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Daran erkennen Sie Fake-Shops im Internet

Online-Shopping ist gerade in der Corona-Krise für viele Menschen unverzichtbar geworden. Um allerdings dauerhaft Freude am Einkaufen im Internet zu haben, ist Aufmerksamkeit geboten. Denn nicht bei allen Online-Angeboten handelt es sich auch um seriöse Angebote.

“Eine professionell gemachte Homepage bedeutet nicht zwangsläufig, dass dahinter ein zuverlässiger Online-Shop steht. Es könnte auch ein Fake-Shop sein, der nur Geld kassiert, aber keine Ware liefert. Wer jedoch auf ein paar Dinge achtet, kann einen seriösen Anbieter erkennen und entspannt shoppen”, sagt Alexander Kuch vom Onlineportal teltarif.de.

Um einen glaubwürdigen Anbieter von einem unseriösen zu unterscheiden, kann oft schon ein Blick ins Impressum helfen. Dort sollten der Name des Unternehmens, die komplette ladungsfähige Anschrift sowie ein verantwortlicher Ansprechpartner vermerkt sein. Klare Informationen über den Anbieter sind auf jeder Händler-Seite Pflicht.

Ist etwa nur ein Postfach als Adresse angegeben, sollten Kunden misstrauisch werden und von einer Bestellung absehen. Zudem sind eindeutige und verständliche Angaben zu Preisen, dem Bestellablauf sowie den Zahlungsmöglichkeiten unerlässlich.

Ein weiterer Punkt ist der Datenschutz. Shop-Betreiber im Netz müssen gewährleisten, dass Kundendaten nicht an Dritte weitergegeben, sondern nur für die Bestellabwicklung verwendet werden. Auch die Nutzung der Daten für Werbezwecke bedarf einer separaten Einwilligung.

“Zudem sollte die Datenübertragung zum Shop grundsätzlich verschlüsselt erfolgen. Ein Standardverfahren ist etwa die SSL-Verschlüsselung, die nur schwer zu knacken ist. Meist ist das Verfahren mittels eines Schloss-Symbols in der Statusleiste des Internet-Browsers gekennzeichnet und die Adresse beginnt mit https”, erklärt Experte Kuch. Welche Verschlüsselungstechnik verwendet wird, sollten Nutzer in den Kundeninformationen des Online-Shops finden.

Ralf Loweg

Steigende Immobilien-Preise auch im Speckgürtel – Ludwigsburg auf Spitzenplätzen

Die Richtung auf dem Immobilienmarkt ist nach wie vor eindeutig. Es geht fast überall in Deutschland deutlich nach oben. Und zwar nicht nur in den Metropolen, sondern auch im erweiterten Speckgürtel drumherum.

Ein Vorjahresvergleich der Angebotspreise beim Portal Immowelt zeigt, dass in 85 von 100 untersuchten mittelgroßen Städten die Angebotspreise steigen, in mehr als der Hälfte sogar im zweistelligen Prozentbereich. Vor allem Städte in der Nähe von Ballungsräumen und mit guter Verkehrsanbindung sind betroffen, weil dort auch Pendler nach Wohnungen suchen.

So sind in Aschaffenburg die Preise für Eigentumswohnungen um 34 Prozent von 2.620 Euro auf 3.500 Euro pro Quadratmeter gestiegen. “Eine kräftige Verteuerung von Wohnungen lässt sich auch in Mittelstädten rund um den Ballungsraum Köln beobachten”, heißt es in der Auswertung. In Langenfeld im Rheinland etwa kletterten die Preise um 33 Prozent auf 3.410 Euro und in Pulheim um 29 Prozent auf 2.910 Euro. Euskirchen legt um 27 Prozent auf 2.240 Euro zu und Hürth um 26 Prozent auf 3.470 Euro.

Noch teurer ist es rheinaufwärts: Vier der fünf teuersten Mittelstädte der Analyse liegen in Baden-Württemberg – mit weiter steigender Tendenz: In Konstanz, der teuersten Stadt der Analyse, erhöht sich der durchschnittliche Quadratmeterpreis um zwölf Prozent auf 4.930 Euro, in Ludwigsburg um 20 Prozent auf 3.960 Euro. Auch in Tübingen (3.920 Euro, plus fünf Prozent) und Friedrichshafen (3.850 Euro, plus sechs Prozent) müssen Immobilienkäufer aktuell mehr bezahlen als 2018.

Doch nicht überall haben sich Eigentumswohnungen verteuert. “In 14 Mittelstädten ist sogar ein Rückgang zu verzeichnen”, so die Experten. Im hochpreisigen Landshut bei München scheine das Niveau bei 3.820 Euro (minus zwei Prozent) vorerst ausgereizt, ebenso in Norderstedt vor den Toren Hamburgs bei 3.050 Euro (minus vier Prozent).

Mit Quadratmeterpreisen unter 1.000 Euro können Immobilienkäufer in mittelgroßen Städten im Osten rechnen: Plauen (560 Euro), Görlitz (720 Euro) und Zwickau (840 Euro) zählen zu den günstigsten Städten der Analyse.

Rudolf Huber