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Flughafen Tegel macht dicht

Der altehrwürdige Flughafen Berlin Tegel ist ein Auslaufmodell. Ab dem 15. Juni 2020 wird der Hauptstadt-Airport seinen Betrieb einstellen. Vorübergehend, wie es jetzt kurz und knapp heißt. Bis Ende Mai wird die Senatsverkehrsverwaltung als oberste Luftfahrtbehörde des Landes über die temporäre Schließung entscheiden. Der Berliner Flugverkehr wird dann über Schönefeld abgewickelt.

Hintergrund sind die geringen Passagierzahlen wegen der Corona-Krise. Zuletzt flogen an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld nur etwa 2.000 Passagiere pro Tag. Das Hauptabfertigungsgebäude in Tegel ist schon seit Mitte März 2020 geschlossen, Passagiere checken nur noch im Nebenterminal C ein.

Die Flughafengesellschaft hat dadurch hohe Kosten: 7,5 Millionen Euro sind nach Angaben des Flughafenchefs pro Monat notwendig, um den Stillstand zu finanzieren, berichtet “rbb24” auf seiner Webseite.

Die Schließung sei zunächst für zwei Monate geplant, heißt es. Sollten sich die Passagierzahlen bis dahin nicht erholt haben, wird eine endgültige Schließung wahrscheinlicher, denn Ende 2020 gehen in Berlin Tegel ohnehin final die Lichter aus. Denn nach mehreren geplatzten Terminen ist geplant, dass am 31. Oktober 2020 der neue Hauptstadtflughafen BER eröffnet wird und am 8. November die letzte Maschine in Tegel abhebt.

Ralf Loweg

 

Windenergie erlebt Umsatzeinbruch

Zum Erreichen der Klimaziele in Deutschland soll der Stromanteil aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2035 auf 60 Prozent steigen. Dazu ist jedoch der Bau zusätzlicher Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen erforderlich. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank der Umsatz mit der Produktion von Gütern, Technologien und Dienstleistungen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 19,0 Prozent auf 19,8 Milliarden Euro. Dieser Rückgang ist fast ausschließlich auf den Umsatzeinbruch in der Windenergiebranche zurückzuführen: Der Umsatz mit der Herstellung, Installation und Wartung von Windkraftanlagen sank gegenüber 2017 um 29,9 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro.

Die Windenergiebranche in Deutschland ist auf den Inlandsmarkt ausgerichtet. 71,0 Prozent der Umsätze (9,0 Milliarden Euro) mit Windkraftanlagen (Waren, Bau- und Dienstleistungen) erwirtschafteten die Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors 2018 mit inländischen Abnehmern.

Im Vergleich zum Jahr 2017 sanken diese Umsätze um 29,8 Prozent. Der Bau von Windkraftanlagen in Deutschland und die damit erzielten Umsätze sind dabei von vielen Faktoren beeinflusst, etwa von Genehmigungsverfahren, Mindestabstandsregeln zwischen Wohnsiedlungen und Windkraftanlagen oder auch der Akzeptanz in der Bevölkerung.

Ralf Loweg