Monat März: Zahl der Arbeitslosen im Kreis Ludwigsburg leicht gesunken

LANDKREIS LUDWIGSBURG. Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Ludwigsburg ist im März leicht zurückgegangen. Bei der Agentur für Arbeit Ludwigsburg und dem kommunalen Jobcenter Landkreis Ludwigsburg waren 11.521 Menschen arbeitslos gemeldet, 196 oder 1,7 Prozent weniger als im Februar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 2.252 Arbeitslose (+24,3 Prozent) mehr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im März wie schon im Februar 3,7 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 3,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg lag bei 4,3 Prozent (Vorjahresmonat 3,4 Prozent).

Im Laufe des Monats März meldeten sich 2.316 Personen arbeitslos, davon 960 aus einer Erwerbstätigkeit und 527 aus einer Ausbildung oder sonstigen Maßnahme. 2.513 Menschen meldeten sich aus der Arbeitslosigkeit ab, wovon 861 eine Erwerbstätigkeit aufnahmen. 546 Personen traten in eine Ausbildung oder in eine sonstige Maßnahme der aktiven Arbeitsmarktförderung ein. Insgesamt waren 54,9 Prozent aller Arbeitslosen Männer, 26,5 Prozent der gemeldeten Personen waren 55 Jahre und älter, 40,2 Prozent waren Ausländer. 3.256 Menschen oder 28,3 Prozent aller Arbeitslosen waren ein Jahr und länger arbeitslos gemeldet. Damit gab es 1.210 Langzeitarbeitslose (+ 59,1 Prozent) mehr als im März 2020.

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„Die Situation auf dem Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der angespannten Corona-Lage weiterhin stabil. Erfreulich ist, dass wir im März bei nahezu allen Personengruppen einen Rückgang der Arbeitslosigkeit zum Vormonat verzeichnen konnten. Einzig die Zahl der Personen, die ein Jahr und länger arbeitslos gemeldet waren, stieg weiter an.“, beschreibt Martin Scheel, Chef der Ludwigsburger Arbeitsagentur, die aktuelle Entwicklung. „Durch den aktuell deutlich geringeren Personalbedarf der Unternehmen bleiben Menschen länger arbeitslos. Dies führt zu einem Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit und mehr Übertritten in die Grundsicherung.“

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Rechtskreis Sozialgesetzbuch (SGB) III der Ludwigsburger Arbeitsagentur waren 6.485 Menschen arbeitslos gemeldet, 357 oder 5,2 Prozent weniger als im Vormonat und 1.444 oder 28,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote lag bei 2,1 Prozent (Vormonat 2,2 Prozent).

Im Rechtskreis Sozialgesetzbuch (SGB) II des kommunalen Jobcenters Landkreis Ludwigsburg waren 5.036 Arbeitslose gemeldet. Das ist ein Plus von 161 oder 3,3 Prozent gegenüber Februar, im Vergleich zum März 2020 waren das 808 Arbeitslose (+ 19,1 Prozent) mehr.  Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote lag unverändert zum Vormonat bei 1,6 Prozent. 2.404 Personen, ein Anteil von 47,7 Prozent aller arbeitslos gemeldeten Menschen in der Grundsicherung (Hartz IV), waren ein Jahr und länger arbeitslos (langzeitarbeitslos) gemeldet, 808 Personen oder 50,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Stellenmarkt

Dem Arbeitgeber-Service der Ludwigsburger Arbeitsagentur wurden im März 985 Stellen neu gemeldet, das waren 82 oder 9,1 Prozent mehr als im Februar und 26 (- 2,6 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Der Stellenbestand belief sich im März auf 2.969 Stellenangebote. Anteilig kamen davon 841 (28,3 Prozent) aus den Bereichen „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“, aus „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“ kamen 680 (22,9 Prozent) und 434 (14,6 Prozent) aus den Bereichen „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“.

Rund 2.300 Stellen sind für Fachkräfte, Experten und Spezialisten gemeldet, nur etwa 670 der Stellen sind dem Helferbereich zuzuordnen. Qualifizierung und Weiterbildung verbessern die Beschäftigungschancen und reduzieren das Risiko der Arbeitslosigkeit. Für An- und Ungelernte gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich beruflich zu qualifizieren oder einen Abschluss als Fachkraft zu erwerben. Aber auch Personen, deren berufliche Qualifikationen vor dem Hintergrund des technologischen Wandels nicht mehr aktuell sind, können gezielt gefördert werden.

red

Quelle: Agentur für Arbeit Ludwigsburg

Nach Tötung von Tieren im Kreis Ludwigsburg: Taucher finden wohl Tatwaffen im Enzkanal

Taucher der Wasserschutzpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Einsatz haben am Freitag im Enzkanal zwei Äxte aufgefunden, die mutmaßlich zur Tötung von Tieren am vergangenen Wochenende auf der Vogelinsel in Besigheim verwendet wurden (Ludwigsburg24 berichtete). Die sichergestellten Äxte werden nunmehr kriminaltechnisch untersucht.

Mittlerweile abgeschlossen ist die veterinärmedizinische Untersuchung der getöteten Schafe. Danach steht für die Ermittler fest, dass die Tiere bereits tot waren, als sie in den Enzkanal geworfen wurden. Sie waren vorher vermutlich erschlagen worden.

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Die Meldung über die Tötung der Tiere hat große Betroffenheit ausgelöst. Neben einer Tierschutzorganisation haben mehrere Privatpersonen Belohnungen für Hinweise, die zur Ermittlung des oder der unbekannten Täter führen, ausgelobt. Sie summieren sich derzeit auf 5.800 Euro.

Personen, die Hinweise zur Identität des oder der Täter geben können, werden gebeten, sich beim Arbeitsbereich Gewerbe und Umwelt, Tel. 07142 405-0, zu melden.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg