Diagnose Reizdarm-Syndrom

Mit diesem wenig erfreulichen Thema wird der TV-Zuschauer zwangsweise vor beinahe jeder Tagesschau konfrontiert: Reizdarm-Syndrom! Und diese Diagnose erhalten auch rund acht Millionen Betroffene in Deutschland von ihrem Arzt.

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Viele davon leiden stark unter Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall oder Blähungen und einem Verlust an Lebensqualität. Meist ist die Ernährung die Ursache der Beschwerden. “Die Ernährungstherapie wird oft vernachlässigt. Dabei profitieren zahlreiche Betroffene davon viel mehr als von Medikamenten”, so Professor Jost Langhorst, Leiter der Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde in Bamberg.

In Eigenregie lasse sich schon viel erreichen, zum Beispiel über ein Tagebuch, heißt es im Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau”. Dort wird eine Zeit lang genau festgehalten, was man den Tag über zu sich nimmt und wann Bauchbeschwerden auftreten.

Auf diese Weise kommen Betroffene oft selbst dahinter, was sie eventuell nicht vertragen. In einem weiteren Schritt können sie Lebensmittel vom Speiseplan streichen und beobachten, ob sich die Symptome bessern. Die neue Leitlinie zur Therapie von Reizdarm rät explizit, die Umstellung auf eine weizen- beziehungsweise glutenfreie Kost auszuprobieren.

Außerdem wird empfohlen, laktosehaltige Milchprodukte und viele Obst- und Gemüsesorten – darunter Äpfel, Birnen, Erbsen und Blumenkohl – wegzulassen. Der Grund: Sie sind reich an Substanzen, die vom Dünndarm kaum oder gar nicht in den Blutkreislauf überführt werden und deshalb im Darm vergären.

Gastroenterologe Langhorst empfiehlt, die Veränderungen des Speiseplans in Begleitung eines Ernährungsmediziners oder -beraters durchzuführen. “Es erfordert Detektivarbeit, herauszufinden, was jemand nicht verträgt”, sagt er. Ziel ist es, schrittweise und kontrolliert wieder eine normale Kost aufzunehmen und nur das wegzulassen, was man nicht verträgt.

Rudolf Huber / glp

Nächtliche Corona-Ausgangssperren in Baden-Württemberg

Nächtliche Corona-Ausgangssperre in Baden-Württemberg: In Hotspots sollen die Menschen im Bundesland nachts das Haus nur noch aus bestimmten Gründen verlassen. Millionen Menschen im Land könnten hiervon betroffen sein. 

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Die Landesregierung hat sich am Donnerstag auf eine nächtliche Ausgangssperre für Kreise mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche geeinigt. Das teilte das Staatsministerium in Baden-Württemberg am Donnerstag mit. In sogenannten Corona-Hotspots dürfen die Menschen künftig nachts nur noch aus triftigen Gründen das Haus verlassen. Ausnahmen würden bspw. für medizinische Notfälle oder aus Arbeitsgründen gelten. Die Details will das Sozialministerium in einem Erlass regeln.

Stadt- und Landkreise mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 200: (Stand 02.12.)

red