternehmen und alles, nahezu alles, was bislang für unser tägliches Leben selbstverständlich war, es erleichtert oder verschönert hat. Stattdessen sind die Menschen dazu verdammt, ihren Alltag in den eigenen vier Wänden zu verbringen und jeden Tag neu zu überlegen, wie man die unfreiwillig gewonnene Freizeit sinnvoll, abwechslungsreich und ohne großen Frust oder drohende Langeweile nutzt. Vor allem die Künstler werden kreativ und zeigen sich oftmals von einer ganz neuen Seite. Musiker wie Mark Forster, Nico Santos, Max Giesinger oder Patricia Kelly laden ihre Fans über die sozialen Medien zu kostenloses Wohnzimmer-Konzerten ein. Stuttgarts Startänzer Eric Gauthier, Chef der Gauthier Dance Company, hat gleich zu Beginn der Ausgangsbeschränkungen extra seinen YouTube-Kanal #Wohnzimmerballett eingerichtet, über den er Kindern wie Erwachsenen ganz unterschiedliche Tänze beibringt. Vor allem Familien mit Kindern sind dankbar, über jede Beschäftigungs-Idee für die unausgelasteten Nachkömmlinge, denen der Besuch von jeglichen Spiel- und Sportplätzen, Freizeitparks oder Schwimmbädern streng untersagt ist. Ludwigsburg24 hat sich umgehört, wie die Menschen im Landkreis mit der Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit umgehen, was sie umtreibt, wie sie sich vor dem Virus schützen und die Langeweile zu vertreiben.

Anita Talmon ist Rentnerin und lebt derzeit gemeinsam mit ihr zehnjährigen Enkelin Amy in ihrer Schwieberdinger Wohnung. „Die Mama von Amy ist krank, deswegen wohnt sie jetzt schon seit einiger Zeit übergangsweise bei mir“, erklärt die 68-Jährige die Situation. Morgens schlafen die beiden ein Stündchen länger als üblich, danach wird für die Schule gelernt. Nachmittags ist Spielzeit. „Amy hat Schleichpferde und einen gut ausgestatteten Pferdehof. Wir machen Rollenspiele mit den Pferden und haben jede Menge Spaß dabei. Wir haben auch schon zusammen gekocht und einen Marmorkuchen gebacken. Noch fällt mir die Decke nicht auf den Kopf“, lacht sie. „Ich habe so viele Bücher, die ich noch nicht gelesen habe. Außerdem bin ich Hobbymalerin und habe ein Sportgerät daheim. Bislang bin ich zu all den Dingen noch gar nicht gekommen.“ Anita hat als erstes liegengebliebene Papiere von sich und ihrer dementen Mutter geordnet, deren Betreuerin sie ist. Besuchen darf sie die Mutter im Pflegeheim jedoch nicht. „Aber ich schreibe ihr Briefe, kaufe Leckereien und Blumen, Amy hat ein Bild gemalt, das gebe ich dann im Pflegeheim für sie ab. Gelegentlich telefoniere ich mit meiner Mutter, das ist leider gerade unser einziger persönlicher Kontakt.“ Eigentlich würden Oma und Enkelin gerne mal zum Walken und mit den Inlinern raus. „Aber wir fühlen uns in der Wohnung einfach sicherer“, hat sie entschieden. Angst hat Anita Talmon wegen des Virus nicht, aber etwas mulmig sei ihr schon. Durch ihr leichtes Asthma gehört sie zu den Menschen, die stärker durch Covid-19 gefährdet sind. Deshalb hält sie sich strikt an alle Auflagen, die zum Schutz vor einer Ansteckung verlangt werden. 

