Pkw prallt gegen zwei Fahnenmasten sowie weitere Meldungen aus dem Landreis Ludwigsburg

Bietigheim-Bissingen: Fiat gegen Fahnenmast geprallt

In Bietigheim war am Mittwoch gegen 21:45 Uhr eine 34-jährige Fiat-Lenkerin auf der Stuttgarter Straße in Richtung Ludwigsburg unterwegs. Auf Höhe des Bahnhofs verlor die Autofahrerin in einer Linkskurve, vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit, auf der nassen Fahrbahn die Kontrolle über ihr Fahrzeug. In der Folge kam sie nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen zwei Fahnenmasten. Hierdurch entstand ein Gesamtschaden von etwa 7.000 Euro. Obendrein war der Fiat nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Während der Unfallaufnahme stellten Polizeibeamte bei der 34-jährigen Frau Alkoholgeruch fest. Diesbezüglich musste sie sich nach einem Atemalkoholtest einer Blutentnahme unterziehen.

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Ingersheim: Alkoholisiert Vorfahrt missachtet

Vermutlich weil eine 65-jährige Mercedes-Lenkerin die Vorfahrt eines 67-jährigen Citroen-Lenkers missachtete, ereignete sich am Mittwoch gegen 14:00 Uhr auf der Kreisstraße 1618 ein Verkehrsunfall. Zwischen Kleiningersheim und Großingersheim wollte die Mercedes-Lenkerin vom Einmündungsbereich eines Friedhofs nach links auf die K 1618 in Richtung Kleiningersheim einbiegen. Hierbei übersah sie mutmaßlich den von links kommenden Citroen-Lenker und stieß mit ihm zusammen. An den beiden Fahrzeugen entstand dadurch wirtschaftlicher Totalschaden in einer Gesamthöhe von etwa 16.000 Euro. Sie mussten beide abgeschleppt werden. Da hinzugezogene Polizeibeamte im Zuge der anschließenden Unfallaufnahme bei der 65-jährigen Frau Alkoholgeruch wahrnehmen konnten, musste sie sich einer Blutentnahme unterziehen und ihr Führersein wurde sichergestellt.

Bietigheim-Bissingen: Autofahrer nach Unfall geflüchtet – Polizei sucht Zeugen

Auf der Bahnhofstraße in Bietigheim mussten am Mittwoch gegen 21:00 Uhr, auf Höhe des Bahnhofs, ein 56 Jahre alter Nissan-Fahrer und ein 20-jähriger VW-Lenkeri verkehrsbedingt an einer roten Ampel anhalten. Ein nachfolgender, bislang unbekannter Verkehrsteilnehmer erkannte diesen Umstand mutmaßlich zu spät und fuhr auf den VW auf, der wiederum noch auf den stehenden Nissan geschoben wurde. Kurz darauf sind zunächst alle Unfallbeteiligten ausgestiegen und hatten sich unterhalten. Als der 56-Jährige im weiteren Verlauf die Polizei verständigte, montierte der bislang unbekannte Mann an seinem Wagen, bei dem es sich um einen silbernen Skoda Kombi handeln soll, die Kennzeichen ab. Anschließend fuhr er davon und kümmerte sich nicht um den angerichteten Sachschaden von rund 1.000 Euro sowie um den leicht verletzten 20-Jährigen. Sofort polizeilich eingeleitete Fahndungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Flüchtende zum Unfallzeitpunkt vermutlich alkoholisiert. Diesen Eindruck hat er bei den beiden anderen Verkehrsteilnehmern jedenfalls erweckt. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Verursacher geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Bietigheim-Bissingen, Tel. 07142 405-0, in Verbindung zu setzen.

Erdmannhausen: Ergänzung zu tödlichem Bahnunfall

Die am vergangenen Freitag bei einem Bahnunfall an der S-Bahn-Haltestelle Erdmannhausen getötete Frau konnte zwischenzeitlich identifiziert werden. Es handelt sich um eine 94-Jährige. Den Ermittler zufolge ist ein Fremdverschulden auszuschließen.

Kornwestheim: Unfallflucht

Ein Sachschaden von rund 3.000 Euro ist das Ergebnis einer Unfallflucht, die ein noch unbekannter Fahrzeuglenker am Dienstag zwischen 19.00 Uhr und 20.20 Uhr am Salamanderplatz in Kornwestheim verübte. Auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarkts stand ein VW, den der Unbekannte vermutlich beim Ein-oder Ausparken im Heckbereich beschädigte. Ohne sich um den Unfall zu kümmern, machte sich der unbekannte Fahrzeuglenker anschließen davon. Hinweise nimmt das Polizeirevier Kornwestheim, Tel. 07154/1313-0, entgegen.

