Bußgeldkatalog spaltet Autofahrer

Es wurde viel diskutiert und verhandelt, doch letztlich haben sich Bund und Länder auf einen neuen Bußgeldkatalog geeinigt. Er sieht vor, dass sich die Strafen für falsches Parken und zu schnelles Fahren zum Teil mehr als verdoppeln. Die spannende Frage: Was halten die Autofahrer von der Neuregelung?

Wer vorschriftswidrig Gehwege, Radwege oder den Seitenstreifen nutzt, zahlt beispielsweise statt 20 Euro in Zukunft 100 Euro. Falschparker zahlen statt 15 Euro zukünftig 55 Euro, wer innerorts 10 Km/h zu schnell unterwegs ist, wird statt der bisherigen 15 Euro jetzt 30 Euro los. Und Autofahrer, die keine Rettungsgasse bilden oder diese sogar selbst durchfahren, müssen mit einem Bußgeldbescheid von bis zu 320 Euro und einem Monat Fahrverbot rechnen.

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„Richtig so“, finden 52 Prozent der deutschen Autofahrer laut einer aktuellen Innofact-Umfrage im Auftrag von AutoScout24. „Geht in die falsche Richtung“, meinen dagegen 48 Prozent der Autohalter. Klar zu erkennen: Die adäquaten Strafen für Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung polarisieren. Dabei sind die neuen Strafgelder aus Sicht von 21 Prozent der Befragten noch nicht einmal hoch genug. Sie sagen: Ich bin zwar für den neuen Bußgeldkatalog, hätte mir aber noch höhere Strafen und mehr Fahrverbote gewünscht. Auf der anderen Seite sind elf Prozent der Meinung, dass schon die bisherigen Ordnungsgelder zu hoch bemessen waren.

Rudolf Huber / glp

Update zu Tötungsdelikt: Mutter tötet ihre zwei Kinder und begeht Suizid

Noch ungeklärt sind die näheren Umstände eines mutmaßlichen zweifachen Tötungsdelikts mit anschließendem Suizid, das sich am Dienstag in Vaihingen an der Enz zugetragen hat.

Gegen 11:00 Uhr wurde eine Polizeistreife von einer Joggerin informiert, nachdem sie neben der Holzgartenstraße an der Enz mehrere Kleidungsstücke, abgestellte Schuhe und einen Rucksack mit den Ausweispapieren einer 28-jährigen Frau und ihrer beiden drei und sieben Jahre alten Kinder aufgefunden hatte. Die Polizei leitete daraufhin umgehend eine groß angelegte Suchaktion ein, die von einem Polizeihubschrauber sowie von Einsatzkräften der Feuerwehr Vaihingen/Enz, des DRK und der DLRG unterstützt wurde. Im Verlauf der Suche konnten die Frau und ihre beiden drei und sieben Jahre alten Töchter nur noch tot aus der Enz geborgen werden. Die eritreische Familie mit anerkanntem Flüchtlingsstatus war bisher in einer städtischen Unterkunft in Vaihingen/Enz untergebracht. Der Nachzug des Vaters hatte sich zuletzt aufgrund der Pandemie verzögert.

Die Kriminalpolizei Ludwigsburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Bislang haben sich keine Hinweise auf eine mögliche Einwirkung Dritter ergeben.

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red