Die freie Fotografin Madeleine Hillenbrand kann durch die Corona-Maßnahmen momentan nicht arbeiten. Mit ihrem gleichaltrigen Mann Rainer lebt sie in einem Haus mit Garten in der Ludwigsburger Innenstadt. Die beiden 44-Jährigen haben die drei Kinder Frida, 12, Yunes, 10 und Nachkömmling Rayyan im Alter von 2. Derzeit ist die ganze Familie daheim, Für Madeleine Hillenbrand liegen die Aufträge brach, ihr Mann arbeitet als IT-Fachmann im Homeoffice. Für die Wochen der Ausgehbeschränkung haben sich die Hillenbrands einen Plan gemacht, der sich hauptsächlich um die Schule dreht. „Vormittags müssen die beiden Großen sich mit ihren Hausaufgaben und den Übungen beschäftigen, die sie täglich von der Schule erhalten. Währenddessen kümmere ich mich vorwiegend um den Kleinen, schaue aber auch den Großen über die Schulter, weil sie gelegentlich Hilfe benötigen in Fächern wie Mathe oder Physik. Das ist nicht immer ganz einfach, weil ich nebenher Lehrer sein soll, den Kleinen bespaßen muss und trotzdem soll auch der Haushalt funktionieren. Von daher vergehen die Tage schnell“, sagt sie. Außerdem nimmt sie sich mit den Kindern Aufgaben vor, die sonst liegenbleiben wie Kleiderschränke ausmisten oder Spielsachen aussortieren. „Ich selbst habe jetzt endlich auch die Zeit, mal gründlich die Fenster zu putzen und das ganze Haus auf Vordermann zu bringen.“ Yunes ist sehr sportlich, braucht seine Bewegung. Da die Kinder nicht raus auf die Straße oder den Sportplatz können, wird im Haus oder auf der Terrasse gesportelt. „Da wir jetzt zusammen sehr viel backen und kochen, haben wir bereits alle schon zugenommen“, erzählt die Dreifachmama und gibt zu, dass die Kinder in der häuslichen Quarantäne auch öfter mal vor dem Fernseher sitzen oder mit der Playstation spielen dürfen, was ihnen sonst während der Woche verboten ist. „Aber so habe ich wenigstens auch mal ein Stündchen, in dem ich in Ruhe mal was schaffen kann. Und am Wochenende sind wir tatsächlich wie im Urlaubsmodus: wir schlafen aus und leben so in den Tag hinein, erledigen das eine oder andere und die Kinder finden auch immer etwas, womit sie sich beschäftigen können. Uns geht es noch sehr gut und wir stehen diese Zeit durch. Die Situation ist natürlich ernst, aber fast genieße ich das ein bisschen, weil der Alltag ohne Termindruck und somit entschleunigt worden ist. Wir haben einfach wieder mehr Zeit füreinander.“

Für Angelina Giuliano eröffnet sich durch die Corona-Krise eine völlig neue Welt. Die Besitzerin vom beliebten Eis-Cafe Baci am Marktplatz in Ludwigsburg ist es gewöhnt, täglich mit ihrer zahlreichen Kundschaft zusammen zu sein. Sie lebt davon, dass viele Gäste zu ihr kommen, in ihrer Eisdiele sitzen, sich unterhalten, lachen. Je mehr Kundschaft, umso besser das Geschäft. Doch jetzt ist es still geworden in ihrer Gelateria, denn Angelina Giuliano musste schließen. „Für mich ist das eine totale Umstellung“, sagt die 48-jährige Italienerin. „Unfassbar, diese Ruhe. Es ist tatsächlich das erste Mal in meinem Leben, dass ich so runterfahre, nicht arbeiten gehe und gezwungen bin, daheim zu sein.“ Sie sieht es im Moment sogar positiv, da sie viel Zeit mit ihren Töchtern verbringen kann. Mit den Töchtern Michela (24) und Lucia (26) gehen sie gemeinsam zum Laufen, spielen UNO, MONOPOLY, TABU und italienische Kartenspiele oder sie stehen in der Küche. „Jetzt muss ich mich selbst mit dem Kochen beschäftigen, früher hat das immer meine Mutter gemacht, die gegenüber von mir wohnt“, lacht sie. Haushalt war nie ihre Sache, dafür hatte sie immer Unterstützung, denn Giuliano hatte im Job genug zu tun. Noch genießt sie es, mal auf der Couch zu liegen und gemütlich ein Buch zu lesen. Aber sie macht sich auch Gedanken über die kommende Zeit. „Was kommt noch, was mache ich dann, wie wird es weitergehen? Das sind schon Fragen, die ich mir stelle und über die ich mit meinen Töchtern spreche.“ Die Töchter sind die einzigen Menschen, zu denen sie direkten Kontakt hat. Ihren Eltern erledigt sie zwar den Einkauf, doch den stellt sie sicherheitshalber bei ihnen vor der Haustür ab. Ab und an schaut sie sich alte Fotos an und lässt Erinnerungen an frühere Zeiten aufleben. Dann greift sie zum Hörer und ruft die eine oder andere Person an. Auch wenn ihr die Eisdiele fehlt, gewinnt Giuliano der Zwangspause etwas Positives ab. „Ich war vorher wie in einem Hamsterrad, habe nur noch funktioniert. Kaum aufgestanden, war ich schon im Stress. Genau das werde ich versuchen, zu minimieren, sobald das Leben wieder normal läuft. Das nehme ich aus der Quarantäne mit, das ist mein großes Ziel.“