Ludwigsburg-Neckarweihingen: Alkoholunfall

Vermutlich da er sich alkoholisiert hinter das Steuer seines Fahrzeugs gesetzt hatte, war ein 68 Jahre alter Mercedes-Fahrer am Mittwochabend in Neckarweihingen in der Straße “Gschnait” in einen Unfall verwickelt. Beim Rückwärtsausparken touchierte der Mann einen danebenstehenden Seat. Die alarmierten Polizeibeamten stellten während der Unfallaufnahme Atemalkoholgeruch und weitere Hinweise für eine Alkoholbeeinflussung bei dem Fahrer fest. Ein Atemalkoholtest verlief positiv, worauf sich der 68-Jährige einer Blutentnahme unterziehen musste. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Der entstandene Sachschaden wurde auf etwa 3.000 Euro geschätzt.

Ludwigsburg: Unfallflucht

Zeugen zu einer Unfallflucht, die sich am Mittwoch gegen 18.50 Uhr in der Schorndorfer Straße in Ludwigsburg ereignete, sucht das Polizeirevier Ludwigsburg, Tel. 07141/18-5353. Ein noch unbekannter Fahrzeuglenker streifte vermutlich beim Vorbeifahren einen gegenüber der Meiereistraße abgestellten Seat. Möglicherweise hielt der Unbekannte unweit der Unfallstelle in einer Bushaltestelle an und begutachtete sein Fahrzeug. Anschließend setzte er seine Fahrt fort. Der hinterlasse Sachschaden wurde auf etwa 2.500 Euro geschätzt.

Ditzingen: Polizei sucht unbekannten Pkw-Lenker

Am Mittwoch gegen 07:00 Uhr ereignete sich auf der BAB 81 zwischen dem Autobahndreieck Leonberg und der Anschlussstelle Stuttgart Feuerbach eine Verkehrsunfallflucht, zu der die Polizei nun nach Zeugen sowie einem noch unbekannten Autofahrer sucht. Der bislang unbekannte Pkw-Lenker soll in Richtung Heilbronn vom rechten Fahrstreifen der dreispurigen Durchgangsfahrbahn nach rechts auf den Verzögerungsstreifen der Anschlussstelle Stuttgart-Feuerbach, mutmaßlich ohne zu blinken gewechselt sein, um die Autobahn zu verlassen. Hierdurch musste ein nachfolgender 59-Jähriger seinen Sattelzug abbremsen und auf die mittlere Spur wechseln. Dort fuhr zu diesem Zeitpunkt ein 42-jähriger Mann, der ebenfalls am Steuer eines Sattelzuges saß und bis zum Stillstand aufgrund des Wechselvorgangs abbremsen musste. Ein nachfolgender ebenfalls 42-jähriger Sattelzuglenker konnte vermutlich nicht mehr rechtzeitig anhalten und fuhr auf den Sattelzug des gleichaltrigen Fahrers auf. Ein dahinter fahrender 27 Jahre alter BMW-Lenker konnte ebenso nicht mehr frühzeitig bremsen und krachte in den Sattelzug. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Allerdings beläuft sich der Gesamtschaden auf rund 30.000 Euro. Infolge des Unfalls waren ein Sattelzug sowie der BMW nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Darüber hinaus befanden sich Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Gerlingen vor Ort. Im Zuge der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten war der rechte Fahrstreifen bis etwa 09:00 Uhr gesperrt. Hierdurch bildete sich auf der BAB 81 ein Stau, der sich im weiteren Verlauf bis auf die BAB 8 zurückstaute. Der unbekannte Pkw-Lenker machte sich nach seinem Wechselmanöver aus dem Staub. Diesbezüglich sucht die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg, Tel. 0711 6869-0, nach Zeugen, die das Unfallgeschehen beobachtet haben oder weitere sachdienliche Hinweise geben können.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Kreishaushalt 2021: Ludwigsburgs Landrat Allgaier kündigt schwere Jahre an

Von Uwe Roth

Der Landkreis Ludwigsburg bekommt die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren. Die Kreisverwaltung möchte im kommenden Jahr 20 Millionen Euro neue Schulden machen, um die laufenden Ausgaben und Investitionen bewältigen zu können. Dazu soll mächtig gespart werden. Allein bei den Personalkosten eine Million Euro. Das hat Landrat am Freitag in seiner Haushaltsrede vor dem Kreistag angekündigt. Dietmar Allgaier kalkuliert 2021 mit einem Minus von 17,3 Millionen Euro, das die Kommunen aber nicht mittragen sollen: „In Anbetracht der schwierigen finanziellen Situation der Städte und Gemeinden ist es vertretbar, dass auch der Landkreis einen Teil seiner Investitionen fremd finanziert“, begründete der Landrat, warum er von einer Erhöhung der Kreisumlage absehen möchte.

