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Boom bei den “H”-Fahrzeugen

Das “Kennzeichen H” boomt: Erstmals sind in Deutschland mehr als eine halbe Million Oldtimer-Pkw angemeldet. 525.968 waren es am Jahresanfang 2020, so der Verband der Automobilindustrie (VDA). Gegenüber 2019 bedeutet das einen Zuwachs von elf Prozent.

Ganz vorne liegt ein Dauerläufer: 39.758 Käfer mit H-Kennzeichen waren bis Ende 2019 auf deutschen Straßen unterwegs. Den zweiten Rang nimmt der Mercedes W123 mit 21.929 Fahrzeugen ein. Auf Platz drei folgt der Mercedes R107. Auf den weiteren Plätzen: Porsche 911, Mercedes W124 und Mercedes Strich 8.

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Bei der Markenwertung liegt Mercedes ganz vorne (127.112). Danach folgen Volkswagen mit 101.197 Pkw mit H-Kennzeichen, Porsche mit 34.975, BMW mit 25.831 und Opel mit 24.069. “Insgesamt tragen mit 353.369 Einheiten mehr als zwei von drei Autos mit H-Kennzeichen die Marke eines deutschen Herstellers”, heißt es beim VDA.

Unterm Strich stieg der Bestand aller historischen Fahrzeuge inklusive Motorrädern und Nutzfahrzeugen in Jahresfrist ebenfalls um elf Prozent auf 595.046 Einheiten.

Rudolf Huber

Immer mehr Menschen können sich keine Krankenversicherung leisten

Die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung ist in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen. 2019 hatten 143.000 Menschen keine Krankenversicherung, 2015 waren es noch rund 79.000. Das geht aus Daten hervor, die das Statistische Bundesamt veröffentlicht hat. In den alten Bundesländern waren es zuletzt 117.000, in den neuen Ländern 26.000 Betroffene. 78,94 Millionen Krankenversicherte gab es demnach 2019, berichtet “tagesschau.de” und die “Saarbrücker Zeitung’ in ihrer Freitagsausgabe.

Die AOK verbuchte im ersten Halbjahr 2020 einen Überschuss. Einem Bericht des “RedaktionsNetzwerks Deutschland” (RND) zufolge erzielten die AOK-Kassen bis Ende Juni ein Plus von 320 Millionen Euro, nach einem Defizit von 435 Millionen im ersten Quartal. Ursache sei ein bisher noch nie dagewesener Einbruch bei der Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen nach Beginn der Pandemie.

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So seien im Frühjahr 2020 praktisch alle planbaren Operationen verschoben worden, um Intensivbetten für Corona-Patienten frei zu halten. Aus Angst vor einer Ansteckung hätten zudem viele Versicherte den Arzt-Besuch vermieden. Die Daten der anderen gesetzlichen Kassen fehlen noch. Im Mai hatten die Krankenkassen noch wegen der Corona-Krise mehr Ausgaben und weniger Einnahmen durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit erwartet.

Ralf Loweg / wid