Einigeln daheim in seinem Asperger Einfamilienhaus will er sich nicht, sein täglicher Gang ins Büro muss sein. Doch Jürgen Pflugfelder, 64, von Pflugfelder Immobilien, achtet sehr genau darauf, alle Hygienemaßnahmen streng einzuhalten, denn er hat eine ernsthafte Vorerkrankung. „Wenn ich unterwegs bin, trage ich immer eine Maske, die ich mir extra besorgt habe. In Besprechungen versuche ich den Mindestabstand zu halten, ich gebe niemandem mehr die Hand, umarme auch keine anderen Personen mehr, ich wasche mir ständig die Hände. Tatsächlich bin ich sehr vorsichtig und meide sogar meine fünf Enkelkinder, von denen drei an der internationalen Schule sind. Da findet momentan überhaupt kein Kontakt statt, da das Übertragungsrisiko doch sehr hoch wäre. Außerdem vermeide ich alle Treffen mit mehr als zwei Personen, die nicht berufsbedingt sind“. In Restaurants ging er schon nicht mehr, bevor diese schließen mussten. „Durch meine Vorerkrankung bin ich sehr restriktiv und schränke meine sozialen Kontakte sehr massiv ein. Deshalb bin ich jetzt auch von Mallorca zurückgekommen, wo ich dem ganzen Corona-Trubel hier eigentlich aus dem Weg gehen und mich in einem sicheren Bereich bewegen wollte. Plötzlich war es dort noch dramatischer als hier bei uns. Dann ist es mir doch lieber, im Schwabenland zu sein“, erzählt der Immobilien-Guru mit ernster Miene. Obwohl der kommunikative Makler normalerweise immer gerne unter Menschen ist, kann er es auch gut mit sich selbst aushalten. Er genießt die ruhigen Stunden vor allem mit ausgiebiger Zeitungs- und Zeitschriftenlektüre. Aber auch die Bewegung darf in Zeiten von Corona bei diesem sehr aktiven Mann nicht fehlen: „Fit halte ich mich durch täglichen Frühsport zu Hause in meinem Fitnessraum. In der Regel mache ich dabei 30 Minuten Ausdauer und 30 Minuten Krafttraining.“ 

Samuel, 8, Mateo, 6 und die dreijährige Lucia sind die Kinder des 44-jährigen Felipe und seiner sechs Jahre jüngeren Frau Nanette Scriba. Der Architekt geht noch täglich sechs Stunden ins Büro und die Koordinatorin für den interkulturellen Bereich der Elternstiftung Baden-Württemberg arbeitet seit zwei Wochen im Homeoffice, meist aber erst, wenn ihr Mann aus dem Büro gekommen ist. „Für mich ist das mit den drei Kindern schwierig, selbst wenn der Papa früher zu Hause ist. Vor allem meine Kleine kommt immer wieder zu mir und versteht nicht, dass Mama arbeiten muss“, beschreibt Nanette Scriba ihre aktuelle Rolle als Working Mom. Weil die Stiftungsarbeit durch Corona ruht, möchte sie diese Zeit nutzen für die Entwicklung neuer Konzepte und deren Planung. Wenn ihre beiden Söhne ihre schulischen Aufgaben erledigt haben, kommen sie meist von ganz allein auf gute Ideen. „Sie stehen gerade aufs Fotografieren mit unserem alten Fotoapparat und machen Bewegungsbilder voneinander. Daraus möchten sie gerne ein Fotobuch machen. Oder sie bauen schöne Playmobil-Geschichten, die sie in Bildern festhalten. Lego ist ebenfalls ein großer Renner bei den Jungs. Leider ist auch der Fernseher gerade sehr gefragt. Zum Glück können sich die Jungs für kindgerechte Wissenssendungen begeistern, von daher sehe ich den erhöhten Fernsehkonsum nicht ganz so tragisch.“ Gelegentlich müssen die Kinder raus an die frische Luft, dann spaziert Nanette Scriba mit ihnen durch den Wald oder macht eine Fahrradtour. Ansonsten bleibt die Familie konsequent im Haus. Die einzigen Kontakte mit anderen Menschen haben Nanette Scriba oder ihr Mann nur beim Einkauf. Bislang konnte sich Nanette Scriba mit der ungewohnten Quarantäne-Situation ganz gut arrangieren, auch wenn sie gesteht, dass es gute wie auch schlechte Tage gibt. „Es gibt natürlich auch Menschen, an die ich besonders denke, weil es ihnen nicht gut geht oder weil ich sie nicht sehen kann. Wir haben Kontakte nach Spanien, da ist die Lage viel schlimmer als hier. Wir haben mal in Barcelona gelebt, dort sitzen die Menschen zum Teil zu fünft in sehr viel kleineren Wohnungen als unsere und haben absolute Ausgangssperre. Gleiches gilt für Kolumbien, das Heimatland meines Mannes. Das bereitet uns schon Sorgen. Dagegen geht es uns noch gut. Außerdem haben mein Mann und ich beide momentan noch Arbeit, währende andere Menschen hier gar nicht mehr wissen, wie es weitergeht. Auch wenn mir manchmal die Decke auf den Kopf fällt, will ich überhaupt nicht klagen. Zumal ich das Gefühl habe, dass es den Kindern gar nicht schlecht bekommt, einmal ohne Hetze in den Tag zu starten und nicht ständig Termindruck zu haben.“ 

