Corona: Mehrheit rechnet mit steigenden Steuern

Von nichts kommt nichts – und was man jetzt ausgibt, muss man später wieder irgendwie reinholen: So ist volkstümlich ausgedrückt die Meinung der Deutschen zur Sonderbelastung durch die Corona-Krise.

Die Bundesbürger gehen mehrheitlich davon aus, dass die Pandemie für sie mittelfristig gleich an mehreren Stellen Konsequenzen haben wird: steigende Sozialversicherungsbeiträge, eine höhere steuerliche Belastung und einen anhaltenden Niedrigzins. So das Ergebnis des aktuellen Deutschland-Trends des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).

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Die Befürchtungen über zunehmende Belastungen steigen demnach mit zunehmendem Alter steil an. In der Gruppe ab 60 Jahre gehen 80 Prozent davon aus, im Schnitt sind es 69 Prozent. Lediglich zehn Prozent der Befragungsteilnehmer hegen eine solche Befürchtung nicht.

Ähnlich ist das Meinungsbild zu den Folgen der deutlich erhöhten Staatsausgaben. 73 Prozent fürchten als Folge eine höhere steuerliche Belastung. Auch diese Erwartung ist unter den Älteren besonders häufig vertreten: in den Altersgruppen ab 50 Jahre zu mehr als 80 Prozent. Insgesamt 54 Prozent der Befragten gehen von weiter niedrigen Zinsen aus. Die Sparer würden also noch auf lange Sicht wenig Möglichkeiten haben, mit traditionellen Anlageformen Vermögen zu bilden.

Rudolf Huber / glp

Rekord: 435 Millionen Pakete wurden vor Weihnachten in Deutschland versendet

Corona-Effekt: Die Paketbranche in Deutschland hat 2020 ihre eigenen Erwartungen übertroffen. Im Weihnachtsgeschäft 2020 (November und Dezember) beförderten die Paketdienste in Deutschland ein Rekordvolumen von rund 775 Mio. Kurier-, Express- und Paketsendungen (KEP-Sendungen). Treiber waren dabei vor allem die Paketsendungen an die Endverbraucher: Sie stiegen im Vergleich zum Weihnachtsgeschäft 2019 um 80 Mio. auf 435 Mio. Sendungen (B2C-Paketsendungen, ohne Express und Kurier). Das sind noch einmal rund 15 Mio. mehr Sendungen als im Oktober erwartet, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesverbands Paket & Expresslogistik (Biek).

Das Wachstum bei den Paketsendungen an Endverbraucher war Corona-bedingt verglichen mit dem Vorjahr mehr als 2,5-mal so hoch: 23 Prozent mehr B2C-Paketsendungen als im Weihnachtsgeschäft 2019 wurden befördert. Die Lockdown-Maßnahmen haben das im Oktober erwartete Wachstum von bis zu 20 Prozent nochmals gesteigert. Aber auch bei den Paketsendungen von Privatpersonen an Privatpersonen (C2C-Paketsendungen) konnte ein deutliches Plus verzeichnet werden.

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Von den 775 Mio. KEP-Sendungen waren 440 Mio. B2C-Sendungen (Kurier, Express und Paket) und rund 300 Mio. B2B-Sendungen (Kurier, Express und Paket). An einem typischen Spitzentag wurden rechnerisch insgesamt bis zu 22 Mio. Sendungen von den KEP-Unternehmen befördert. Um die hohen Mengen zu bewältigen, griffen die Unternehmen auf ca. 30.000 zusätzliche Arbeitskräfte zurück.

Der BIEK-Vorsitzende Marten Bosselmann: „Auch – und gerade – in dieser schwierigen Zeit haben die Paketdienstleister unter Beweis gestellt, dass auf sie Verlass ist. Das Weihnachtsgeschäft ist bereits ohne Corona eine herausfordernde Zeit, da im November und Dezember deutlich mehr Sendungen als in den restlichen Monaten verschickt werden.“

red