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Polizist wird von 23-Jährigen zum Kampf aufgefordert

In Bietigheim-Bissingen gingen am Samstagabend mehrere Anrufe ein. Mehrere Anwohner beklagten sich über Lärm. Ein erster polizeilicher Einsatz gegen 22.30 Uhr im Zuge dessen verschiedene Gruppen in den Anlagen angetroffen, kontrolliert und zur Ruhe ermahnt wurden, führte jedoch nur kurzzeitig zur Verbesserung der Situation.

Bereits etwa eine Stunde später mussten erneut mehrere Streifenwagenbesatzungen des Polizeireviers Bietigheim-Bissingen sowie umliegender Polizeireviere und der Polizeihundestaffel des Polizeipräsidiums Ludwigsburg anrücken. Vom Bürgergarten her nahmen die Beamten lautes Gegröle wahr. Ein etwa 15-köpfige Gruppe stellte sich schnell als Urheber heraus. Ein 23-jähriger Mann aus dieser Gruppe reagierte sofort aggressiv den Polizisten gegenüber und schrie diese an. Er ließ sich im weiteren Verlauf auch nicht beruhigen und kam den Aufforderungen der Beamten nicht nach, sondern forderte einen Polizisten zum Kampf auf. Als er mehrfach nach der Hand des Polizisten, der den 23-Jährige auf Abstand halten wollte, schlug, wurde er schließlich zu Boden gebracht. Er schrie jedoch weiter herum und schlug seinen Kopf mehrfach gegen den Boden. Ein 20 Jahre alter Mann wollte sich nun mit dem 23-Jährigen solidarisieren und diesem zur Hilfe zu kommen. Zunächst wurde der 20-Jährige von Beamten festgehalten. Eine Polizeihündin kam ebenfalls zum Einsatz. Doch auch ihr Bellen hielt den 20-Jährigen nicht davon ab, den 23-Jährigen unterstützen zu wollen, so dass auch dieser zu Boden gebracht werden musste. Die beiden mutmaßlich alkoholisierten Männer sollten anschließend in die Gewahrsamseinrichtung des Polizeireviers gebracht werden. Der 23-Jährige musste jedoch aufgrund seiner Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Der 20-Jährige musste den Rest der Nacht in der Gewahrsamseinrichtung verbringen. Gegen einen dritten 19-Jährigen, der während des Polizeieinsatzes ebenfalls aufgrund seiner Aggressivität auffiel, wurde zunächst ein Platzverweis ausgesprochen.

Gegen 03.50 Uhr alarmierte schließlich dessen Bruder die Polizei, da es zwischen ihm und dem 19-Jährigen an der Wohnanschrift zu einem Streit gekommen war. Hintergrund sei der Lärm gewesen, den der ebenfalls mutmaßlich alkoholisierte 19-Jährige zuhause gemacht hatte. Im Zuge der Streitigkeit bedrohte dieser seinen ein Jahr älteren Bruder. Schlussendlich wurde auch der 19-Jährige in Gewahrsam genommen und musste in der Gewahrsamseinrichtung des Polizeireviers Bietigheim-Bissigen bleiben.

68-Jähriger schlägt mit Eisenstange zu

Bietigheim-Bissingen: 

Am Mittwochabend kam es am Bahnhof in Bietigheim-Bissingen zu einer Körperverletzung, an der ein 68-Jähriger und ein 34 Jahre alter Mann beteiligt waren. Der 34-Jährige, der mutmaßlich alkoholisiert war, pöbelte gegen 20.30 Uhr Passanten an und bettelte nach Zigaretten. Der 68 Jahre alte Mann wartete indes am Bahnhof und fühlte sich durch das Verhalten des Jüngeren wohl eingeschüchtert. Da er einen bevorstehenden Angriff des Mannes befürchtete, ging der Senior zu einem Fahrzeug und holte eine Eisenstange heraus. Im weiteren Verlauf soll der 34-Jährige mit erhobenen Händen auf den 68 Jahre alten Mann zugegangen sein, der diesen dann mit der Stange schlug und ihn leicht verletzte. Hierauf wurden Polizei und Rettungsdienst alarmiert. Die Polizeibeamten beschlagnahmten die Eisenstange. Gegen den 34-Jährigen wurde ein Platzverweis ausgesprochen. Der 68 Jahre alte Tatverdächtige muss nun mit einer Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung rechnen.