Damit die Wohnung nicht zu einem explosiven Pulverfass wird, hat Melanie Vulcano sich ein besonders kreatives Beschäftigungsprogramm für die Familie ausgedacht. Denn die 46-jährige Mutter der vier Töchter Isabella, 20, Vittoria, 11, Guendalina, 10 und Sophia, bleibt strikt mit ihren Kindern daheim, weil sie vor allem Vittoria schützen muss, die 2015 und 2017 jeweils wegen eines Gehirntumors operiert worden war. „Angst vor dem Virus habe ich deshalb zwar nicht, aber niemand weiß doch, was da noch alles auf uns zukommt. Deshalb fordere ich eine mögliche Ansteckung auch nicht heraus“, beschreibt sie ihre Gefühlswelt. Nur Ehemann Lino, 43, geht jeden Tag in die Autowerkstatt, in der er arbeitet. Einkaufen geht sie im Wechsel mit ihrem Mann, danach werden sofort die Hände desinfiziert und die Schuhe bleiben vor der Haustür.

Mit sechs Personen plus Hund kann eine Vier-Zimmer-Wohnung, auch wenn sie deutlich mehr als 100 Quadratmeter mit Balkon und Gartenanteil hat, schnell zu eng werden, wenn die Langeweile zuschlägt. „Meine Töchter unterscheiden sich alle im Wesen und in ihren Interessen, so dass es eine richtige Herausforderung ist, sie alle gleichermaßen gut zu beschäftigen. Zum Glück müssen sie ordentlich was für die Schule tun. Vittoria ist gerade in der ersten Klasse auf dem Gymnasium, Guendalina besucht die letzte Klasse der Grundschule. Ich wecke die Kinder um 7.30 Uhr und nach einem ausgedehnten Frühstück geht es in der Regel mit dem Lernen los. Isabella wollte eigentlich als Aupair ins Ausland, was aber jetzt erstmal nicht geht und unsere Jüngste vermisst ihren Kindergarten und weint, weil sie nicht raus darf. Sie versteht die Quarantäne nicht.“ All das kostet Kraft und Nerven, denn so richtig aus dem Weg gehen können die Vulcanos sich in der Wohnung nicht, um aufkeimenden Spannungen zu entgehen. Doch Melanie Vulcano weiß sich zu helfen und hat eine ganze Liste an guten Ideen für die Kinder entwickelt. „Ich habe rechtzeitig jede Menge Blumenerde und Samen besorgt für unser Projekt „Wir züchten Obst, Gemüse und andere Pflanzen“, also alles, was man später schön in den Garten umsetzen kann. Wir skypen viel mit unseren vielen Verwandten in Italien, besuchen alle möglichen Plattformen zum Thema Corona und setzen uns mit den Informationen auseinander, um den Kindern zu verdeutlichen, dass nicht nur wir mit dem Problem zu kämpfen haben, sondern die ganze Welt.“ Außerdem macht die Familie unterschiedlichen Sport von Yoga, Pilates und Stretching über Zumba bis Jazzdance mithilfe von YouTube. Mit dem Papa machen die Mädchen Hausmusik, er spielt Gitarre und sie singen die Songs aus den Charts dazu. Auch die Essensplanung wird von der Mutter mit den Kindern durchgesprochen. „Von den Kindern kommen tolle Menüvorschläge, die wir dann in der Küche gemeinsam umsetzen. Das macht richtig Spaß. Letzte Woche waren wir einmal kurz auf den Feldern und haben Bärlauch für ein leckeres Bärlauch-Pesto und Bärlauch-Gnocci gepflückt“, freut sich Melanie Vulcano. Gespielt wird auch, am liebsten ACTIVITY oder „Wer bin ich“. Selbst der Hund kommt nicht zu kurz und wird von Tochter Guendalina im Garten trainiert. Neben dem Spaßprogramm achtet Melanie Vulcano ebenso darauf, dass die Mädchen im Haushalt helfen. Für die Zeit der Kontaktsperre hat jedes Kind eine altersgerechte Aufgabe zugeteilt bekommen, für die es bis zur Wiedereröffnung der Schule verantwortlich ist. Um Abwechslung in den Alltag zu bringen, stehen schon zwei neue Familienprojekte an: das Wohnzimmer streichen und alle Fotos sortieren, um sie in Alben zu kleben. Damit die Kinder diese Ausnahmesituation nie vergessen, hat Melanie Vulcano ihre Töchter dazu angeregt, ein Corona-Tagebuch zu führen. „Darin halten sie jeden Abend fest, wie der Tag verlaufen ist und welche Gedanken und Gefühle sie bewegen. Ich denke, dass ist eine wertvolle Erinnerung an eine ganz besondere Zeit“. 