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Der Haushalt steht nach seinen Worten „auf einem soliden Fundament“. Gleichzeitig warnte er: „Aber ich sage auch ganz klar: 20 Millionen Euro Kreditaufnahme sind kein Pappenstiel.“ Der Haushalt 2021 sei getragen „vom Rückenwind der letzten Boomjahre. Aber der Wind dreht sich.“ Allgaier schwor die Kreisräte auf harte Jahre ein. Die volle Auswirkung der Mindereinnahmen durch den Lockdown bekomme der Kreis erst 2022 mit voller Wucht zu spüren, warnte er. Neben den Pflichtausgaben müsse in die Kreiskliniken „im dreistelligen Millionenbereich“ investiert werden. „Diese Schuldenlast schlägt dann bei uns im Haushalt mit Zins und Tilgung durch.“ Dickster Ausgabeposten, an dem nicht gerüttelt werden kann, ist der Bereich „Jugend und Soziales“ mit 64 Prozent Anteil am Haushaltsvolumen. Das entspricht einem Betrag von rund 444 Millionen Euro. Um den Busverkehr im Landkreis finanziell nicht untergehen zu lassen, der nach dem ersten Lockdown weiter unter einem Fahrgastschwund leidet, hat die Kreisverwaltung vorsorglich 3,2 Millionen Euro eingestellt.

Ein Drittel der gesamten Ausgaben im Kreishaushalt finanzieren die 39 Städte und Gemeinden im Landkreis über diese Umlage. Würde die Kreisverwaltung auf neue Schulden verzichten, müssten die Kommunen das Haushaltsloch füllen. Der Jahresetat des Landkreises beträgt 720,8 Millionen Euro. 254 Millionen Euro finanzieren die Kommunen. Welchen Anteil jede einzelne von diesem Betrag übernimmt, wird mit einem Hebesatz berechnet. Dieser liegt bei aktuell 27,5 Prozentpunkten. Wie viel eine Kommune an den Kreis abführen muss, ist unter anderem von der dort festgestellten Steuerkraft abhängig. Je reicher eine Stadt oder Gemeinde ist, umso mehr muss sie zahlen.

Die Kreisverwaltung kann den konstant bleibenden Hebesatz deswegen hinnehmen, weil die Berechnungsgrundlage 2019 ist, in dem von Corona noch nichts zu spüren war und die kreiseigenen Gemeinden noch kräftig verdient haben. Sie steuern, weil die Einnahmen sprudelten wie selten zuvor, im nächsten Jahr zehn Millionen Euro mehr bei als im laufenden (Berechnungsgrundlage das Jahr 2018). Die Mindereinamen wegen Corona bekommt der Landkreis folglich erst 2022 zu spüren. „Dies dann aber mit voller Wucht“, warnte der Landrat. Dann komme der Landkreis um eine Anhebung des Hebesatzes für die Kreisumlage nicht herum. 2022 soll es ein Prozentpunkt mehr werden. Für die darauffolgenden Jahre kündigte Allgaier weitere Anhebungen in noch unbekannter Höhe an. Diese müssen vom Kreistag aber beschlossen werden. Da unter den Kreistagsmitgliedern zahlreiche Oberbürgermeister, Bürgermeister und Gemeinderäte sind, achten diese darauf, dass der Hebesatz möglichst gering bleibt, um den eigenen Haushalt zu schonen. Änderungen an der Kreisumlage ist meistens ein Tauziehen zwischen Kreisverwaltung und dem Kreistag.

Der Landrat versicherte in seiner Haushaltsrede, dass bei der internen Planung alles getan worden sei, die Ausgaben so gering wie möglich zu halten. So sei es gelungen, den „Fehlbetrag im Ergebnishaushalt von ursprünglich 30 Millionen Euro auf aktuell 17 Millionen Euro zu reduzieren“. In der Kreisverwaltung sei dazu eine Streichliste herumgegangen. Um die Einsparquote für die Zukunft weiter zu verbessern, möchte Allgaier die Verwaltungsarbeit effizienter gestalten. Dafür wird eine externe Beratungsagentur beauftragt. „Selbstverständlich werde ich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Prozess miteinbeziehen. Denn die Beschäftigten können am besten Auskunft über die Abläufe geben“, kündigte er an. In den kommenden Wochen werden die Ausschüsse und der Kreistag über den Haushaltsplan beraten und ihre Änderungswünsche einbringen. Erst danach wird Haushalt 2021 endgültig verabschiedet.