Bietigheimerinnen gewinnen Spitzenspiel

Am 10. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen (HBF) gewann die SG BBM Bietigheim mit 38:30 (21:15) bei der HSG Blomberg-Lippe, rückt mit ihrem 8. Saisonsieg auf Platz zwei der Tabelle vor und bleibt dadurch im Titelrennen.

Zur Primetime am Freitagabend standen sich im Spitzenspiel der Handball Bundesliga Frauen mit der HSG Blomberg-Lippe und der SG BBM Bietigheim der Zweite und Dritte der Tabelle gegenüber – passend dazu wurde dieses Topspiel live auf Eurosport übertragen. In der mit 3519 Zuschauern prall gefüllten Phoenix Contact Arena in Lemgo entwickelte sich von Beginn an ein intensives Spiel. Was beide Mannschaften auf der Platte zeigten, war beste Werbung für den deutschen Frauenhandball.

Nach der Niederlage zuletzt bei Tabellenführer Borussia Dortmund erwartete SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen eine Reaktion seines Teams – seine Forderung wurden in allen Belangen erfüllt. Die niederländische Weltmeisterin Laura van der Heijden brachte die Gäste mit 1:0 in Führung, Torhüterin Dinah Eckerle parierte den ersten Siebenmeter der HSG Blomberg-Lippe, Maura Visser und Kim Naidzinavicius erhöhten auf 3:0 – der Start des Deutschen Meisters war einmal mehr furios. Die HSG fand nach fünf Minuten besser ins Spiel und kam auf 4:6 heran. Nach Angela Malesteins Doppelpack zur 9:5-Führung nahm HSG-Coach Steffen Birkner seine erste Auszeit. Im weiteren Verlauf entwickelte sich stellenweise und sehr zur Freude der Zuschauer ein offener Schlagabtausch, mit dem besseren Ende für die Bietigheimerinnen, die nach 24 Minuten mit 16:11 vorne lagen, auch aufgrund von insgesamt elf Paraden von Dinah Eckerle. Bis zur Halbzeitpause konnte die SG BBM auf 21:15 erhöhen.

Der zweite Abschnitt begann mit einem Siebenmeterfestival – zwei für die HSG, einen für die SG BBM, die allesamt verwandelt wurden. Blomberg-Lippe kam mit voller Wucht aus der Kabine, der amtierende Deutsche Meister aus Bietigheim hielt dem Angriffsdruck stand, auch in mehrmaliger Unterzahl, die am Ende mit 14:2 Minuten recht deutlich zu Ungunsten der SG BBM ausfiel.
Nach 45 Minuten stand es 30:24 für Bietigheim, HSG-Coach Steffen Birkner legte die grüne Karte auf den Tisch, um sein Team auf die Schlussphase einzustellen. Der sechs Tore-Abstand wurde souverän und routiniert von den Bietigheimerinnen gehalten. Fünf Minuten vor dem Ende holte SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen nochmals seine Ladies in einer Auszeit zu sich. In der 57. Minute netzte die heute stark agierende Laura van der Heijden zum 36:30, damit war das Topmatch endgültig entschieden. Maren Aardahl und Angela Malestein setzten den Schlusspunkt unter einen nie wirklich gefährdeten und wichtigen 38:30-Auswärtserfolg der SG BBM Bietigheim, die dadurch auf den zweiten Tabellenplatz vorrückte.

SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen sagt nach der Partie: „Unsere Abwehr war heute verbessert, aber noch nicht optimal. Es war alles andere als einfach vor so eine Kulisse zu spielen. Ich freue mich riesig über den Sieg und die Leistung meiner Mannschaft.“

Tore: van der Heijden 10, Malestein 8, Naidzinavicius 8/6, Visser 3, Woller 2, Lauenroth 2, Kudlacz-Gloc 2,
Schulze 1, Loerper 1, Aardahl 1

Handballerinnen kassieren erste Niederlage der Saison

Die SG BBM Bietigheim musste in der letzten Partie des Jahres 2019 ihre erste Niederlage hinnehmen. Im Spitzenspiel der Handball Bundesliga Frauen (HBF) gab es am 9. Spieltag ein 32:38 (16:20) bei Borussia Dortmund.

Die ausverkaufte Sporthalle Wellinghofen, darunter knapp 70 Fans aus Bietigheim, platzte beim Spitzenspiel der Handball Bundesliga Frauen zwischen Borussia Dortmund und der SG BBM Bietigheim aus allen Nähten. Vor dem Anpfiff gab es Blumen für die niederländischen Weltmeisterinnen beider Teams, mehr Geschenke wurden an diesem Tag von Seiten des BVBs nicht mehr verteilt.

Den ersten Treffer in dieser Spitzenbegegnung markierte Kim Naidzinavicius per Siebenmeter für die SG BBM. Maren Aardahl und erneut die Kapitänin sorgten für die 3:1-Führung des Deutschen Meisters. Laura van der Heijden legte mit dem 4:1 noch einen Treffer nach. Der Spitzenreiter kämpfte sich jedoch nach leichten Ballverlusten auf Seiten Bietigheims wieder auf 4:4 heran, worauf SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen seine erste Auszeit nahm. Linksaußen Fie Woller und Rechtsaußen Angela Malestein netzten in deren Anschluss zum 6:4.

Beide Teams schenkten sich in dieser Phase nichts und bestraften jeden Fehler gnadenlos. 11:11 stand es nach 20 Minuten. Der BVB drückte wie zu Beginn weiter aufs Tempo, kam viel zu oft zu einfachen Toren und stellte
auf 15:11. Bis zur Halbzeitpause änderte sich an diesem Abstand nichts, somit ging es mit einem 20:16 für die Gastgeberinnen in die Halbzeitpause.
Der Beginn des zweiten Durchganges gestaltete sich zunächst wie der erste, Bietigheim fand wieder gut ins Spiel, verkürzte nach 35 Minuten auf 23:21. Bis zur 42. Minute schlug der BVB eiskalt zurück, baute seine Führung auf 28:22 aus. Bietigheim konnte dem Spitzenreiter vor allem im Defensivverbund nur wenig entgegensetzen. Zehn Minuten vor dem Abpfiff lagen die Westfälinnen mit 31:25 in Front. Morgenluft witterte die SG BBM in der 55. Minute, die Aufgrund einer offensiven 4:2-Deckung auf 33:29 verkürzte. Dortmund behielt kühlen Kopf, antwortete postwendend mit drei einfachen Treffern in Folge zum 36:29 – damit war das Spiel endgültig entschieden. Am Ende stand der unerwartet klare 38:32-Sieg für die Dortmunderinnen fest.

SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen sagte nach der ersten Saisonniederlage: „Wir sind perfekt ins Spiel reingekommen. Leider haben wir den Ball vorne mehrmals unnötig verloren und Dortmund hat diese Fehler gnadenlos bestraft. Das war nicht das Bietigheim, wie ich es kenne. Glückwunsch an Dortmund.“

Tore: Naidzinavicius 8/6, Malestein 7, van der Heijden 5, Kudlacz-Gloc 4, Aardahl 3, Woller 3, Berger 2

Souveräner Sieg der Bietigheimer Frauen

Im ersten Pflichtspiel nach der WM-Pause und gleichzeitig dem letzten Heimauftritt in diesem Jahr zeigte der amtierende Deutsche Meister vor 1655 Zuschauern in der Ludwigsburger MHP Arena beim souveränen 36:27 (21:13)-Heimerfolg gegen den Buxtehuder SV eine starke Leistung und fährt nun voller Selbstvertrauen zum Spitzenspiel zu Borussia Dortmund.

