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Elisabeth Kölz wird Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen

Kornwestheim. Am Donnerstag, 26. September 2019, wurde im Rahmen der städtischen Kultur- und Sportlerehrung das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Elisabeth Kölz verliehen.

Bei der Verleihung und der Laudatio ging Oberbürgermeisterin Ursula Keck auf das außerordentliche ehrenamtliche Engagement von Frau Kölz ein. Kölz hatte sich in den vergangenen Jahrzehnten vor allem in der Suchtgruppe für alkoholkranke Menschen des AWO Seniorenzentrums in Kornwestheim engagiert und die Gruppe zeitweise sogar geleitet. Sie hat die Mitglieder der Suchtgruppe nicht nur bei den wöchentlichen Treffen, sondern auch außerhalb in ihrem Leben begleitet und war stets deren zentrale Ansprechpartnerin. Ihre Mitmenschen sind für Elisabeth Kölz, oder auch Elly genannt, besonders wichtig und deren Unterstützung war und ist ihr eine Herzensangelegenheit. So geht Kölz noch heute mit Bewohnerinnen und Bewohnern spazieren oder begleitet sie zu Arztbesuchen.
Bei einem verheerenden Brand kamen 2016 Kölz‘ Ehemann und Tochter ums Leben. In dieser Zeit zeigte sich, dass die zahlreichen Menschen in ihrem Umfeld auch ihr beiseite stehen. Kölz erlebte in dieser schweren Zeit einen so starken Rückhalt, der ihr damit und dank ihres ehrenamtlichen Engagements geholfen hat, den Halt und die Sinnhaftigkeit des Lebens nicht zu verlieren. Für Kölz ist geben wichtiger als nehmen. In diesem selbstlosen Wirken hat sie ihre Bestimmung gefunden. 2005 wurde Kölz dafür bereits mit der Gedenkmünze für besonderes soziales Wirken der Stadt Kornwestheim ausgezeichnet.

Respektlos: Jugendliche beleidigen Polizisten

Extreme Respektlosigkeit schlug am Donnerstagvormittag fünf Beamten des Polizeireviers Kornwestheim entgegen, die sich in der Straße “Berliner Platz” im Bereich einer Schule aufhielten. Die zivil gekleideten Polizisten befanden sich gegen 11.15 Uhr nach einer Dienstsportveranstaltung auf dem Rückweg zum Streifenwagen. Der Schulhof einer nahegelegenen Schule war mit Schülern, die sich in der Pause befanden, gefüllt. Aus einer Schülergruppe heraus fielen plötzlich zielgerichtete Beleidigungen gegen die Beamten. Da bereits am Morgen bei der Ankunft der Polizisten vom Schulhof aus abfällige Bemerkungen laut geworden waren, wollten die Beamten nun Kontakt zu der Personengruppe aufnehmen. Als dies von den Jugendlichen bemerkt wurde, entfernten sich plötzlich zwei Tatverdächtige und versuchten vermutlich in der Menge der Schülerschaft unterzutauchen. Die Polizisten konnten diese beiden Jugendlichen jedoch im Auge behalten und hielten sie schließlich auf dem Schulhof auf. Die zwei 15- und 16-Jährigen begannen sofort eine Diskussion mit den Polizisten, die sich als solche auswiesen, und reagierten provokant und uneinsichtig auf die Kontrolle. Unverzüglich bildete sich eine Menschentraube, bestehend aus rund 50 Schülern, um die Beamten und die beiden Jugendlichen. Teilweise versuchten die Schüler die polizeiliche Maßnahme zu stören, was die Kontrolle erschwerte. Gegen einen weiteren 16-jährigen Jugendlichen sprachen die Polizisten aufgrund seines Verhaltens mehrfach einen Platzverweis aus, dem er jedoch keine Folge leistete. Als ihn schließlich einer der Polizeibeamten am Arm packte und wegschieben wollte, wehrte er sich hiergegen. Der Jugendliche reagierte auch verbal aggressiv und schlug schließlich gegen die Hand des Beamten. Zeitgleich mischte sich ein weiterer 15-jähriger Schüler ein, indem er sich zwischen den Beamten und den 16-Jährigen stellte. Im weiteren Verlauf wurde ein Lehrer auf die Situation aufmerksam. Die vier 15 und 16 Jahre alten Schüler wurden in die Schule gebracht. Nachdem alle vier zunächst weiterhin die Konfrontation mit den Polizisten suchten, gaben zwei der Jugendlichen schlussendlich zu, die Polizeibeamten beleidigt zu haben. Diese beiden 15 -und 16-Jährigen werden mit einer Anzeige wegen Beleidigung rechnen müssen, während gegen den zweiten 16 Jahre alte Tatverdächtige wegen Widerstands gegen Polizeibeamten ermittelt wird.