„Die Corona-Pandemie hat der Welt ihren Stempel aufgedrückt“ – Gastbeitrag von Burkhard Metzger

Corona-Verordnung, Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen und die schwindende Akzeptanz von Kontrollmaßnahmen in der Bevölkerung – Ein Gastbeitrag von Polizeipräsident Burkhard Metzger

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Die Corona-Pandemie hat der Welt ihren Stempel aufgedrückt. Mit einer kaum für möglich gehaltenen Wucht erfasste das Corona-Virus unsere Gesellschaft und stellte nahezu alles, was wir bislang mit dem „normalen Leben“ verbanden, auf den Kopf.  Das Virus forderte viele Opfer und nötigt uns Einschränkungen ab, die wir so noch nicht kannten.

Die Pandemie und die Maßnahmen zum Infektionsschutz wirken sich natürlich auch auf die polizeiliche Aufgabenwahrnehmung aus. Neben der konsequenten Umsetzung von Verhaltens- und Hygieneempfehlungen im täglichen Dienst, erfordert die dynamische Situation eine fortlaufende Lagebewertung. Wir müssen unsere polizeilichen Maßnahmen dauernd überprüfen und ständig den jeweils aktuellen Regelungen der Corona-Verordnung anpassen, um damit zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung beizutragen und letztlich die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrecht zu erhalten. Dazu haben wir uns organisatorisch gut aufgestellt. So können wir auf Veränderungen schnell reagieren und unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort bei ihrer Aufgabenwahrnehmung bestmöglich unterstützen.

Für viele Bürgerinnen und Bürger ist es nicht einfach, sich in der Corona-Verordnung oder den dazu erlassenen Einzelverordnungen zurecht zu finden. Das führt bei manchen zu einer Verunsicherung, die wir bei den Anrufen, die uns täglich erreichen, regelmäßig feststellen können.

Daneben nimmt die Zahl derjenigen Menschen zu, die sich kritisch mit den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie auseinandersetzen. Die Ursachen dafür sind vielschichtig:

Es gibt diejenigen, die die Existenz des Virus leugnen und Corona-Schutzmaßnahmen des Staates grundsätzlich ablehnen. Die Überwachung der staatlichen Beschränkungen durch die Polizei, bewerten sie als einen rechtswidrigen Eingriff in ihre Freiheitsrechte.

Demonstrationen oder Autokorsos dieses Personenkreises begleiten uns nahezu täglich. Grundsätzlich ist es in unserem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat legitim, dass die Corona bedingten Einschränkungen hinterfragt werden. Diese Legitimation findet aber dann ihre Grenzen, wenn unseren Einsatzkräften, die entsprechende Versammlungen oder Aufzüge schützen und für deren störungsfreien Verlauf sorgen müssen, mit Respektlosigkeit und Aggression begegnet wird.

Meine Kolleginnen und Kollegen müssen da viel aushalten und ich bin dankbar dafür, dass sie sich nicht provozieren lassen und sachlich mit entsprechenden Situationen umgehen.

Persönlich beunruhigt mich mehr, dass auch Menschen, die grundsätzliches Verständnis für die staatlichen Maßnahmen zur Pandemiebewältigung haben, sich mit zunehmender Dauer der Einschränkungen immer stärkeren Belastungen ausgesetzt sehen. Mangelnde Einkaufs- und Freizeitgestaltungsmöglichkeiten, die Belastungen von Homeschooling und Homeoffice auf engem Raum, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen und vor allem die Sorge um den Arbeitsplatz oder existenzielle Nöte, können Spannungen hervorrufen, die nur schwer zu kompensieren sind.

Besorgt machen auch die momentan wieder stark ansteigenden Infektionszahlen.  Die Hoffnung auf Lockerung der Coronamaßnahmen und eine Rückkehr zum von allen ersehnten halbwegs normalen Leben, wird dadurch zunichtegemacht. Besonders schwer wiegt das natürlich angesichts der auf uns zukommenden Osterfeiertage, für die wir uns alle eine andere Entwicklung gewünscht hätten.

Man braucht kein Prophet sein, um zu prognostizieren, dass die Zahl der Stimmen, die die Sinnhaftigkeit politischer Entscheidungen hinterfragt, weiter zunehmen wird. Und meine Kolleginnen und Kollegen werden im täglichen Dienst hautnah mit dem aufkommenden Unmut und teilweise auch der Verzweiflung der Menschen konfrontiert werden.

Für derartige Situationen wünsche ich mir, dass nicht vergessen wird, dass in den Uniformen Männer und Frauen stecken, die als Mensch genauso von den Coronamaßnahmen betroffen sind, wie alle anderen auch.

Beleidigungen oder körperliche Angriffe bei Kontrollen und Demonstrationen hat die Polizei nicht verdient. Denn die Polizistinnen und Polizisten im Land waren von Beginn der Pandemie an trotz eigenem Ansteckungsrisiko immer da, wenn sie gebraucht wurden.

Eine Rückkehr in Richtung Normalität sehe ich erst, wenn unsere Gesellschaft weitgehend geimpft ist. Es wäre schön, wenn es uns gelänge, die Zeit bis dahin mit Respekt, Solidarität und Verständnis zu bewältigen.