Vor dem Anpfiff überreichten Bietigheims Geschäftsführer Torsten Nick und Sportdirektor Gerit Winnen Blumensträuße an die insgesamt sieben WM-Teilnehmerinnen des Deutschen Meisters, darunter auch die beiden frischgebackenen niederländischen Weltmeisterinnen Laura van der Heijden und Angela Malestein.

Im Spiel gegen den Tabellenachten der Handball Bundesliga Frauen besorgte Kapitänin Kim Naidzinavicius nach rund drei Minuten die 1:0-Führung für die Gastgeberinnen gegen kämpferisch zu werke gehende Gäste. Buxtehude zielt lange Zeit dagegen und gestaltete die Begegnung ausgeglichen, ab der 8. Minute war der Deutsche Meister vor einer stimmungsvollen Kulisse besser im Spiel. Nach einem Doppelpack von Angela Malestein zum 10:5 für die SG BBM in der 13. Minute nahm Gästetrainer Dirk Leun seine erste Auszeit. Bietigheim bestimmte weiter das Spielgeschehen, zeigte erfrischenden Handball und baute die Führung konsequent aus. Mit einem verdienten 21:13 ging es in die Halbzeitpause.
Die heute sehr druckvolle Rückraumachse Kim Naidzinavicius und Laura van der Heijden legten zu Beginn des zweiten Durchganges gleich zwei Treffer für die SG BBM nach. Buxtehude steckte nicht auf, kam auf 25:18 heran, worauf SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen mit einer Auszeit reagierte. Die Gäste zeigten sich weiter als unbequemer Gegner, sie kamen aber nicht mehr in direkte Schlagdistanz. Bietigheim spielte nun seine ganze Routine aus,

hatte in der Schlussphase in Torhüterin Valentyna Salamakha einen starken Rückhalt und in der Offensive in Karolina Kudlacz-Gloc einen sichere Torschützin.

Am Ende stand ein ungefährdeter 36:27-Pflichtsieg für die Bietigheimerinnen im letzten Spiel des erfolgreichen Kalenderjahres 2019 fest. SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen sagte nach dem siebten Saisonsieg in der HBF: „Buxtehude hat heute eine kämpferisch starke Leistung gezeigt. Wir haben schwer ins Spiel gefunden und uns dann gesteigert. Dieser Sieg nach der WM-Pause war wichtig. Nun fahren wir zuversichtlich zur Auswärtspartie nach Dortmund.“
Tore: Naidzinavicius 10/4, Kudlacz-Gloc 7, van der Heijden 5, Malestein 4, Woller 3, Aardahl 2, Visser 2, Lauenroth 1, Schulze 1, Berger 1

Weiter geht es für die Bietigheimerinnen am 29. Dezember mit dem absoluten Spitzenspiel beim noch ungeschlagenen Tabellenführer Borussia Dortmund.

Alkoholisierter Unfallflüchtiger versucht Polizisten zu bestechen

Bietigheim-Bissingen-Metterzimmern:

Da er sich alkoholisiert hinter das Steuer seines BMW gesetzt hatte, war ein 41 Jahre alter Mann am Montag gegen 18.20 Uhr vermutlich in einen Unfall in der Straße “Hinter der Kirche” in Metterzimmern verwickelt.

Der BMW-Lenker kam beim Befahren der Straße nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Fiat der am Straßenrand abgestellt war. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Fiat rückwärts auf einen dahinter stehenden Alfa-Romeo geschoben. Im Anschluss setzte der 41-jährige BMW-Fahrer zurück. Beim Vorwärtsfahren prallte er jedoch erneut gegen den Fiat. Zeugen des Unfalls verhinderten nun die Weiterfahrt des 41-Jährigen und alarmierten die Polizei. Als die Beamten des Polizeireviers Bietigheim-Bissingen vor Ort eintrafen, wollte sich der 41-Jährige zur Fuß davon machen. Die Polizisten mussten den Fahrer, der nicht sicher gehen konnte und schwankte, aufhalten.

