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Nutzungszuwachs beim Digital-Marketing

Die digitale Angebots-Kommunikation boomt: Laut einer aktuellen Erhebung der Offerista Group nutzen zwei von drei Befragten das Internet inzwischen mehrmals die Woche, um nach Aktionen von Händlern zu suchen. 42 Prozent wollen sich künftig noch häufiger im Netz von Angeboten inspirieren lassen und 79 Prozent geben an, heute öfter im Web oder auf dem Smartphone nach Angeboten und Aktionen zu stöbern als noch vor ein paar Jahren.

Die Verbraucher schätzen nach eigener Angabe an digitaler Angebotskommunikation die bessere Vergleichbarkeit der Preise (fast jeder dritte Befragte) sowie die ständige Verfügbarkeit (44 Prozent). Wenn es um lokale Angebote geht, punkten bei den Verbrauchern neben Google (über 60 Prozent) und den Händler-Websites (mehr als 50 Prozent) vor allem Shopping-Apps. 40 Prozent greifen zur Recherche entsprechender Aktionen auf sie zurück. Auch bei Anschaffungen im mittleren Preissegment werden digitale Kanäle für Produktinformationen favorisiert. Hier nutzt fast jeder Dritte eine Shopping-App.

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“Digitale Angebots-Kommunikation entwickelt sich gerade zum Megatrend. Nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie und ihre Folgen”, sagt Benjamin Thym, Geschäftsführer der Offerista Group. Die Vorteile digitaler Angebotskommunikation sowie Online-Platzierungen zielgruppenspezifischer Werbebotschaften seien noch nie so deutlich geworden wie in Zeiten von Covid-19. Das belege auch die aktuelle Studie.

Rudolf Huber

BGH-Urteil: Wenn der Gebrauchte auf der Probefahrt gestohlen wird

Wenn ein Gebrauchtwagen einem Interessenten zu einer unbegleiteten Probefahrt übergeben, nicht zurückgegeben und danach verkauft wird, schaut es für den rechtmäßigen Besitzer schlecht aus. Das geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

Das war passiert: Ein Autohaus hatte einen Mercedes V 220 d im Wert von 52.900 Euro einem Interessenten überlassen – mit einer Kopie des Kfz-Scheins. Der Probefahrer hatte sich zuvor mit laut BGH “hochprofessionellen Fälschungen eines italienischen Personalausweises, einer Meldebestätigung einer deutschen Stadt und eines italienischen Führerscheins” ausgewiesen. Und war anschließend spurlos mit dem teuren Gebrauchten verschwunden.

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Dann wurde die V-Klasse laut der ARAG Experten über ein Internet-Portal angeboten und für 46.500 Euro verkauft. Als die Käuferin den Wagen mit den mitgelieferten Papieren anmelden wollte, streikte die Zulassungsstelle: Der Mercedes war als gestohlen gemeldet.

Anschließend verlangte das Autohaus die Herausgabe des Fahrzeuges und des Originalschlüssels; die Käuferin wollte im Wege der Widerklage unter anderem die Herausgabe der Original-Zulassungspapiere und des Zweitschlüssels erreichen.

Landgericht und Oberlandesgericht urteilten unterschiedlich. Letztinstanzlich entschied das BGH: Das Fahrzeug habe “von einem späteren Käufer gutgläubig erworben werden” können. Und: Die Klägerin – also das Autohaus – habe das Eigentum an dem Fahrzeug verloren (Az.: V ZR 8/19).

Rudolf Huber / glp