Verkehrsbericht für Ludwigsburg: Welche Straßen diese Woche gesperrt sind

Verkehrsbericht gültig ab Montag, 27. Juni

Baltenstraße
Aufgrund von Leitungsverlegungen und Straßenbauarbeiten besteht zwischen der Vorhofstraße und Lange Straße eine Vollsperrung bis voraussichtlich Anfang August.

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Bärenwiese
Datum:                           Sperrzeiten:                     Parkfläche:
27.06.2022                       7 bis 19 Uhr                      West (Vollsperrung)
28.06.2022                       6.30 bis 11.30 Uhr            Ost und West (Vollsperrung)
29.06.2022                       6.30 bis 10.30 Uhr            Ost und West (Vollsperrung)
30.06.2022                       7 bis 24 Uhr                      Ost (Vollsperrung)
02.07.2022                       7 bis 9 Uhr                        West (Vollsperrung)
02.07.2022                       7 bis 24 Uhr                      Ost (Vollsperrung)

Riesenrad: Sperrung von etwa 70 bis 80 Parkplätzen auf der Parkfläche West voraussichtlich bis Mitte August.

Bauhofstraße
Die Bauhofstraße ist voraussichtlich bis Ende September vollständig für den Fahrverkehr gesperrt. Es erfolgt eine Umleitung über den Reithausberg.

Breslauer Straße
Hier besteht zwischen der Friedrichstraße und der Bebenhäuser Straße
eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten bis voraussichtlich Mitte Juli.

Eduard-Spranger-Straße
Die Straße ist zwischen dem Kreisverkehr Rosenackerweg und der Kreuzung Peter-Eichert-Straße vollständig für den Fahrverkehr gesperrt bis voraussichtlich Mitte Juli.

Eugenstraße
Die Eugenstraße ist voraussichtlich bis Ende Juni zwischen der Hindenburgstraße und der Friedrichstraße vollständig für den Fahrverkehr gesperrt (Sanierung und Aufstockung der Parkgarage des Landkreises).

Frankfurter Straße (etwa ab Höhe Wendeplatte Heuweg 20)
Wegen Verlegung von Fernwärmeleitungen kommt es bis voraussichtlich Ende Juli zu einseitigen Fahrbahneinengungen und Einschränkungen.

Friedrichstraße
Auf Höhe der Friedrichstraße 6 ist der Gehweg für den Fußgängerverkehr gesperrt sowie die Fahrspur teils gesperrt bis voraussichtlich Ende September.

Gämsenbergstraße
Hier besteht zwischen der Neckarstraße und der Jugendherberge voraussichtlich bis Ende August eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten.

Grönerstraße
Die Grönerstraße ist voraussichtlich bis Ende Juni halbseitig gesperrt. Im Bereich der Baustelle besteht eine Einbahnstraßenregelung.

Hoferstraße
Hier besteht voraussichtlich bis Anfang Juli zwischen der Martin-Luther-Straße und der Gänsfußallee eine halbseitige Sperrung mit Einbahnstraßenregelung stadteinwärts.

Hohenzollernstraße
Auf Höhe der Hohenzollernstraße 18 besteht bis Ende Dezember eine halbseitige Sperrung.

Klopfer-Areal – Erschließung östlicher Bereich der Steinheimer Straße
Hier besteht eine halbseitige Sperrung sowie im Verlauf der Baumaßnahmen Vollsperrungen in den betroffenen Bauabschnitten – voraussichtlich bis Ende September.

Neißestraße/Pregelstraße
Wegen Errichten von Neubauten besteht hier eine Vollsperrung voraussichtlich bis Ende Juli.

Nussackerweg
Der Nussackerweg ist zwischen der Markgröninger Straße und der Teinacher Straße bis voraussichtlich bis Ende Oktober voll gesperrt.

Schillerstraße
Die Schillerstraße ist für den Fahrzeugverkehr in Richtung Westen befahrbar. Der Radverkehr bleibt in beide Richtungen aufrechterhalten. Der Fußgängerverkehr wird über den Gehweg auf der Südseite geführt. Diese Verkehrsregelung gilt für die Dauer der Bauarbeiten bis voraussichtlich Ende 2023.

Schlösslesweg
Hier besteht bis voraussichtlich Ende Juli eine Vollsperrung wegen Tiefbauarbeiten.

Steinheimer Straße
Bis voraussichtlich Ende September besteht hier eine halbseitige Sperrung.

Straßenäcker
Zwischen Straßenäcker 50 und Straßenäcker 56 besteht voraussichtlich bis Mitte Juli eine Vollsperrung.

Stuttgarter Straße/Schlossstraße/Wilhelmstraße
Abdichtungserneuerung der Unterführung Sternkreuzung bis voraussichtlich Mitte Oktober. Einrichtung eines Kreisverkehrs auf der Sternkreuzung. Es ist lediglich eine Fahrspur je Richtung nutzbar. Drei Fußgängerüberwege (Zebrastreifen) sind eingerichtet.

Quelle: Stadt Ludwigsburg