Der Einfluss der Präsidenten auf die US-Börsen

Joe Biden hat den Erfolg an die Wall Street zurückgebracht. Seit der Amtseinführung der neuen US-Präsidenten verzeichnete der Dow Jones ein Plus von 10,12 Prozent. Noch nie hatten die ersten 100 Tage einer Präsidentschaft positivere Auswirkung auf den Dow Jones.

Beim S&P 500 sieht es ähnlich aus: Die Verbesserung um 10,86 Prozent seit Amtseinführung ist ebenfalls beispiellos. Das Finanzportal Aktien-Depot.de (www.aktien-depot.de) weiß, welche Präsidentschaft seit 1961 den positivsten Effekt auf die wichtigen Aktienindizes der USA hatte. In einer aktuellen Analyse hat das Unternehmen die Kurse des Dow Jones und S&P 500 nach einem, zehn und 100 Tage im Amt sowie nach der ersten und zweiten Amtszeit erfasst und die prozentuale Entwicklung im Vergleich zum Vorabend der Vereidigung ermittelt.

ANZEIGE

Am Tag nach der Amtseinführung von Präsident Joseph Biden reagierte der Dow Jones mit einem Plus von 0,83 Prozent – seit über 60 Jahren schien sich keine Vereidigung derart positiv auf den Aktienindex auszuwirken. Den zweit- und drittbesten Sofort-Effekt hatten die Vereidigungen von Donald Trump und John F. Kennedy: Im Januar 2017 und 1961 stiegen die Kurse um 0,48 bzw 0,32 Prozent. Die schlechteste Entwicklung im Vergleich zum Vortag erfuhr der Dow Jones nach dem Amtsantritt von Barack Obama: 2009 sank der Kurs um 4,01 Prozent.

Der Dow Jones stieg in den letzten 100 Tagen von 30.930,52 auf 34.060,36 Punkte – eine Verbesserung von 10,12 Prozent. Noch nie hatte eine präsidiale 100-Tage-Bilanz einen positiveren Effekt auf den Dow Jones wie unter Biden.

Ähnliche Bullenmärkte konnten George Bush Sr. und JFK vorweisen: Unter ihnen kletterte der Dow Jones um 7,86 und 7,07 Prozent. Die mit Abstand wirtschaftlich schlechteste 100-Tage-Bilanz ließ sich unter Gerald Ford erfassen: 1974 fielen der älteste noch bestehende Aktienindex der USA um 20,38 Prozent.

Keine erste Amtszeit hatte auf Dow Jones sowie S&P 500 einen besseren Effekt als Bill Clintons erste Legislaturperiode: Der Dow Jones stieg um 110,19 Prozent, während der S&P 500 um 78,5 Prozent zulegte. Obamas erste Amtszeit konnte in Bezug auf den Dow Jones ein 64,83 prozentiges Wirtschaftswachstum vorweisen – Platz zwei des Rankings.

Donald Trump dagegen, der sich stets mit der Entwicklung der Märkte brüstete, erwirkte nach vier Jahren im Amt einen deutlich geringeren Anstieg als sein Vorgänger: Der 45. Präsident der Vereinigten Staaten erreichte nur ein Plus von 58,06 Prozent und landet damit auf Platz drei.

Am meisten litt der Aktienkurs des Dow Jones unter der ersten Amtszeit von Richard Nixon: Zwischen 1969 und 1973 verlor dieser, laut Aktien-Depot.de, 12,98 Prozent.

Auch nach der zweiten Amtszeit konnte Bill Clinton das größte Wachstum vorweisen: Zwischen 1997 und 2001 stieg der Dow Jones um weitere 115 Prozent, sodass sich der Kurs des Aktienindex unter Clinton insgesamt um 225,17 Prozent verbesserte. Bei George W. Bush sah es schlechter aus: Am letzten Tag seiner Präsidentschaft lag der Dow Jones 24,92 Prozent unter dem Niveau des Vorabends seiner Vereidigung. Auf den Aktienkurs unter der Regierung von Bush Junior nahm vor allem die Weltfinanzkrise von 2007 starken Einfluss.

Ralf Loweg / glp

Update zu Tötungsdelikt: Mutter tötet ihre zwei Kinder und begeht Suizid

Noch ungeklärt sind die näheren Umstände eines mutmaßlichen zweifachen Tötungsdelikts mit anschließendem Suizid, das sich am Dienstag in Vaihingen an der Enz zugetragen hat.

Gegen 11:00 Uhr wurde eine Polizeistreife von einer Joggerin informiert, nachdem sie neben der Holzgartenstraße an der Enz mehrere Kleidungsstücke, abgestellte Schuhe und einen Rucksack mit den Ausweispapieren einer 28-jährigen Frau und ihrer beiden drei und sieben Jahre alten Kinder aufgefunden hatte. Die Polizei leitete daraufhin umgehend eine groß angelegte Suchaktion ein, die von einem Polizeihubschrauber sowie von Einsatzkräften der Feuerwehr Vaihingen/Enz, des DRK und der DLRG unterstützt wurde. Im Verlauf der Suche konnten die Frau und ihre beiden drei und sieben Jahre alten Töchter nur noch tot aus der Enz geborgen werden. Die eritreische Familie mit anerkanntem Flüchtlingsstatus war bisher in einer städtischen Unterkunft in Vaihingen/Enz untergebracht. Der Nachzug des Vaters hatte sich zuletzt aufgrund der Pandemie verzögert.

Die Kriminalpolizei Ludwigsburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Bislang haben sich keine Hinweise auf eine mögliche Einwirkung Dritter ergeben.

ANZEIGE

 

red