Ludwigsburg verliert weiteren Leistungsträger

Die MHP-Riesen müssen einen weiteren Leistungsträger der abgelaufenen Saison ziehen lassen. Die erfolgreiche Zeit von Nick Weiler-Babb und den MHP RIESEN Ludwigsburg ist beendet, lässt der Verein in einer Mitteilung wissen: Der 24-Jährige hat, gemeinsam mit seinem neuen Arbeitgeber, von einer vertraglich fixierten Ausstiegsklausel in seinem 1+1-Vertrag Gebrauch gemacht, um in der kommenden Spielzeit für den FC Bayern Basketball in der Turkish Airlines EuroLeague auflaufen zu können.

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Nach Khadeen Carrington (Vitoria) und Marcos Knight (Monaco) macht ein weiterer Akteur des so erfolgreichen Teams der Saison 2019/2020 einen großen Schritt auf der Karriereleiter: Nick Weiler-Babb läuft ab der neuen Spielzeit, wie auch Carrington, in der Turkish Airlines EuroLeague auf. Der 24-Jährige hat gemeinsam mit dem FC Bayern Basketball von einer vereinbarten Ausstiegsklausel Gebrauch gemacht und ist formal aus seinem Vertrag ausgestiegen. Ab Herbst wird der flexibel einsetzbare US-Amerikaner im Audi Dome für den diesjährigen Playoff-Viertelfinalisten der easyCredit BBL auf Korbjagd gehen und gemeinsam mit den Münchnern auf nationalem und internationalem Parkett angreifen.

red

Lohn-Plus und Corona-Prämie für Bauarbeiter im Kreis Ludwigsburg

Mehr Geld am Bau: Im Kreis Ludwigsburg steigen die Löhne für Bauarbeiter um insgesamt 2,6 Prozent. Das teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit. Darüber hinaus gibt es mit der November-Abrechnung eine steuerfreie „Corona-Prämie“ von 500 Euro. Azubis erhalten 250 Euro. In einer ersten Stufe waren die Löhne bereits im Oktober um 0,5 Prozent gestiegen. Zum Jahreswechsel folgt ein Plus von 2,1 Prozent. Nach Angaben der Arbeitsagentur beschäftigt das Bauhauptgewerbe im Landkreis Ludwigsburg aktuell 4.470 Menschen.

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IG BAU-Bezirksvorsitzender Mike Paul spricht von einem „Tarifabschluss, der Perspektive bringt“. „In der Tarifrunde hatten die Arbeitgeber über Monate eine Blockadehaltung an den Tag gelegt, die am Ende durchbrochen werden konnte“, so Paul. Der Präsident des Bundessozialgerichts hatte in dem Konflikt als Schlichter vermittelt.

Die IG BAU Stuttgart appelliert nun an die Beschäftigten in der Region, einen Lohn-Check zu machen. Neben der „Corona-Prämie“ im November sei das Plus von 0,5 Prozent bereits mit der Oktober-Abrechnung fällig. Anspruch auf die tarifliche Bezahlung haben Gewerkschaftsmitglieder, die unter die neuen Lohn- und Gehaltstarifverträge Bau fallen und deren Betrieb Mitglied im Arbeitgeberverband ist. Bei Problemen oder Fragen können sich Beschäftigte an die IG BAU vor Ort wenden. Auch Auszubildende sollen ihre Lohn- Abrechnung prüfen, rät die Gewerkschaft. Ihre Vergütungen steigen um 40 Euro im ersten, 30 Euro im zweiten und 20 Euro im dritten Jahr.

Carsten Burckhardt, Verhandlungsführer auf Gewerkschaftsseite, verweist zudem auf die geplante Entschädigung der sogenannten Wegezeiten: „Über die lange, meist unbezahlte Fahrerei zur Baustelle wird bis zum Juni durch die Tarifpartner unter Beteiligung des Schlichters weiter verhandelt. Dabei sollen Vorschläge für eine Entschädigung entstehen, die sich nach konkreten Strecken und echten Fahrzeiten bemisst.“

Eine Umfrage im Auftrag der Gewerkschaft hatte ergeben, dass Baubeschäftigte für die einfache Fahrt zu ihrem Einsatzort durchschnittlich 64 Kilometer zurücklegen. Zum Vergleich: In der gesamten Wirtschaft sind lediglich fünf Prozent aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr als 50 Kilometer täglich für den Weg zur Arbeit unterwegs.

red