Patricia Leßnerkraus

 

 

Corona-Virus: Die aktuellen Zahlen in der Übersicht (Stand – 01.04)

Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich weltweit weiterhin aus. Eine Übersicht über die aktuelle Lage und die Zahlen der Infektionen und Todesopfer haben wir hier zusammengestellt. (Stand: 01.04. / 20 Uhr – Zahlen können abweichen)

Land / Bundesland / Landkreis Infizierte (Differenz Vortag) Todesfälle Genesene
Deutschland 76.544 (+8.364) 858 682 (+176) 18.700
Baden-Württemberg 14.450 (+1.267) 239 (+43)
Landkreis Ludwigsburg 835 (+89) 13 (+3)
Weltweit   905.279 (+79.057) 45.371 (+4.663) 190.710 (+16.595)
Quellen: John Hopkins University /
Sozialministerium Baden-Württemberg / Landratsamt Ludwigsburg

red

14.580 Menschen in Baden-Württemberg sind infiziert – Weitere 43 Menschen sind gestorben

Die Zahl der amtlich bestätigten Corona-Infizierten in Baden-Württemberg ist im Vergleich zum Vortag wieder etwas stärker gestiegen. Am Mittwochabend (01. April – 19.00Uhr) wurden laut dem Sozialministerium in Stuttgart 1.267 bestätigte Neuinfektionen gemeldet. Am Vortag waren es rund 1.000 Neuinfektionen. Somit sind aktuell 14.580 Personen mit dem Corona-Virus infiziert. Die Zahl der Menschen, die an den Folgen der Krankheit gestorben sind, erhöhte sich seit gestern um 43 auf jetzt insgesamt 239. Ungefähr 764 Personen sind nach Angaben des Ministeriums unterdessen von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen.

Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt heute aus den Landkreisen Bodenseekreis, Breisgau-Hochschwarzwald, Calw, Emmendingen, Esslingen, Göppingen, Heidenheim, Hohenlohekreis, Karlsruhe, Lörrach, Ludwigsburg, Neckar-Odenwald-Kreis, Ortenaukreis, Rastatt, Rems-Murr-Kreis, Rhein-Neckar-Kreis, Schwäbisch Hall, Tuttlingen und Zollernalbkreis sowie aus der Stadt Stuttgart 43 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 239 an. Unter den Verstorbenen waren 156 Männer und 83 Frauen. Das Alter lag zwischen 41 und 98 Jahren. 63 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Wie das Landratsamt Ludwigsburg am Mittwochabend (01.04.) meldete, gibt es im Landkreis 835 bestätigte Corona-Infizierte. Seit gestern sind 89 Neuinfektionen hinzugekommen. Laut dem Landratsamt können aktuell keine verlässlichen Angaben zu den stationär aufgenommenen Patienten in den Kliniken ermittelt werden, da nicht alle Erkrankte, welche Stationär aufgenommen wurden, auch aus dem Landkreis Ludwigsburg stammen.

Mittlerweile sind nach Behördenangaben drei weitere Menschen im Landkreis Ludwigsburg an den Folgen des Corona-Virus gestorben. Insgesamt stieg die Zahl der Personen, die an den Folgen der Krankheit gestorben sind auf 13.

red

Corona-Gefahr: Polizei Ludwigsburg produziert selber Spuckschutzschilder

Polizistinnen und Polizisten werden im Einsatz immer wieder Opfer von Spuckattacken und sind somit einer potentiellen Infektionsgefahr ausgesetzt. Jetzt hat das Polizeipräsidium Ludwigsburg reagiert und einen ungewöhnlichen Weg eingeschlagen.

Neben der konsequenten Umsetzung von Verhaltens- und Hygieneempfehlungen im täglichen Dienst gehört zu diesem Schutz auch die Verfügbarkeit geeigneter Schutzausrüstung wie Schutzanzüge, Handschuhe, Schutzmasken und Desinfektionsmittel. Um den Schutz der Beamtinnen und Beamten, die bei ihrer Dienstausübung zwangsläufig in direkten Kontakt mit anderen Personen kommen können, weiter zu verbessern, hat das Polizeipräsidium vor dem Hintergrund temporärer Lieferengpässe einen weiteren, eher unkonventionellen Schritt getan, heißt es in einer Mitteilung der Behörde: Ein Beamter des Polizeireviers Marbach wurde mit eigens beschafften 3D-Druckern und entsprechendem Material ausgestattet und mit dem Druck von mehreren hundert Gesichtsschilden beauftragt. Die Produktion ist bereits in vollem Gange und ein großer Teil der Gesichtsschilde ist bereits bei der Schutz- und Kriminalpolizei im Einsatz, heißt es in der Meldung weiter.

“Diese außergewöhnliche Maßnahme geht auf die Eigeninitiative des Beamten zurück, der über profundes Tüftlerwissen verfügt und sich dankenswerterweise selbst dafür angeboten hatte,” erklärt Polizeivizepräsident Frank Spitzmüller. “Uns liegt die Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen sehr am Herzen und umso anerkennenswerter ist dieser kreative Beitrag.”

red

Was in Ludwigsburg und in der Region los war

Schwieberdingen: Schutzhütte auf Golfplatz beschädigt

Ein bislang unbekannter Täter beschädigte am Dienstag zwischen 9:30 Uhr und 17:30 Uhr eine Schutzhütte auf einer Sportanlage bei der Nippenburg in Schwieberdingen. Der verursachte Sachschaden wird auf circa 1.500 Euro geschätzt. Der Polizeiposten Schwieberdingen nimmt Zeugenhinweise unter Tel. 07150 31245 entgegen.

Bietigheim-Bissingen: Unfallflucht

Vermutlich beim Einparken beschädigte am Dienstag zwischen 10:25 Uhr und 11:35 Uhr ein bislang unbekannter Fahrzeuglenker einen in der Wilhelmstraße in Bietigheim-Bissingen abgestellten Opel. Es wurde ein Sachschaden von circa 1.000 Euro verursacht. Das Polizeirevier Bietigheim-Bissingen bittet Zeugen sich unter Tel. 07142 405 0 zu melden.

Vaihingen an der Enz: Vier Tatverdächtige nach Einbruch gestellt

Die Polizei wurde am Dienstag gegen 20:45 Uhr von einem Zeugen wegen eines Einbruchs bei einer Firma in der Planckstraße in Vaihingen an der Enz verständigt. Der Zeuge teilte ebenfalls mit, dass er zwei der vier Tatverdächtigen gestellt hatte und festhalten würde. Vor Ort trafen die Polizeibeamten auf den 48-Jährigen Zeugen sowie auf eine 20-Jährige und einen 22-Jährigen. Nach ersten Erkenntnissen sollen sich die Beiden zusammen mit zwei weiteren Tatverdächtigen Zugang zu einem Container mit Elektroschrott verschafft haben. Im Zuge der weiteren Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen konnten dann ein 21-Jähriger und ein 17-Jähriger ebenfalls gestellt werden. Diese waren zuvor flüchtig gegangen, als der Zeuge die Tatverdächtigen bei der Tat ertappt hatte. Nach den bisherigen Erkenntnissen hatten die vier Tatverdächtigen dem Container lediglich ein Ladekabel im Wert von wenigen Euro entnommen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Minderjährige auf dem Polizeirevier Vaihingen an der Enz einer Erziehungsberechtigten übergeben. Die anderen drei Tatverdächtigen wurden auf der Dienststelle entlassen. Sie müssen nun mit einer Strafanzeige wegen Einbruchs rechnen. Da die vier Tatverdächtigen gemeinsam in einem Fahrzeug unterwegs waren, droht ihnen nun ebenfalls noch eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen eines Verstoßes gegen die Corona-Verordnung.

Kornwestheim: Unfallflucht

Vermutlich beim Vorbeifahren beschädigte ein bislang unbekannter Fahrzeuglenker einen Fiat, der zwischen Dienstag 12:50 und 13:35 Uhr in der Pfarrer-Hahn-Straße in Kornwestheim abgestellt war. Der Unbekannte stieß auf der Fahrerseite gegen die hintere Stoßstange des geparkten Wagens und suchte anschließend das Weite. Der entstandene Sachschaden dürfte sich auf rund 2.000 Euro belaufen. Zeugen, die Hinweise zum Verursacher geben können, melden sich bitte beim Polizeirevier Kornwestheim, Tel. 07154 1313-0.

Kornwestheim: 2.500 Euro Sachschaden – Verursacher flüchtet

Ein Sachschaden von etwa 2.500 Euro hinterließ ein bislang unbekannter Fahrzeuglenker an einem Ford, der am Dienstag zwischen 08:15 und 14:15 Uhr in der Straße “Am Stadtgarten” in Kornwestheim am Fahrbahnrand geparkt war. Nach bisherigen Erkenntnissen war ein noch unbekannter Fahrzeuglenker auf der Straße “Am Stadtgarten” in Richtung der Lammstraße unterwegs. Mutmaßlich beim Vorbeifahren streifte er den am linken Fahrbahnrand abgestellten Ford. Hierbei wurde ein Außenspiegel am geparkten Pkw abgerissen und die Fahrerseite zerkratzt. Ohne sich um den angerichteten Sachschaden zu kümmern, machte sich der Verursacher anschließend aus dem Staub. Sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeirevier Kornwestheim, Tel. 07154 1313-0, entgegen.