Da der Mann sich aggressiv gegenüber den Polizisten verhielt, wurden ihm Handschließend angelegt und er wurde zum Streifenwagen gebracht. Im weiteren Verlauf versuchte er eine Polizistin zu bestechen. Als das nicht erfolgreich war, beleidigte er sie und ihren Kollegen. Einen Atemalkoholtest verweigerte der 41-Jährige. Er musste sich dann einer Blutentnahme unterziehen. Sein Führerschein wurde darüber hinaus beschlagnahmt. Der entstandene Gesamtsachschaden wurde auf rund 13.000 Euro geschätzt.

25-Jähriger wird von Unbekannten geschlagen

Bietigheim-Bissingen:

Am Freitag kam es gegen 17:05 Uhr auf einem Parkplatz in Bietigheim in der Pleidelsheimer Straße zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen drei männlichen Personen. Ein 25-Jähriger wurde auf dem unbeleuchteten Parkplatz von zwei bislang unbekannten männlichen Tätern zunächst mit den Fäusten geschlagen. Als der 25-Jährige zu Boden ging, traten die Täter auf ihn ein, bis er um Hilfe rief. In der Folge flüchteten die Täter in unbekannte Richtung. Aufgrund der erlittenen Verletzungen kam der 25-Jährige mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus. Die Ermittlungen zu den Tätern und den Hintergründen dauern noch an. Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg nimmt Zeugenhinweise unter Tel. 07141 18 9 entgegen.

SG BBM Frauen verabschieden sich aus Champions-League

Die SG BBM Bietigheim hat das Wunder nicht geschafft und ist nach einer 28:34 (15:18)-Niederlage bei ZRK Buducnost aus der EHF Champions League ausgeschieden. Nach der nun folgenden WM-Pause geht der Deutsche Meister ab Januar 2020 in der EHF-Cup Hauptrunde an den Start.

Die Ausgangslage vor der Partie war für die SG BBM Bietigheim durch den 26:23-Erfolg von Brest Bretagne bei Râmnicu Vâlcea zuvor, denkbar günstig. Der Deutsche Meister benötigte in seiner Begegnung vor 2130 Zuschauern in der altehrwürdigen S.C. Moraca Arena von ZRK Buducnost mindestens ein Remis, um aus eigener Kraft die Hauptrunde der EHF Champions League zu erreichen.

Personell musste die SG BBM kurzfristig auf Rechtsaußen Angela Malestein verzichten, die mit einem Muskelfaserriss die Reise zum 31-fachen montenegrinischen Meister und zweifachen Champions League-Sieger von 2012 und 2015 nach Podgorica nicht mit antrat. Von Beginn an ging es gleich mächtig zur Sache. Die ersten beiden Treffer für die SG BBM markierte Kapitänin Kim Naidzinavicius jeweils per Siebenmeter. Bietigheim kam gut ins Spiel und Laura van der Heijden legte die 3:2-Führung nach. Der Beginn der Partie verlief auf Augenhöhe, die SG BBM konnte sich in dieser Phase auch wieder auf Torhüterin Dinah Eckerle verlassen, die mit einigen Paraden glänzte. Nach zehn absolvierten Minuten stand es 6:6. Der Deutsche Meister spielte weiter konzentriert, scheiterte aber auch in einigen Offensivaktionen an der norwegischen Nationaltorhüterin Emily Stang Sando. Buducnost, angeführt von ihrer Weltklasse-Spielerin Milena Raicevic, bestrafte weiter jeden Fehler, lag in der 22. Minute erstmals mit vier Treffern vorne und hielt diesen Vorsprung auch bis zum Ende des ersten Durchganges, der mit 18:14 abgepfiffen wurde.

