Blitzer-Apps: Beliebt, aber verboten

Sie sind hilfreich, können im Zweifelsfall richtig Geld einsparen – oder aber kosten. Und außerdem ist ihre Benutzung auch noch verboten. Die Rede ist von Radar-Warn-Apps.

Die Blitzer-Melder lassen sich auf jedes Smartphone laden und sind teilweise bereits auf Navigationsgeräten vorinstalliert. Die Gesetzeslage: Man darf sie downloaden, aber nicht während der Fahrt nutzen. Doch an dieses Verbot halten sich nur zwei Drittel der Autofahrer. Jeder Dritte lässt die kleinen Helferlein zumindest manchmal nach Radarfallen suchen, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von AutoScout24. Demnach hat jeder zehnte Fahrer die Blitzer-App immer beziehungsweise meistens aktiviert.

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Konkret haben sie sechs Prozent dauernd, fünf Prozent meistens in Betrieb. Jeder Zehnte (11,0 Prozent) gibt an, den Radarwarner während der Fahrt „gelegentlich“ zu verwenden, 13 Prozent machen dies eher selten. Immerhin jeder zweite Autofahrer (49 Prozent) beteuert aber, eine komplett weiße Weste zu haben und die Blitzer-App nie während der Fahrt einzuschalten. „Und 15 Prozent der Befragten wissen nicht, was es mit einem solchen Dienst überhaupt auf sich hat – und nutzen sie somit ebenfalls nicht“, heißt es bei dem Online-Portal.

Die juristischen Regelungen zu diesem Thema sind vertrackt. So ist der Besitz einer App mit Blitzer-Warnfunktion zwar genauso erlaubt wie derjenige eines Navigationsgeräts mit diesem Service. Man darf sie sogar nutzen – allerdings nicht während der Fahrt. Genauer: Der Fahrzeuglenker darf das nicht tun, aber der Beifahrer. Erlaubt ist es auch, sich vor Fahrtantritt über Blitzer-Stationen auf der Route zu informieren.

Wer mit eingeschaltetem Radarfallen-Alarm in eine Polizeikontrolle gerät, muss mit 75 Euro Strafe und einem Punkt in Flensburg rechnen. Die Strafen in den EU-Nachbarländern sind zum Teil noch deutlich höher.

Rudolf Huber / glp

Ludwigsburger Landrat zieht Notbremse: Schulen und Kitas ab Montag wieder dicht

Schulschließung im Kreis Ludwigsburg: Das neue Infektionsschutzgesetz sieht vor, dass Schulen ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 schließen und weil eben dieser Wert im Landkreis seit dem 13. April durchgehend über dem vom Bund neu festgelegten Schwellenwert liegt, sollen ab kommenden Montag (26.04.) Schulen und Kitas im Kreis erneut schließen. Damit müssen zahlreiche Schülerinnen und Schüler wieder von zuhause aus lernen. Das teilte Landrat Dietmar Allgaier heute in einem Brief an die Schulleitungen im Kreis Ludwigsburg mit.

Wie es nach den Schließungen für Schulen und Kitas weiter geht ist noch unklar. „Noch ist uns leider nicht bekannt , inwieweit die Bundesregierung oder die Landesregierung durch gesonderte bzw, angepasste (Corona-) Verordnungen zusätzliche Gebote, Verbote und Erleichterung etwa für den Bereich des Unterrichts von Abschulklassen oder Förderschulen oder für den Notbetrieb auftstellen werden. Wir gehen aber davon aus, dass die Landesregierung spätestens bis Sonntag ergänzende Regelungen treffen wird“, schreibt Landrat Allgaier im Brief an die Schulleitungen.

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red