Kornwestheim: Diebstahl auf Baustelle

Bislang unbekannte Täter suchten in Kornwestheim ein Baustellengelände, dass sich im Kreuzungsbereich Stuttgarter Straße / Zeppelinstraße befindet, zwischen Montag 19:00 Uhr und Dienstag 14:45 Uhr heim. Die Unbekannten entwendeten eine Leitbake und mehrere Baustellenlampen im Wert einer dreistelligen Summe. Darüber hinaus beschädigten die Täter eine Absturzsicherung, die nun in ihrer Funktionsweise unbrauchbar ist. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Kornwestheim, Tel. 07154 1313-0, in Verbindung zu setzen.

Reifenwechsel – trotz Corona

Restaurant und viele Geschäfte müssen noch einige Wochen lang geschlossen bleiben. Das gilt nicht für Kfz-Werkstätten. Und auch Reifen-Profis dürfen ihren Service weiterhin anbieten.

“Professioneller Reifen- und Kfz-Service ist eine handwerkliche Tätigkeit und dient zudem der Aufrechterhaltung wichtiger Infrastrukturen”, sagt Yorick M. Lowin, Geschäftsführer des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) in Bonn. Aus diesem Grund stünden auch sogenannte handwerkliche Mischbetriebe, die neben dem Dienstleistungsangebot mit Waren handeln, derzeit in vielen Bundesländern ausdrücklich auf den Positivlisten der nicht von behördlichen Schließungen betroffenen Betriebstypen – unter bestimmten Auflagen.

Es gilt generell der Grundsatz: Handwerker und Dienstleister können ihrer Tätigkeit unter Einhaltung vorgeschriebener Vorkehrungen zum Schutz vor Infektionen weiterhin nachgehen. Handwerkern mit Geschäftslokal ist dort aber der Verkauf von nicht mit handwerklichen Leistungen verbundenen Waren untersagt; ausgenommen ist notwendiges Zubehör.

Für den Reifenservice heißt das: Radwechsel ja, in Verbindung damit auch der Kauf von Neureifen, reiner Reifenverkauf ohne Dienstleistung nein. Allerdings kann es sein, dass eine geltende Ausgangssperre das Aufsuchen der Werkstatt untersagt. Hier sind die jeweils geltenden länderspezifischen Regelungen zu beachten.

Lars Wallerang

Pflanzen halten Viren in Schach

 Manche Arzneipflanzen können Krankheitserreger bekämpfen – sogar Viren. Verschiedene Substanzen wie Gerbstoffe, ätherische Öle oder Senföle zeigten in Laboruntersuchungen eine ausgeprägte antivirale Wirkung. Der Bedarf an Wirkstoffen, die gegen Viren helfen können und im besten Falle nicht zu Resistenzen führen, ist sehr groß – gerade jetzt in der Corona-Krise.

Antibiotika wirken bekanntermaßen nicht gegen Viren, sondern nur gegen Bakterien. Viren sind unter anderem deshalb so schwer zu bekämpfen, weil sie innerhalb sehr kurzer Zeit ihre genetische Information verändern können. Daher muss zum Beispiel die Grippe-Schutzimpfung jedes Jahr erneut erfolgen.

“Auf der Suche nach effektiven alternativen Behandlungsansätzen lohnt sich ein Blick in die Natur”, sagt Dr. Dr. Erwin Häringer, Arzt für Naturheilkunde und Allgemeinmedizin, München. Besonders Senföle zählen heute zu den sehr gut untersuchten arzneilich wirksamen Pflanzensubstanzen. Hinsichtlich ihrer Wirkung gegen Viren zeigten bereits wissenschaftliche Untersuchungen in den 1950er Jahren, dass die Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettich die Vermehrung von Influenza-Viren wirkungsvoll hemmen können. Senföle würden zudem nicht nur Viren bekämpfen, sondern ebenso antibakteriell und entzündungshemmend wirken.

“Aufgrund des umfassenden Wirkmechanismus der Senföle wird bei Viren und Bakterien die Entwicklung möglicher Resistenzmechanismen gegen diese Pflanzenstoffe deutlich erschwert. Weitere Untersuchungen sind daher von großem Interesse und wurden bereits begonnen”, erklärt Häringer. Über die konkrete Wirkung von Senfölen auf das aktuell besonders gefürchtete Virus COVID-19 äußert sich der Experte allerdings nicht explizit.

Lars Wallerang

Verkehrsunfall auf der A81 sorgt für Trümmerfeld

Am Dienstagnachmittag kam es laut den Polizeibehörden auf der A81 zu einem Verkehrsunfall bei dem ein Golf mit einem LKW-Anhänger zusammenkrachte.