Maura Visser ging im zweiten Abschnitt voran, markierte fulminant die ersten beiden Treffer für ihre Farben – 19:16, die SG BBM war wieder voll im Spiel. Doch die Gastgeberinnen antworteten im Stil einer europäischen Spitzenmannschaft routiniert mit zwei Toren. Nach dem 22:17 in der 38. Minute nahm SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen seine Auszeit und stellte auf eine offensive 5:1-Deckung um, mit Kim Naidzinavicius auf der Spitze. Buducnost agierte weiter eiskalt, wartete auf die Fehler der Gäste und schlug in dieser Phase mit schnellem Tempospiel aus ihrem massivem Abwehrverband heraus zu und traf mit einfachen Gegenstoßtoren über die beiden Ausnahmeflügelspielerinnen Jovanka Radicevic und Majda Mehmedovic. Nach 46 gespielten Minuten führte Montenegros Meister mit 26:19. Bietigheim stellte um, hatte nun durch eine offensive 4:2-Deckung einige Ballgewinne, wehrte sich tapfer, und schied nach 60 Minuten mit 34:28 aus der europäischen Königsklasse aus.

SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen: „Wir haben alles versucht, aber die Heimmannschaft war heute eindeutig besser. Es hätte alles klappen müssen, um hier zu gewinnen, das hat leider nicht funktioniert. Bundesliga und Champions League sind zwei unterschiedliche Welten.“ 

Tore: Naidzinavicius 6/2, Woller 5, Visser 5/2, van der Heijden 4, Kudlacz-Gloc 4, Berger 2, Aardahl 1, Lauenroth 1

Auf europäischer Ebene geht es für die Bietigheimerinnen nun ab Januar 2020 im EHF-Cup weiter. Die Auslosung der Gruppenphase findet am kommenden Donnerstag, 21. November, in der EHF-Zentrale in Wien statt.

Markus Gaugisch wird neuer Cheftrainer in Bietigheim

Die Verantwortlichen der SG BBM Bietigheim Frauen präsentieren einen neuen Cheftrainer. Markus Gaugisch wird ab Sommer 2020 die Nachfolge des bisherigen Amtsinhabers Martin Albertsen antreten, der sich ab diesem Zeitpunkt, nach über fünf sehr erfolgreichen Jahren im Dienste der SG BBM, auf eigenen Wunsch vollständig seiner Arbeit als Nationaltrainer der Schweizer Frauenhandballmannschaft widmen wird.

Mit Markus Gaugisch steht ab der kommenden Saison 2020/21 ein neuer Cheftrainer auf der Kommandobrücke des bis dato zweifachen Deutschen Meisters der Handball Bundesliga Frauen (HBF) und dreifachen EHF Champions-League-Teilnehmers. „Ich freue mich auf eine sehr herausfordernde Aufgabe mit den Bietigheimer Frauen und kann mich mit dem Weg, den der Verein weiterhin gehen will, einhundertprozentig identifizieren. Es ist eine Auszeichnung, beim erfolgreichsten deutschen Bundesligisten der vergangenen Jahre in der Verantwortung zu stehen“, so Markus Gaugisch. Der 45-Jährige tritt bei der SG BBM Bietigheim die Nachfolge von Martin Albertsen an, der seine von Erfolg geprägte Amtszeit nach eigener Entscheidung zum Saisonende 2019/20 beenden und sich erweiterten Aufgaben beim Schweizer Handballverband zuwenden wird, für den er bereits seit zwei Jahren, parallel neben seiner Funktion bei der SG BBM, als Nationaltrainer tätig ist.

In seiner erfolgreichen beruflichen Laufbahn lief der derzeitige Gymnasiallehrer Markus Gaugisch in der 1. Handball Bundesliga unter anderem für den VfL Pfullingen auf. Nach seiner aktiven Karriere führte er als Trainer den TV Neuhausen ins Handball-Oberhaus. Danach folgten zwei erfolgreiche Jahre beim Erstligisten HBW Balingen-Weilstetten.

