Haushalte werden immer smarter

Eben mal am Strand auf dem Handy nachschauen, ob zu Hause alles in Ordnung ist. Oder vor der Heimreise per App checken, welche Lebensmittel noch im Kühlschrank liegen: Für Millionen Menschen in Deutschland ist die Nutzung von Smart-Home-Technologie inzwischen völlig normal.

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Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) haben im ersten Quartal 2020 3,3 Millionen Menschen mit dem Internet verbundene Haushaltsgeräte wie Kühlschränke, Kaffeemaschinen oder Saugroboter eingesetzt. Das waren rund fünf Prozent der Bevölkerung ab zehn Jahren.

Noch deutlich weiter verbreitet sind „intelligente“ Lautsprecher: 11,5 Millionen Menschen ließen Musik, Radio oder Hörbücher über solche Geräte beziehungsweise Systeme laufen, das entsprach einem Bevölkerungsanteil von knapp 16 Prozent. 5,1 Millionen Menschen steuerten Heizung, Beleuchtung oder Stromzähler via Internet – das war in etwa jeder vierzehnte (sieben Prozent).

Eine zusätzliche Erkenntnis: Smart-Home-Technologie wird von Männern und Frauen gleichermaßen genutzt und kommt über alle Altersgruppen hinweg zum Einsatz. Es gibt jedoch Unterschiede je nach Art der Anwendung. So ist der Anteil derjenigen, die smarte Lautsprecher nutzten, in der Altersgruppe der Zehn- bis 15-Jährigen mit gut 27 Prozent besonders hoch.

In den übrigen Bereichen kommen nach Destatis-Erkenntnissen entsprechende Geräte oder Systeme bei den 25- bis 44-Jährigen besonders häufig zum Einsatz: Beim Energiemanagement lag hier der Anteil der Nutzenden an der Bevölkerung bei 13 Prozent, smarte Haushaltsgeräte nutzten in dieser Altersgruppe gut zehn Prozent und Sicherheitslösungen für Haus oder Wohnung knapp sechs Prozent.

Rudolf Huber / glp

Einheitliches Ladekabel kommt bis Ende 2024

Das EU-Parlament hat den Weg zur Einführung einer einheitlichen Ladelösung für Mobiltelefone, Tablets und andere elektronische Geräte freigemacht. 602 Abgeordnete stimmten am Dienstag für eine entsprechende Richtlinie. 13 Parlamentarier stimmten dagegen, acht enthielten sich.

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Die neuen Regeln sehen vor, dass die meisten mobilen elektronischen Geräte bis Ende 2024 mit einem USB-Typ-C-Ladeanschluss ausgestattet sein müssen. Damit sollen unter anderem Elektronikabfälle reduziert werden. Die neuen Verpflichtungen sollen dazu führen, dass mehr Ladegeräte wiederverwendet werden.

Kritik kam am Dienstag aus der IT-Branche. „Die politische Festlegung auf einen technischen Standard wird vor allem Innovationen bremsen“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Lobbyverbandes Bitkom, Bernhard Rohleder. Das laufe dem Grundsatz der Technologieoffenheit zuwider.

„Weil wohl kein Hersteller allein für den europäischen Markt eine Sonderlösung produziert, heißt der faktisch weltweite Standard für Ladekabel ab 2024 USB-C.“ Innovationen etwa bei Ladedauer oder Datenübertragung würden damit „politisch ausgebremst“.

red