Am Dienstag gegen 16:05 Uhr befuhr eine Fahrerin eines VW Golf die BAB 81 in Fahrtrichtung Stuttgart. Kurz vor der Ausfahrt Feuerbach kam laut einer Pressemeldung der Polizei die Dame mit ihrem Fahrzeug von der rechten Spur auf den Verzögerungsstreifen und kollidierte dort mit dem Anhänger eines Lkws. In der Folge schleuderte der Golf bis zur Betongleitwand, prallte an dieser ab und kam auf der mittleren Spur zum Stehen. Durch den Zusammenstoß kam es zu einem großen Trümmerfeld, das sich über alle drei Fahrspuren der Autobahn erstreckte.

Im Zuge der Unfallaufnahme und der Räumungsarbeiten mussten daher zeitweise der mittlere und rechte Fahrstreifen gesperrt werden. Die Fahrerin des Golfs wurde leicht verletzt und vorsorglich mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus verbracht. Der Golf sowie der Anhänger des Lkws waren nicht mehr fahrbereit und mussten jeweils abgeschleppt werden. Der Sachschaden beläuft sich schätzungsweise auf insgesamt 5000 EUR.

Übungen gegen Lagerungsschwindel

Lagerungsschwindel ist die häufigste Schwindelform. Auch wenn die Anfälle als sehr unangenehm empfunden werden, gelten sie als harmlos. Die Attacken bei Lagerungsschwindel sind kurz und treten nur in bestimmten Situationen auf. “Typischerweise wenn man aufsteht, sich im Bett umdreht oder den Kopf ins Genick legt”, so der Leiter der Schwindelambulanz in Sinsheim, Dr. Bodo Schiffmann.

Auslöser können kleine Kalksteinchen im Ohr sein. Diese Kristalle gehören zum Gleichgewichtsorgan im Innenohr. Lösen sie sich aber ab und geraten in die mit Flüssigkeit gefüllten Bogengänge, rufen sie bei jeder größeren Kopfbewegung Schwindel hervor, so das Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau”. Mit Medikamenten lässt sich das Problem nicht beheben. Die Kristalle müssen aus dem Bogengang heraus, erst dann enden die Schwindelattacken. Passiert das nicht von selbst, können spezielle Übungen helfen.

Zunächst setzt man sich gerade hin und dreht den Kopf um etwa 45 Grad nach rechts, wenn das rechte Ohr betroffen ist. Dann legt man sich rasch in dieser Kopfposition auf den Rücken und überstreckt dabei leicht die Halswirbelsäule. Nach 30 Sekunden wird der Kopf in dieser überstreckten Haltung um 90 Grad zur anderen Seite gedreht, ohne ihn anzuheben. In dieser Position verbleibt man wieder 30 Sekunden. Danach wird der ganze Körper um 90 Grad nach links gedreht, und wieder bleibt man 30 Sekunden so liegen. Danach wieder aufrecht hinsetzen, nach vorne schauen – und gegebenenfalls von vorn beginnen.

Rudolf Huber

Corona-Krise: Die Furcht vor der Einsamkeit

Die strenge Kontakt-Reduzierung während der Corona-Pandemie wirkt sich auf unser Gefühlsleben aus. Laut Parship-Studie wünscht sich gut ein Drittel der Alleinstehenden während dieses Ausnahmezustands einen Partner an der Seite. Dennoch freut sich über die Hälfte der Singles auf die gewonnene Zeit für sich allein.

Während viele Paare die Zeit zu zweit genießen, befürchtet etwa jeder dritte Single (37 Prozent), dass nun sehr einsame Wochen bevorstehen. Besonders die junge Generation hat Angst vorm Alleinsein (18 bis 29 Jahre: 45 Prozent; 50 bis 69 Jahre: 33 Prozent).

Das schlägt sich auch in der Stimmung nieder: 35 Prozent der Singles erwarten, dass sie schlechter gelaunt sein werden. Auch hier ist die Laune bei den jungen Alleinstehenden betrübter (18 bis 29 Jahre: 42 Prozent). Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Online-Partnervermittlung Parship unter rund 1.000 Bundesbürgern.

Wie allen Bundesbürgern fällt es auch Singles besonders schwer, aufgrund der Restriktionen auf den persönlichen Kontakt mit Familie und Freunden zu verzichten (52 Prozent). Dennoch haben 47 Prozent der Befragten keine Angst, dass ihnen in der nächsten Zeit die Decke auf den Kopf fällt. Vor allem die 50- bis 69-Jährigen erwarten keine große Langeweile (32 Prozent). Jeder zweite Single (53 Prozent) freut sich sogar über die gewonnene Me Time und will die Zeit nutzen, um endlich etwas herunterzukommen.

Lars Wallerang