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Corona-Gewinner: So profitieren Amazon und Co. von der Krise

An den Tech-Giganten geht die Corona-Krise offenbar spurlos vorbei. So hat Apple ein extrem starkes Quartal hingelegt. Cloud-Dienste und das Geschäft mit Musik und Abos sind normalerweise ein wichtiger Garant. Das Unternehmen kommt hier auf ein Umsatzplus von rund 15 Prozent auf umgerechnet etwa 12,0 Milliarden Euro.

Der positive Trend setzt sich bei Apple über alle Produktbereiche hinweg: Telefone, Tablets und Computer haben sich in den vergangenen drei Monaten überdurchschnittlich gut verkauft. Der Gewinn ist im Vergleich zu 2019 um zwölf Prozent auf rund zehn Milliarden Eur gewachsen. Einziger Wermutstropfen: Die neuen iPhones kommen 2020 ein paar Wochen später. Grund sind Corona-bedingte Produktionsengpässe in China.

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Der vielleicht größte Gewinner ist das Online-Kaufhaus Amazon: Trotz Pandemie hat der Konzern seinen Gewinn im Vergleich zum 2019 sogar verdoppeln können: von 2,2 Milliarden auf 4,4 Milliarden Euro. Das ist der höchste Gewinn in der 26-jährigen Firmengeschichte des Unternehmens. Seit März 2020 hat das Unternehmen aus Seattle an der US-Westküste 175.000 neue Mitarbeiter eingestellt, von denen nun rund 125.000 Beschäftigungsverhältnisse in dauerhafte Vollzeit-Arbeitsplätze umgewandelt werden sollen.

Ralf Loweg

Immer mehr Menschen können sich keine Krankenversicherung leisten

Die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung ist in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestiegen. 2019 hatten 143.000 Menschen keine Krankenversicherung, 2015 waren es noch rund 79.000. Das geht aus Daten hervor, die das Statistische Bundesamt veröffentlicht hat. In den alten Bundesländern waren es zuletzt 117.000, in den neuen Ländern 26.000 Betroffene. 78,94 Millionen Krankenversicherte gab es demnach 2019, berichtet “tagesschau.de” und die “Saarbrücker Zeitung’ in ihrer Freitagsausgabe.

Die AOK verbuchte im ersten Halbjahr 2020 einen Überschuss. Einem Bericht des “RedaktionsNetzwerks Deutschland” (RND) zufolge erzielten die AOK-Kassen bis Ende Juni ein Plus von 320 Millionen Euro, nach einem Defizit von 435 Millionen im ersten Quartal. Ursache sei ein bisher noch nie dagewesener Einbruch bei der Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen nach Beginn der Pandemie.

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So seien im Frühjahr 2020 praktisch alle planbaren Operationen verschoben worden, um Intensivbetten für Corona-Patienten frei zu halten. Aus Angst vor einer Ansteckung hätten zudem viele Versicherte den Arzt-Besuch vermieden. Die Daten der anderen gesetzlichen Kassen fehlen noch. Im Mai hatten die Krankenkassen noch wegen der Corona-Krise mehr Ausgaben und weniger Einnahmen durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit erwartet.

Ralf Loweg / wid