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Die Hitparade des Onlinehandels

Der Onlinehandel in Deutschland hat in der Corona-Krise massiv zugelegt. Konzerne wie Amazon gehören zu den wenigen ganz großen Gewinnern in dieser schwierigen Zeit.

Die jetzt veröffentlichte E-Commerce-Studie im Auftrag von Mastercard zeigt, dass seit dem Beginn der aktuellen Kontaktbeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Deutschen mehr online einkauft als je zuvor.

28 Prozent der Befragten geben an, mehr Geld für digitale Erlebnisse wie Streaming-Abonnements, Home-Fitness oder Online-Kurse auszugeben als noch zu Jahresbeginn. Die aktuelle Situation hat die Deutschen gleichzeitig solidarischer gemacht: Allein im April 2020 hat beinahe jeder Vierte (22 Prozent) online gespendet, 16 Prozent davon spendeten sogar zum ersten Mal.

Das beliebteste digitale Erlebnis der Deutschen seit dem Lockdown ist der Videoanruf: 58 Prozent nutzen ihn, um mit Familie, Freunden und Arbeitskollegen in Kontakt zu bleiben. Auf Platz zwei folgt die Nutzung von TV-Streamingdiensten wie Netflix, Disney+ oder Amazon Prime (49 Prozent).

Die Menschen nutzen die Zeit auch, um neue digitale Erfahrungen zu machen und Neues zu lernen: 28 Prozent der Deutschen haben mit Online-Banking begonnen, 21 Prozent lernen ihre Gesundheit digital zu managen und ihre Medikamente im Internet zu bestellen.

Online kaufen die Deutschen zurzeit am liebsten Bücher (29 Prozent), gefolgt von Küchenutensilien (18 Prozent) sowie Puzzles und Rätselspielen (17 Prozent). Aber auch Haarfärbeprodukte (14 Prozent) und Haarschneidemaschinen (11,0 Prozent) sind in der aktuellen Situation gefragt.

Ralf Loweg

 

Steigende Immobilien-Preise auch im Speckgürtel – Ludwigsburg auf Spitzenplätzen

Die Richtung auf dem Immobilienmarkt ist nach wie vor eindeutig. Es geht fast überall in Deutschland deutlich nach oben. Und zwar nicht nur in den Metropolen, sondern auch im erweiterten Speckgürtel drumherum.

Ein Vorjahresvergleich der Angebotspreise beim Portal Immowelt zeigt, dass in 85 von 100 untersuchten mittelgroßen Städten die Angebotspreise steigen, in mehr als der Hälfte sogar im zweistelligen Prozentbereich. Vor allem Städte in der Nähe von Ballungsräumen und mit guter Verkehrsanbindung sind betroffen, weil dort auch Pendler nach Wohnungen suchen.

So sind in Aschaffenburg die Preise für Eigentumswohnungen um 34 Prozent von 2.620 Euro auf 3.500 Euro pro Quadratmeter gestiegen. “Eine kräftige Verteuerung von Wohnungen lässt sich auch in Mittelstädten rund um den Ballungsraum Köln beobachten”, heißt es in der Auswertung. In Langenfeld im Rheinland etwa kletterten die Preise um 33 Prozent auf 3.410 Euro und in Pulheim um 29 Prozent auf 2.910 Euro. Euskirchen legt um 27 Prozent auf 2.240 Euro zu und Hürth um 26 Prozent auf 3.470 Euro.

Noch teurer ist es rheinaufwärts: Vier der fünf teuersten Mittelstädte der Analyse liegen in Baden-Württemberg – mit weiter steigender Tendenz: In Konstanz, der teuersten Stadt der Analyse, erhöht sich der durchschnittliche Quadratmeterpreis um zwölf Prozent auf 4.930 Euro, in Ludwigsburg um 20 Prozent auf 3.960 Euro. Auch in Tübingen (3.920 Euro, plus fünf Prozent) und Friedrichshafen (3.850 Euro, plus sechs Prozent) müssen Immobilienkäufer aktuell mehr bezahlen als 2018.

Doch nicht überall haben sich Eigentumswohnungen verteuert. “In 14 Mittelstädten ist sogar ein Rückgang zu verzeichnen”, so die Experten. Im hochpreisigen Landshut bei München scheine das Niveau bei 3.820 Euro (minus zwei Prozent) vorerst ausgereizt, ebenso in Norderstedt vor den Toren Hamburgs bei 3.050 Euro (minus vier Prozent).

Mit Quadratmeterpreisen unter 1.000 Euro können Immobilienkäufer in mittelgroßen Städten im Osten rechnen: Plauen (560 Euro), Görlitz (720 Euro) und Zwickau (840 Euro) zählen zu den günstigsten Städten der Analyse.

Rudolf Huber