Markus Gaugisch, der in Baden-Württemberg wohnhaft ist, unterschrieb einen Zweijahresvertrag beim amtierenden Deutschen Meister für den Zeitraum 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2022. Nach positiven Gesprächen stand Markus Gaugisch rasch als Wunschkandidat der SG BBM Verantwortlichen fest. „Mit Markus Gaugisch haben wir einen absoluten Toptrainer für die SG BBM gewinnen können. Er steht für strukturierten, modernen Handball und wir sind uns sicher, dass er die überaus erfolgreiche Arbeit von Martin Albertsen bei uns fortführen wird“, freut sich SG BBM Sportdirektor Gerit Winnen über die nun herrschende Planungssicherheit auf der Cheftrainerposition und ergänzt: „Zuvor wollen wir aber in der laufenden Saison alles dafür tun, um Martin Albertsen in seiner letzten Saison bei uns als Cheftrainer mit den größtmöglichen Erfolgen zu verabschieden.“

SG BBM Geschäftsführer Torsten Nick nennt weitere Beweggründe für die Verpflichtung von Markus Gaugisch: „Wir verfolgen auch mit dieser Personalie die klare Strategie, das Projekt SG BBM Frauen auf der mit Martin Albertsen erzielten Erfolgsbasis sukzessive weiterzuentwickeln. Markus Gaugisch vertritt eine Spiel- und Trainingsphilosophie, die sowohl unseren Topspielerinnen als auch unseren Nachwuchstalenten in Bietigheim zugutekommen wird.“

Bietigheim gewinnt Derby gegen Neckarsulm

Am 7. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen besiegte die SG BBM Bietigheim die Neckarsulmer Sport-Union mit 34:26 (18:15) und rücken mit diesem Erfolg zwischenzeitlich wieder auf Platz eins der Tabelle.

Vor 819 Zuschauern in der altehrwürdigen Viadukthalle in Bietigheim entwickelte sich in der Anfangsphase ein spannendes württembergisches Derby auf Augenhöhe. Neckarsulm konnte zunächst auf ihrer Torhüterin Sarah Wachter zählen, die ihr Team mit mehreren Glanzparaden vor einem höheren Rückstand bewahrte. Nach acht Minuten erzielte Neckarsulms Michelle Goos bei einem Tempogegenstoß das 5:4 für ihr Team, verletzte sich bei dieser Aktion aber so sehr am Knie, dass sie nicht mehr weiterspielen konnte. Die Partie gestaltete sich weiter ausgeglichen. In der 15. Minute lag die SG BBM zum ersten Mal mit zwei Toren in Front. Nach Daphne Gautschis Treffer zum 11:9 für Bietigheim in der 18. Minute nahm Neckarsulm-Coach Pascal Morgant seine erste Auszeit. Die Gäste blieben weiter an der SG BBM dran. Mit 18:15 ging es in die Pause.

Im zweiten Abschnitt drückte die SG BBM gleich aufs Gas und lag nach 38 gespielten Minuten mit 24:17 in Führung. Die Audistädter wehrten sich tapfer, kamen aber nicht mehr in Reichweite. 28:21 stand es nach 45 Minuten. Sehenswertes zeigte Valentyna Salamakha, die in der zweiten Halbzeit im SG BBM-Tor stand. Zunächst parierte sie einen Siebenmeter sowie mit einer spektakulären Parade den anschließenden Abpraller. In der Schlussphase ließ Bietigheim nichts mehr anbrennen, zeigte in der Offensive Treffsicherheit und gewann letztendlich verdient mit 34:26.

SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen sagte nach dem Match: „Es war ein schwieriges Spiel für uns. Respekt an die Leistung von Neckarsulm. Die Entscheidung fiel mit dem Beginn der zweiten Halbzeit, als wir sicherer spielten und besser das Tor trafen.“

Tore: Naidzinavicius 7/6, Lauenroth 5, Aardahl 4, Malestein 4, Gautschi 3, Loerper 3, van der Heijden 3, Kudlacz-Gloc 2, Berger 1, Schulze 1, Woller 1

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